Gewerbeflächen werden knapp

Detmold. Über 50 interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer trafen sich im Lichtforum der Zumtobel Lighting GmbH zum Kommunalen Wirtschaftsgespräch in Lemgo. Die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) hatte zum Dialog zwischen den Betrieben und der Verwaltungsspitze eingeladen. Den Fragen der Unternehmen stellten sich Bürgermeister Dr. Reiner Austermann sowie Stadtkämmerer Dirk Tolkemitt. Zentrale Themen waren die Entwicklung der Gewerbegebiete, der Hochschule OWL und der Innenstadt.

Einig waren sich Bürgermeister und Kämmerer darüber, dass Verwaltung vielfach nur flankierend tätig sein könne und einen Rahmen für die Entwicklung vor Ort bilden könne. Grenzen tun sich für die Stadt besonders dann auf, wenn sie nicht über Flächen verfügt und private Eigentümer nicht mitspielen. So habe die Stadt für das Gewerbegebiet Grevenmarsch einen Entwicklungsplan aufgestellt. Dieser könne aber nur verwirklicht werden, wenn man ins Flächeneigentum komme.

Die Flächenpolitik von Bund und Land soll künftig restriktiver gehandhabt werden. In punkto Neuflächeninanspruchnahme soll kräftig gespart werden. „Das wird auch der Wirtschaftsstandort Lemgo zu spüren bekommen“, so Tolkemitt. Es gebe bereits heute Engpässe bei den Gewerbeflächen. Setzt NRW das Flächensparziel um – künftig sollen lediglich 5 ha Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Tag neu versiegelt werden, längerfristig ist gar von einem Nullflächenwachstum die Rede – so gefährde dies nicht nur den Standort Lemgo.

Ein klarer Standortvorteil für die Hansestadt sei der Sitz der Hochschule OWL. „Leider ist vom studentischen Treiben in der Innenstadt nicht sehr viel zu bemerken“, bedauerte ein Teilnehmer. Es sei wichtig, das studentische Wohnen in der Innenstadt zu verstärken. Dadurch könnten andere Bereiche wie die Gastronomie oder der Einzelhandel beflügelt werden.

In Lemgo gibt es ein von allen Fraktionen gemeinsam beschlossenes Haushaltskonsolidierungskonzept. Um bis 2016 einen ausgeglichenen Haushalt vorzuweisen, sollen die Ausgaben verringert und Einsparpotenziale identifiziert werden. Außerdem soll 2015 die Gewerbesteuer moderat auf 430 Punkte erhöht werden. Dies geschehe aber nur, wenn die Nachbarstädte nicht darunter liegen, versicherte Dr. Austermann.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

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