Verkauf des Werlter Center und Planung des Stadtumbaus. (Foto: Werlte)
Verkauf des Werlter Center und Planung des Stadtumbaus. (Foto: Werlte)

Werlte – Kaufvertrag ermöglicht große Investitionen

Werlte. Der Eigentümer des Werlter Centers, Rechtsanwalt Dr. Clemens Rühlander, hat sich entschlossen, die Zukunft seiner Immobilie in die Hände eines Projektentwicklers und Investors zu legen. Mit Unterzeichnung eines notariellen Kaufvertrages wurde diese Entscheidung nach mehrmonatigen intensiven Verhandlungen am 21. Dezember 2018 besiegelt. Käufer ist die Dipl.-Ing. Josef Schoofs Immobilien GmbH aus Kevelaer, eine Immobiliengesellschaft spezialisiert auf Einzelhandelsimmobilien. 

Die Stadt Werlte verfolgt seit vielen Jahren eine Entwicklung des Werlter Centers. Viele gute Gespräche zwischen der Stadt und dem Eigentümer hatten in der Vergangenheit nicht zu dem angestrebten Ergebnis geführt. So wurden mit Beginn der Dorferneuerung im Jahre 2013 Absichtserklärungen vereinbart. Bislang ist allerdings nur die Neugestaltung der öffentlichen Freianlagen zwischen Loruper Straße, Hauptstraße und dem Center vorzuweisen.

Mit den Bestrebungen der Stadt Werlte um eine Aufnahme in die Städtebauförderung wurden diese Gespräche ab 2017 wieder aufgenommen.  Dr. Rühlander bekräftigte wiederholt seine Investitionsbereitschaft bzw. seine Bereitschaft eine Verbesserung der städtebaulichen Situation zu unterstützen. Allen fachlichen Expertisen zufolge sei nur ein Rückbau und eine vollständige Neuentwicklung sinnvoll, ein für alle Beteiligten sehr anspruchsvolles Unterfangen. Unter diesen Rahmenbedingungen wurde dennoch 2018 unter anderem ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt und der Antrag zur Aufnahme in die Städtebauförderung auf den Weg gebracht. 

Umso mehr zeigt sich die Stadt Werlte erfreut darüber, dass sich Herr Dr. Rühlander jetzt zu einem Verkauf der Immobilie entschlossen hat und damit den Weg für eine neue Entwicklung der Werlter Stadtmitte ebnet. Sie dankt Herrn Dr. Rühlander für die zukunftsweisende Entscheidung und für die Bereitschaft, sich von der Immobilie zu trennen.

Auch Rechtsanwalt Dr. Rühlander zeigt sich sehr zufrieden mit dem Vertragsabschluss: „In den vergangenen Jahren wurden mir immer wieder Angebote für den Verkauf der Immobilie unterbreitet. Gleichzeitig habe ich eigene Investitionspläne verfolgt. Mit Josef Schoofs und dessen Immobiliengesellschaft habe ich jetzt ein Partner gefunden, der über herausragende Kompetenzen und Erfahrungen verfügt und die Immobilie auch in meinem Sinne zukunftsweisend entwickeln wird. Die Mieter sind über die Entscheidung informiert. Ich wünsche Herrn Schoofs und der Stadt Werlte für deren Vorhaben viel Erfolg.“ 
 

Zur Frage, wie es dazugekommen ist, dass sich ein Investor vom Niederrhein für Werlte interessiert teilt die Stadt mit, dass infolge des städtebaulichen Wettbewerbes u. a. durch überregionale Berichterstattungen und Veröffentlichungen zahlreiche Investoren und Einzelhandelsunternehmen auf den Standort Werlte aufmerksam geworden sind. 

Josef Schoofs bestätigt dies und ergänzt: „Wir haben durch einen Beraterkontakt den Weg nach Werlte gefunden und beabsichtigen in Zusammenarbeit mit dem Wuppertaler Architekten, Dipl.-Ing. Markus Rathke uns der faszinierenden Aufgabe zu stellen, in der aufstrebenden Stadt gemeinsam mit der Verwaltung, den Politikern und den Bürgern den zentralen Bereich der Innenstadt durch eigene hohe Investitionen neu und zukunftsorientiert zu gestalten.“ 

Auregende Perspektiven in Werlte

Die Schoofs-Gruppe entwickelt, plant, baut verwaltet und veräußert Wohn- und Geschäftshäuser und verfügt hierzu am Stammsitz in Kevelaer sowie in Frankfurt über insgesamt rund 100 Mitarbeiter. Sie hat in der Vergangenheit bereits über 200 Einzelhandelsmobilien vornehmlich in Nordrhein-Westfalen und Hessen entwickelt. 

Wie geht es nun weiter? Um das gemeinsame Ziel einer attraktiven städtebaulichen Entwicklung der Stadtmitte unter Einbeziehung des Centers und des Rathausumfeldes zu erreichen, bedarf es zunächst der Erarbeitung eines städtebaulichen Rahmenplanes, der nach Möglichkeit auch das Gelände der heutigen Grundschule einbeziehen soll. Ein Schwerpunkt wird dabei in der Entwicklung von Einzelhandelsflächen liegen, wie es auch schon in der Auslobung des städtebaulichen Wettbewerbes formuliert wurde. Viel stärker als im Wettbewerb wird sich der Rahmenplan allerdings an konkreten Investitionsvorhaben orientieren.  Der Rahmenplan muss sich zudem an den Anforderungen der Städtebauförderung orientieren, denn nur mit einer Aufnahme der Stadt in das Programm erscheint die Durchführung der angestrebten und notwendigen begleitenden öffentlichen Maßnahmen finanziell realistisch.

Zwischen der Stadt und dem Investor werden diese Plangrundlagen in einem städtebaulichen Vertrag geregelt. Für den Fall, dass es kein Einvernehmen mit der Stadt Werlte über die weitere Entwicklung gibt, hat der Käufer ein Rücktrittsrecht. Es besteht die Zielsetzung, bis Mai 2019 alle grundlegenden Vereinbarungen abgestimmt mit dem Rat der Stadt Werlte zu treffen. 

Um diese ambitionierten Ziele zu erreichen, hat bereits ein erster Abstimmungstermin stattgefunden. Bevor erste Pläne den Gremien des Stadtrates und der Öffentlichkeit vorgestellt werden können, wird es aber noch einige Wochen brauchen.

www.werlte.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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