Netzwerke leben

Büren. Die gastronomischen Anbieter in ländlicher Region haben es meistens nicht leicht. In den oftmals familiengeführten Betrieben stellt sich die schwierige Frage der Nachfolgeregelung. Sinkende Umsatz- und Kaufkraftzahlen erschweren die alltägliche Arbeit. Wie man seinen eigenen Betrieb stärkt und welche Alleinstellungsmerkmale die ländlichen Betriebe haben, zeigte Bernhard Funke, ehemaliger Geschäftsführer mehrerer namhafter Hotels, in einem Diskussionsvortrag im Kurhaus Bad Wünnenberg der lokalen Gastronomie.

Betriebe müssen vernetzt arbeiten
Der Einladung der Bad Wünnenberg Touristik GmbH, der Marketinggemeinschaft Stadt Lichtenau/Westfalen e.V., der Touristik-Gemeinschaft Bürener Land e.V. und des Regionalforums südliches Paderborner Land e.V. folgten rund 15 Vertreter von Gastronomie- und Übernachtungsbetrieben. Allesamt aus den Stadtgebieten Bad Wünnenberg, Büren und Lichtenau.

„Neben der kontinuierlichen Überprüfung der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sowie der regelmäßigen Qualitätskontrolle ist vor allem die Eigeninitiative jedes einzelnen die Grundlage für ein Bestehen auf dem Angebotsmarkt. Insbesondere die Vermarktung im Internet sei besonders wichtig“, weiß Funke. So sei die eigene Homepage gleichzeitig auch die „Visitenkarte“ des Betriebs. „Natürlich muss die eigene Darstellung auch realistisch sein“, so Funke weiter. Hier greifen wieder die regelmäßige Qualitätskontrolle sowie die Angebotsoptimierung. „Seien Sie selbstbewusst ihre Stärken zu nutzen und gemeinsam die Probleme zu bewältigen. Besonders Betriebe im ländlichen Raum müssten sich vernetzen und zusammen arbeiten“, motivierte Funke die Anwesenden.

Ländliche Gastronomie ist gefragt
Gerade kleine Gasthöfe und Ferienwohnungsbetreiber stehen der Konkurrenz der großen Hotelketten meist hilflos gegenüber. Die Motivation, in die Zukunft zu investieren, scheitert oft an der nicht vorhandenen Nachfolgeregelung. Doch gerade in diesem Punkt macht Berater Bernhard Funke den Gastgebern Mut: „Sie haben ein tolles Produkt und besetzen eine Nische im ländlichen Raum, das sollten Sie auch selbstbewusst darstellen. Die Betriebe der großen Hotelketten sind austauschbar. Doch Ihr individueller Betrieb spricht gerade die Gäste an, die in ihrem Urlaub auch das Besondere suchen, häufig geht das bis zum Familienanschluss.“

Regionale Angebote nutzen
Regionalmanager Hans-Jürgen Altrogge vom Regionalforum südliches Paderborner Land bekräftigt dies und weist auf die vorhandenen Möglichkeiten in dieser ländlichen Region hin. „Wir haben im Paderborner Land eine gute touristische Infrastruktur und ebenso überregional bekannte Sehenswürdigkeiten, Wander- und Radwege“, so Altrogge. „Diese muss natürlich von der Gastronomie auch für die eigene Vermarktung genutzt werden, um die individuelle Attraktivität auf dem Angebotsmarkt zu steigern“, ergänzt Peter Finke von der Stadt Büren. So konnten bereits in der Vergangenheit Erfolge durch eine touristische Vernetzung für die Region erzielt werden. Der „Sintfeld-Höhenweg“, der „Kultur-Tipp“ sowie gemeinschaftliche Marketingaktivitäten der Touristiker für die Region seien hier beispielhaft zu nennen.

www.sintfeldhoehenweg.de

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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