Deutsche Chemieindustrie stagniert

Deutsche Chemieindustrie stagniert Frankfurt/Main (dapd). Die Chemieindustrie leidet weiter unter der Konjunkturschwäche in Deutschland und Europa. Nur die anziehenden Exporte nach Übersee hielten den Umsatz der deutschen Chemiebranche im dritten Quartal nahezu konstant. Die Branche erlöste von Juli bis September 44,9 Milliarden Euro und erreichte fast den Umsatz des Vorquartals von 45,2 Milliarden Euro, wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Donnerstag in Frankfurt am Main mitteilte. Auch im Gesamtjahr werde der Umsatz vermutlich stagnieren, erklärte der VCI. Der Inlandsumsatz der Chemiebranche blieb von Juli bis September ein Prozent hinter dem Vorquartal zurück, während die Exporterlöse um ein Prozent anzogen. Verglichen mit dem Vorjahresquartal stieg der Umsatz um zwei Prozent. Dabei wuchsen die Exporte um 5,0 Prozent, während die Erlöse im Inland um 2,5 Prozent sanken. Das dritte Quartal fiel damit für die Chemieindustrie etwas besser aus als das erste Halbjahr, in dem der Gesamtumsatz noch um ein halbes Prozent gesunken war. Die Branche weitete ihre Produktion sogar um 1,5 Prozent aus. Das führte aufgrund sinkender Preise allerdings nicht zu höheren Umsatzerlösen. „Kein Anzeichen einer Trendwende“ Derzeit stagniere das Geschäft der chemischen Industrie, sagte VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley. „Der leichte Anstieg der Produktion in diesem Quartal ist kein Anzeichen einer Trendwende.“ Für einen Aufschwung in der EU sehe der Verband derzeit nur eine geringe Chance. Die Hoffnung auf eine Erholung bereits in der zweiten Jahreshälfte habe sich nicht erfüllt. Die Industriekunden der Branche in Deutschland spürten inzwischen konjunkturellen Gegenwind. Der VCI hält allerdings auch übertriebenen Konjunkturpessimismus für unangebracht. In Deutschland gebe es weiter keine rezessive Entwicklung, die Exporterfolge stützten weiter die Wirtschaft. Verbandspräsident Kley sagte, die Chemieunternehmen seien „auf außereuropäischen Märkten weiter erfolgreich und können dadurch die Umsatzdefizite in der EU schließen“. Nach Angaben des VCI zogen die Exporte in die USA, nach Südamerika und Asien im dritten Quartal weiter an. Unterm Strich lagen die Ausfuhren nach Nordamerika von Juli bis September 25,5 Prozent höher als im Vorjahresquartal. Die Exporte nach Lateinamerika stiegen um 18,0 Prozent und die nach Asien um 15,5 Prozent. Die Ausfuhren ins europäische Ausland legten dagegen im Jahresvergleich nur um ein Prozent zu und schrumpften damit preisbereinigt leicht. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien. Sie erreichen Peer-Michael Preß unter: m.press@press-medien.de www.press-medien.de

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