Tourismusbranche erwartet Rekordjahr

Tourismusbranche erwartet Rekordjahr Stuttgart (dapd). Die Deutschen zieht es 2013 wieder in die Ferne. „Wir steuern auf ein neues Rekordjahr zu“, sagte der Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Roland Bleinroth, am Freitag vor Beginn der Urlaubsmesse CMT (12. bis 20. Januar). Nach Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) erwarten die deutschen Reiseveranstalter ein Wachstum von zwei bis vier Prozent, wie Bleinroth sagte. Die CMT in Stuttgart ist die erste große Reisemesse des Jahres und nach eigenen Angaben die weltgrößte Publikumsmesse für Tourismus und Freizeit. Im vergangenen Jahr kamen 224.000 Besucher auf das Messegelände. Reisen haben für die Deutschen einen hohen Stellenwert. Im vergangenen Jahr gaben sie so viel Geld für Reisen aus wie nie zuvor. Nach Schätzungen der Welttourismusorganisation (UNWTO) beliefen sich die Ausgaben auf 88 Milliarden US-Dollar (etwa 66,3 Milliarden Euro) nach 84 Milliarden US-Dollar (etwa 63,3 Milliarden Euro) im Jahr 2011. Allerdings wurden die Deutschen erstmals von den Chinesen als Reiseweltmeister abgelöst. Diese gaben den Schätzungen zufolge 2012 etwa 91 Milliarden US-Dollar aus (68,6 Milliarden Euro). „Der weltweite Tourismus brummt“, sagte Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR). Auch in diesem Jahr stehen bei vielen die Urlaubspläne schon. Mehr als drei Viertel der Deutschen hätten sich bereits mit der Urlaubsplanung beschäftigt, sagte Lohmann. Der Urlaubsindikator für 2013 sei so hoch wie nie. Er setzt sich aus Angaben von über 7.500 Befragten zu ihrer finanziellen Situation, der Lust und der Zeit zu Reisen sowie ihren Gedanken über eine Reise zusammen. Soziale Schere bei Reisen 24 Prozent der Befragten hätten mehr Reisen als im Vorjahr geplant. 17 Prozent gaben an, dass sie weniger Reisen wollen. Dabei geht die Schere zwischen hohen und niedrigen Einkommen deutlich auseinander. 2012 reisten 26 Prozent der Deutschen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen bis zu 1.500 Euro weniger, bei Haushaltseinkommen über 4.000 Euro waren es lediglich 19 Prozent. „Insgesamt gibt es bei den Urlaubern wachsende Ansprüche“, sagte Lohmann. Der nächste Urlaub müsse immer besser sein als der vorherige. Deswegen hielten sich Urlauber immer mehrere Optionen offen. Klassiker blieben der Strandurlaub sowie Natur- und Familienreisen. Als Trends machte der Experte für das laufende Jahr Kreuzfahrten, Radreisen und Wellnessurlaub aus. Gerade der anhaltende Kreuzfahrtboom überrascht nach dem Unglück der „Costa Concordia“, die vor einem Jahr vor der italienischen Küste verunglückt war. Laut Bleinroth werden in diesem Segment dennoch hohe einstellige Zuwächse erwartet, nach zweistelligen Zuwächsen 2012. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Ökonomen erwarten rasche Aufhellung der deutschen Konjunktur

Ökonomen erwarten rasche Aufhellung der deutschen Konjunktur Berlin (dapd). Deutschlands Wirtschaft wird aus Sicht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) trotz des Dämpfers durch die europäische Krise schnell wieder an Fahrt gewinnen. „Die gebremste Dynamik hält nicht lange an“, erklärte das DIW am Mittwoch in Berlin. Schon in diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt um 0,9 Prozent zulegen. 2014 sei ein Plus von mehr als zwei Prozent möglich. Dabei erwarten die DIW-Ökonomen für 2013 eine steigende Nachfrage nach deutschen Exportgütern im Zuge einer anziehenden Weltkonjunktur sowie einen wachsenden privaten Konsum durch die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt. Für 2012 rechnet das Institut wegen der schwachen zweiten Jahreshälfte mit einem Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung von 0,8 Prozent. Seine Zuversicht für 2013 und 2014 schöpft das DIW aus der Robustheit der deutschen Wirtschaft. „Die wirtschaftliche Entwicklung ist in Deutschland noch immer erheblich kräftiger als im Rest der Währungsunion, obwohl die derzeit schwache Nachfrage aus Nachbarländern wie Frankreich und den Niederlanden die deutsche Wirtschaft belastet“, sagte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Migranten verdienen laut Studie oft weniger als deutsche Kollegen

Migranten verdienen laut Studie oft weniger als deutsche Kollegen Nürnberg (dapd). Migranten verdienen bei ihrem Eintritt in den deutschen Arbeitsmarkt zunächst oft deutlich weniger als ihre deutschen Kollegen. Ihr Durchschnittslohn betrage nur etwa 64 Prozent des deutschen Niveaus, erklärte das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Mittwoch. Acht Jahre später habe sich ihr Lohnniveau dann auf 72 Prozent erhöht. Die in der Studie errechnete Lohndifferenz wird zum Teil damit erklärt, dass die deutsche Vergleichsgruppe besser qualifiziert und sechs Jahre älter war. Ein weiterer Grund ist laut IAB, dass die Qualifikationen ausländischer Arbeitnehmer häufig nicht zu den deutschen Anforderungen passten. Hinzu komme, dass sich Migranten wegen ihrer zunächst schlechten Deutschkenntnisse auf Stellen mit niedrigeren Anforderungen bewerben. Außerdem sei es für Arbeitgeber schwierig, die Eignung ausländischer Bewerber richtig zu beurteilen. Im Laufe der Jahre hätten die Migranten dann die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten durch „Training on the Job“ zu erweitern und an deutsche Anforderungsprofile anzupassen. Zudem verbesserten sich ihre Deutschkenntnisse, so dass sie auf besser bezahlte Stellen wechseln könnten. Zu den Lohnanpassungen stellten die IAB-Forscher fest, dass Migranten aus Ungarn oder Tschechien schon zum Zeitpunkt des Eintritts in den deutschen Arbeitsmarkt relativ gut bezahlt würden und in den Folgejahren noch besser verdienten als zum Beispiel Türken oder Menschen aus dem ehemaligen Jugoslawien. Die Bezahlung von Mitarbeitern aus Österreich, den Niederlanden, Großbritannien und den USA liege häufig schon bei deren Markteintritt über den deutschen Durchschnittslöhnen, weil sie als gesuchte Spezialisten nach Deutschland gekommen seien. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Sparkassen rechnen mit anhaltend hohem Interesse an Immobilien

Sparkassen rechnen mit anhaltend hohem Interesse an Immobilien Berlin (dapd). Die Sparkassen rechnen im neuen Jahr mit einer anhaltend regen Nachfrage nach Immobilien in Deutschland. „Auch wenn sich die deutsche Wirtschaft abkühlt, wird das Interesse an Immobilien hoch bleiben“, sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, dem Berliner „Tagesspiegel“ (Montagausgabe) laut einem Vorabbericht. Auch die internationalen Anleger wüssten den deutschen Markt 2013 wegen seiner zentralen Lage und Größe zu schätzen. Zugleich warnte Fahrenschon vor Übertreibungen: In einzelnen städtischen Regionen gebe es „Überhitzungen“. Dort gelte es, „genau zu prüfen, ob die Preise noch realistisch sind“. In deutschen Ballungszentren, wo internationale Investoren engagiert seien, „liegen die Immobilienpreise teilweise am oberen Rand“, gab Fahrenschon zu bedenken. Eine gefährliche Spekulation sieht der DSGV-Präsident aber nicht. „Von einer nationalen Immobilienblase zu sprechen, halte ich derzeit nicht für richtig.“ dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Linkspartei will Deutsche-Bank-Chef Fitschen im Bundestag vorladen

Linkspartei will Deutsche-Bank-Chef Fitschen im Bundestag vorladen Düsseldorf (dapd). Die Vize-Chefin der Linksfraktion im Bundestag, Sahra Wagenknecht, fordert, dass der Co-Vorstandschef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen den Abgeordneten Rede und Antwort steht. „Ich bin dafür, dass wir Herrn Fitschen im Bundestag vorladen. Ich schließe auch einen Untersuchungsausschuss nicht aus“, sagte Wagenknecht der „Rheinischen Post“. Sie habe „den begründeten Verdacht, dass die breite Masse der Abgeordneten mehr als einmal mit falschen Fakten und Versprechen erpresst wurde“. Fitschen steht massiv in der Kritik seit öffentlich wurde, dass er sich bei Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) über eine Razzia mit 500 Ermittlern bei der Deutschen Bank vergangene Woche beschwert hatte. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Bankenverband hält an Fitschen fest

Bankenverband hält an Fitschen fest Frankfurt/Main (dapd). Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) stärkt dem Co-Vorstandschef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, nach dessen umstrittenem Anruf beim hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) den Rücken. „Fitschen ist der Richtige an der Spitze des Verbandes“, sagte der scheidende BdB-Präsident Andreas Schmitz der „Süddeutschen Zeitung“ über seinen designierten Nachfolger. Zuvor hatte der rheinland-pfälzische Finanzminister Carsten Kühl (SPD) Fitschen einen Verzicht auf das Präsidentenamt nahegelegt. Ähnlich äußerte sich der schleswig-holsteinische SPD-Vorsitzende Ralf Stegner. „Dass der Chef der Deutschen Bank sich so eben mal beim hessischen Ministerpräsidenten beschwert, weil die Staatsanwaltschaft ihre Arbeit tut, ohne Herrn Fitschen vorher um Erlaubnis gebeten zu haben, zeigt ein merkwürdiges Rechtsstaatsverständnis“, sagte Stegner „Handelsblatt Online“. Fitschen steht massiv in der Kritik, seitdem öffentlich wurde, dass er sich bei Bouffier über eine Razzia mit 500 Ermittlern bei der Deutschen Bank in der vergangenen Woche beschwerte. In einem Telefonat hatte er dem Ministerpräsidenten gesagt, die Bilder von schwer bewaffneten Polizisten schadeten dem Ansehen der Bank. Bouffier zeigte sich aber unbeeindruckt und erwiderte, das Vorgehen sei Sache der Staatsanwaltschaft. Derzeit ermitteln die Behörden gegen Mitarbeiter der Deutschen Bank, die in einen großen Fall von Umsatzsteuerbetrug verstrickt sein sollen. Insgesamt 25 Banker stehen unter Verdacht, vier davon sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Ein erfahrener Krisenexperte rät unterdessen von der Kündigung der betroffenen Mitarbeiter ab. „Jemanden als Sofortreaktion rauszuschmeißen, ist fast immer falsch“, sagte der Geschäftsführer der auf Krisenkommunikation spezialisierten Unternehmensberatung Crisadvice, Peter Höbel, im dapd-Interview. „Das ist oft ein Reflex, um die Öffentlichkeit zu befriedigen. Sie lösen damit aber kein Problem.“ Der Konzern solle verdächtige Mitarbeiter besser suspendieren, um den Zugriff auf sie nicht zu verlieren. Außerdem riskiere ein Unternehmen mit einem Rausschmiss auch immer, einen unwillkommenen Nebenkriegsschauplatz zu eröffnen, wenn dann der Gekündigte vors Arbeitsgericht gehe. dapd (Wirtschaft/Wirtschaft)

Gauck besucht deutsche Soldaten in Afghanistan

Gauck besucht deutsche Soldaten in Afghanistan Masar-i-Scharif (dapd). Eine Woche vor Weihnachten ist Bundespräsident Joachim Gauck am Montag überraschend in Afghanistan eingetroffen. Mit dem Besuch will Gauck den dort stationierten deutschen Soldaten seine und die Unterstützung des ganz Landes deutlich machen. Der Bundespräsident wird von seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt begleitet. Gauck landete ebenso wie kürzlich Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) mit einer deutschen Regierungsmaschine direkt auf dem internationalen Flughafen von Masar-i-Scharif. Früher waren solche Reisen mit einem geschützten Transportflugzeug der Bundeswehr von Usbekistan aus erfolgt. Der Besuch Gaucks findet unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen statt und wurde erst nach Ankunft des Staatsoberhauptes öffentlich bekannt gemacht. Derzeit sind rund 4.500 deutsche Soldaten im Afghanistan-Einsatz. dapd (Politik/Politik)

Züge einer kriminellen Vereinigung

Züge einer kriminellen Vereinigung Berlin (dapd). Nach der Steuerrazzia bei der Deutschen Bank hat sich die Linksfraktion für die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses ausgesprochen. „Wir sollten eine parlamentarische Anhörung zu den Machenschaften der Deutschen Bank durchführen und dann über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses entscheiden“, sagte Fraktionsvize Sahra Wagenknecht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Aus ihrer Sicht spreche alles dafür. Es werde immer klarer, „dass die Deutsche Bank Züge einer kriminellen Vereinigung trägt“, sagte sie. „Ob Steuerflucht, Zinsbetrug oder Bankenrettung, immer mischt die Deutsche Bank mit, immer zulasten der Steuerzahler und Privatkunden“, kritisierte die Linke-Politikerin. Die Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main und mehrere Büros waren in der vergangenen Woche von Ermittlern durchsucht worden. Die Behörden untersuchen eine millionenschwere Steuerhinterziehung beim Handel mit CO2-Emissionszertifikaten. dapd (Politik/Politik)

Bild : 50 Prozent der Deutschen wären lieber tot als ein Pflegefall

Bild : 50 Prozent der Deutschen wären lieber tot als ein Pflegefall Berlin (dapd). Lieber tot als ein Pflegefall: Dem stimmt die Hälfte der Deutschen zu, wie aus einer am Mittwoch auf „bild.de“ veröffentlichten repräsentativen Infratest-Umfrage im Auftrag der Deutschen Hospiz Stiftung hervorgeht. Danach würden 52 Prozent der befragten Frauen lieber den begleiteten Freitod wählen, wenn sie in einem Jahr pflegebedürftig werden. Bei den Männern sind es der Erhebung zufolge 48 Prozent. Auf ihrer Homepage gibt die Stiftung an, bei der Frage sei der Grad der Pflegebedürftigkeit und die Schwere der Erkrankung „ganz bewusst offen“ gelassen worden. Am Nachmittag beschäftigt sich der Rechtsausschuss des Bundestages in einer öffentlichen Anhörung mit dem umstrittenen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Sterbehilfe. Den Abgeordneten stehen unter anderen Experten der Bundesärztekammer, des Deutschen Anwaltvereins und der Deutschen Hospiz Stiftung Rede und Antwort. Der Gesetzentwurf aus dem FDP-geführten Justizministerium sieht vor, die gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe zu stellen. Angehörige und nahestehende Personen, die beispielsweise einen Sterbewilligen zum Suizid ins Ausland begleiten, machen sich hingegen nicht strafbar. In der Union mehrten sich jüngst die Forderungen, ein Verbot von jeder Form der organisierten Förderung der Sterbehilfe zu prüfen. Dafür plädieren auch die beiden großen Kirchen. Das Meinungsforschungsinstitut TNS Infratest befragte am 5. und 6. Dezember 2012 1003 Personen. (Der Gesetzentwurf der Bundesregierung: http://url.dapd.de/LQ64jg ) dapd (Politik/Politik)