Lufthansa arbeitet weiter an umstrittener Billigfluglinie

Lufthansa arbeitet weiter an umstrittener Billigfluglinie Düsseldorf (dapd-hes). Die Lufthansa treibt ungeachtet massiver Kritik die Pläne für eine neue Billigtochter im europäischen Flugverkehr weiter voran. Nach einem Vorabbericht der „Wirtschaftswoche“ vom Samstag will Konzernchef Christoph Franz schon in der kommenden Woche dem Aufsichtsrat erstmals Details zur Neuausrichtung des hoch defizitären Fluggeschäfts jenseits der großen Drehkreuze Frankfurt am Main und München vorstellen. Das Magazin berief sich dabei auf arbeitnehmernahe Kreise aus dem Kontrollgremium. Die Gewerkschafter erwarten demnach, dass Franz den Mitarbeitern für die Billiglinie „kaum akzeptable Opfer“ abverlangen werde. Ein Lufthansa-Sprecher sagte am Samstag, die Planungen für das Projekt namens „Direct4U“ seien noch nicht abgeschlossen und liefen weiter. „Es ist im Aufsichtsrat keine Beschlussfassung dazu vorgesehen“, erklärte er. Einzelheiten des Projekts erläuterte die Lufthansa nicht. Die geplante Billigtochter, mit der Lufthansa im Flugverkehr etwa von und nach Düsseldorf, Hamburg oder Berlin Kosten sparen will, ist ein wesentlicher Streitpunkt im noch laufenden Tarifkonflikt der Lufthansa mit ihren Flugbegleitern. Das Kabinenpersonal befürchtet Lohneinbußen durch ein anderes Tarifsystem bei der neuen Linie. Nach drei Streiks mit einem zuletzt ganztägigen Ausstand der Flugbegleiter hatte sich deren Gewerkschaft UFO mit der Lufthansa auf eine Schlichtung unter Leitung des früheren Wirtschaftsweisen Bert Rürup geeinigt. Der Streik könnte die Lufthansa bisher rund 100 Millionen Euro gekostet haben, berichtete die „Wirtschaftswoche“ weiter. Dafür sorgte neben den unmittelbaren Ausgaben etwa für die Übernachtungen gestrandeter Passagiere auch, dass viele Kunden vorsichtshalber bei der Konkurrenz buchten. Nach Angaben des Lufthansa-Sprechers hat der Konzern die Kosten noch nicht endgültig ermittelt. Die Summe liege aber im zweistelligen Millionenbereich. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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