Bild von Alexandra_Koch auf Pixabay
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Gastronomen im Kreis Steinfurt stark von der Corona-Pandemie betroffen

Die aktuelle Situation vieler Gastronomiebetriebe ist aufgrund der durch Corona bedingten Einschränkungen noch immer außerordentlich schwierig. Die Sonderauswertung einer bundesweiten Studie des Instituts für Geographie der Universität Osnabrück für den Kreis Steinfurt zeigte Vertretern der WESt – Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft Steinfurt mbH sowie der EWG – Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Rheine mbH nun das genaue Ausmaß der Folgen auf.

An der unter Leitung von Prof. Dr. Martin Franz durchgeführten Studie nahmen insgesamt 63 Gastronomiebetriebe aus dem gesamten Kreisgebiet teil. Die Studie zeigt: Restaurants und Gaststätten haben zwar wieder geöffnet, die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe im Kreis bleibt jedoch stark angespannt. Die Befragten gaben an, dass es im April zu einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von 88% im Vergleich zum April 2019 gekommen ist. Dieser Rückgang hatte zur Folge, dass sich 60% der Gastronominnen und Gastronomen im privaten Bereich stark einschränken mussten, um finanziell über die Runden zu kommen.

Zwar haben zum Zeitpunkt der Befragung etwa 82% der gastronomischen Betriebe staatliche Corona-Hilfen und/oder Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen. „Viele Gastronomiebetriebe blicken dennoch wenig optimistisch in die Zukunft. Im Kreis Steinfurt sehen 65% der Befragten die Zukunft ihres Betriebes gefährdet – ein Anteil, welcher deutlich über dem bundesdeutschen Durchschnitt liegt“, erläutert Dr. Thomas Neise vom Institut für Geographie.

„Vor dem Hintergrund der Untersuchungsergebnisse sollten Kommunen bei der Stadtentwicklung zukünftig auch das Thema Gastronomie stärker mitdenken. Da eine massive Schließungswelle droht, sollten Kommunen an Strategien zur Unterstützung der lokalen Gastronomie durch konkrete Maßnahmen arbeiten und dabei vor allem auch kleine und inhabergeführte Betriebe unterstützen“, so Prof. Dr. Martin Franz. Maßnahmen wie die Ausdehnung der Außengastronomiebereiche könnten als Unterstützung in Betracht gezogen werden, um den Betrieben zu helfen.

Die Vertreter von WESt und EWG bedankten sich bei der Arbeitsgruppe von Prof. Martin Franz für die vertiefenden Einblicke und sagten zu, die Ergebnisse und Empfehlungen in die zukünftige Wirtschaftsförderungsarbeit einfließen zu lassen. Bereits in einem für Ende Oktober terminierten Gespräch mit Branchenvertretern zu diesem Thema könnten die Untersuchungsergebnisse wichtige Impulse und Ideen für weitere Maßnahmen zur Stärkung der Gastronomie bzw. der Innenstadt liefern.

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