Die Wandverkleidung von Richter Metallbau an den Fahrstühlen im neuen Verwaltungsgebäude der Q1 Energie AG aus Osnabrück: Harmonisch fügen sich die hochwertigen Architekturgewebe in das Interieur ein. (Foto: Oliver Baucks)
Die Wandverkleidung von Richter Metallbau an den Fahrstühlen im neuen Verwaltungsgebäude der Q1 Energie AG aus Osnabrück: Harmonisch fügen sich die hochwertigen Architekturgewebe in das Interieur ein. (Foto: Oliver Baucks)

Richter Metallbau Architekturgewebe bei Q1 Energie AG

Osnabrück / Hagen a.T.W. Beim Energieunternehmen Q1 sind hohe Ansprüche allgegenwärtig – symbolisiert der Firmenname doch bereits erstklassige Qualität. Dies sollen die Kunden nicht nur beim Besuch einer der rund 200 Q1 Tankstellen erleben, sondern ebenso in der neuen Firmenzentrale an der Rheinstraße im Osnabrücker Hafen. Richter Metallbau fertigte hierfür maßgeschneiderte Architekturgewebe.

Bis ins letzte Detail achtete der Familienbetrieb außen wie innen auf ein stimmiges Gesamtbild. Hochwertige Materialien und eine lupenreine Optik lassen die Betrachter hier die Modernität eines Unternehmens erleben, das sich dem tiefgreifenden Wandel seiner Branche selbstbewusst stellt.

Höchst dekorativ und zugleich funktional

Das gilt nicht zuletzt für die Wandverkleidungen mit maßgeschneiderten Architekturgeweben, die auf den vier Etagen die Zugänge zum Fahrstuhl einrahmen. Dabei dienen die Wandverkleidungen nicht nur der Dekoration, sondern sie dienen teilweise auch als Türen: Hinter den mit Scharnieren ausgestatteten Elementen befindet sich beispielsweise ein Schaltkasten, ein Feuerlöscher oder eine Lüftungsanlage.

Auf den vier Ebenen des Verwaltungsgebäudes von Q1 in Osnabrück – Keller, Erdgeschoss, 1. OG und 2. OG – wurden an den Wänden, an denen der Fahrstuhl platziert ist, insgesamt 39 Elemente mit einer Gesamtfläche von mehr als 50 qm verbaut. Dabei misst das kleinste Feld 670 x 930 mm, das größte hat die Maße 1.900 x 1.000 mm.

Im Einklang mit der Architektur

„In den jeweiligen Stockwerken an die Bedürfnisse der dahinterliegenden Technik angepasst, wurde versucht, ein möglichst einheitliches Bild für die Wandverkleidung zu entwickeln. Die Farbe des Gewebes harmoniert sehr gut mit der gegenüberliegenden Natursteinverkleidung der Treppenhauswand und setzt dem Naturstein etwas Eigenständiges, im Gebäude gestalterisch Einmaliges entgegen“, erklärt Frederick Beckmann, Vorstandsmitglied der Q1 Energie AG.

Mit der Konstruktion, Fertigung und Montage der sogenannten PC-Gewebe (PC steht für „pre-crimped“, deutsch: „vorgekröpft“) wurde die Firma Richter Metallbau aus Hagen am Teutoburger Wald beauftragt. Der mittelständische Handwerksbetrieb hat bereits diverse hochwertige Markenstores, Showrooms und Kaufhäuser mit maßgeschneiderten Konstruktionen aus Stahl und Edelstahl ausgestattet, zum Beispiel Locations von Karl Lagerfeld, Tommy Hilfiger oder Zumnorde.

Testläufe für die optimalen Fertigungs- und Montageverfahren

Doch diese Form der Wandverkleidung stellte für Walter Richter, seinen Sohn René Richter und das gesamte 20-köpfige Team eine Premiere dar. Sie nahmen die Herausforderung gern an und begannen in der eigenen Werkstatt mit verschiedenen Tests, um herauszufinden, wie sich die Vorgaben umsetzen ließen.

Eine Anforderung lautete beispielsweise, die Befestigungen der Elemente für die Besucher und die Nutzer der Q1 Unternehmenszentrale unsichtbar auszuführen. Dies lösten die findigen Metallprofis, indem sie die Einsätze – dies sind im Wesentlichen auf eine Aluminium-Wabe geklebte Gewebegitter – durch eingeklipste Magnete mit den Stahlrahmen verbanden. Ein schöner Nebeneffekt der äußerst attraktiven Lösung: Die Elemente lassen sich bei Bedarf ganz einfach wieder entfernen und – etwa bei eventuellen Beschädigungen – ebenso leicht ersetzen.

Top-Priorität: Maßgenauigkeit

Der optische Vorteil, dass keine Verschraubungen nötig waren, offenbarte auch einen ganz praktischen Nutzen: Die Installation der Architekturgitter auf der Baustelle konnte weitgehend werkzeuglos erfolgen. Wo die Elemente beispielsweise eine Lüftung verdecken, mussten nur Teile der Aluminium-Wabe entfernt werden – schon konnte die Luft zirkulieren.

Eine echte Herausforderung war das Einhalten der nötigen Maßgenauigkeit, die die Metallbauer aus Erfahrung selbst besonders hoch ansetzten. Selbstverständlich wurden die von der Firma GKD gelieferten Gitter in ihrer Länge und Breite sowie die Winkel vor der Verarbeitung genauestens kontrolliert.

René Richter blickt zurück: „Wenn ein Gitter zwei oder gar drei Millimeter vorsteht, stört dies das menschliche Auge bereits ganz erheblich. Und das wollten wir unbedingt vermeiden. Darum haben wir eine Toleranz von null bis einem Millimeter definiert.“

Wandunebenheiten mit eigener Konstruktion auf drei Achsen ausgleichen

Hierfür haben die Hagener eigens eine Unterkonstruktion aus Stahl entwickelt, auf der die Winkelrahmen mit den Gewebegittern montiert wurden. Der besondere Vorteil dieser Unterkonstruktion besteht darin, Unebenheiten an den Wänden auf drei Achsen optimal ausgleichen zu können. So ist eine glatte Oberfläche mit einer Toleranz von maximal einem Millimeter gewährleistet.

Dies war auch dem Auftraggeber sehr wichtig, wie Frederick Beckmann betont: „Für die Wandverkleidung im Fahrstuhlbereich – ein sehr ‚prominenter‘ Ort unserer neuen Unternehmenszentrale – haben wir nach einer Möglichkeit gesucht, die sowohl technische als auch ästhetische Ansprüche erfüllt. Die Wandgestaltung mit den Architektur-Gewebeelementen, die Metallbau Richter für uns umgesetzt hat, bietet genau diese Lösung, ist aber in der Montage umso herausfordernder, da sie keine Maßtoleranzen erlaubt. Sie bedurfte dementsprechend hochwertigster handwerklicher Millimeterarbeit und fügt sich nun optimal in die Architektur des Gebäudes ein.“

Schweißen: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!

Um die gewünschte Maßgenauigkeit und Oberflächenqualität zu erzielen, führte Richter Metallbau im Vorfeld noch weitere Tests durch: So galt es, herauszufinden, wie viel Schweißarbeit ausreicht, um die nötige Stabilität zu gewährleisten – ohne jedoch dabei einen Schweißverzug zu riskieren.

Ein Schweißverzug ergibt sich durch das Schrumpfen der Masse, wenn sich das Metall aufgrund der hohen Hitzeentwicklung anschließend stark zusammenzieht. Darum musste das Richter-Team das genaue Maß an Schweißtätigkeit für das Zusammenfügen der Rahmen mit jeweils vier Schweißnähten Schritt für Schritt ermitteln.

Ende Dezember 2017 – nach rund vier Wochen Konstruktion und Fertigung sowie weiteren zwei Wochen Montage – konnte Richter Metallbau die Wandverkleidung der Fahrstuhlzugänge fertigstellen. Die Erwartungen von Frederick Beckmann wurden deutlich übertroffen – und der hohe Qualitätsanspruch auch auf dieser Ebene eingelöst.

Weitere Infos: www.richter-mb.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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