Lenze Digital Hub Industry_05.07.2022 (Foto: Jens_Lehmkühler)
Lenze Digital Hub Industry_05.07.2022 (Foto: Jens_Lehmkühler)

Digital Hub Industry: Gemeinsam das Potential der Digitalisierung erschließen

Neues Innovationszentrum für die digitale Transformation in der Industrie eröffnet

Die lebendige Form der Innovation: so lautet das Motto des Bremer Digital Hub Industry (DHI), der gestern (5. Juli 2022) feierlich eröffnet wurde. Der Ideen- und Experimentierraum mit industriellem Schwerpunkt entstand im Schulterschluss zwischen dem Bremer Senat, der Universität Bremen, der Lenze SE und encoway GmbH, einem Tochterunternehmen des Hamelner Automatisierungsspezialisten.

Im Technologiepark in unmittelbarer Nähe zur Universität ist nach nur eineinhalb Jahren Bauzeit ein einzigartiges Innovations-Ökosystem entstanden, das auf den Einsatz digitaler Technologien und vor allem auf Transfer und Kollaboration ausgelegt ist. Der vom Land Bremen geförderte Hub soll vor allem mittelständischen Industrieunternehmen die zwingend notwendige digitale Transformation ermöglichen und ein Testareal für Innovationen sowie neue Geschäftsmodelle sein.


Insbesondere kleine und mittelgroße Industrieunternehmen (KMU) stehen angesichts eines immer volatiler werdenden Umfelds vor großen Herausforderungen. Sie müssen ihr Tagesgeschäft erfolgreich erledigen und gleichzeitig Innovationen entwickeln, die den Geschäftserfolg der Zukunft absichern. Die Digitalisierung bietet hierfür ein enormes Potential. Die Frage ist jedoch, wie die Unternehmen die digitale Transformation allein, ohne ausreichendes (digitales) Know-how, mit sehr begrenzten Ressourcen schnell und wertschöpfend umsetzen sollen. Die Antwort lautet: Gar nicht ALLEIN. „In unserer technologisch wie organisatorisch komplexen Welt können wir in Zukunft nur über Kollaboration erfolgreich sein. Gerade für uns in Deutschland Lenze Presseinformation „Digital Hub Industry: Gemeinsam das Potential der Digitalisierung erschließen“ und Europa gilt: Erfolg ist mehr und mehr eine Frage der intelligenten Zusammenarbeit“, fasst Lenze-CEO Christian Wendler die Motivation hinter dem Projekt zusammen. Er führt in seiner Eröffnungsrede weiter aus: „Unsere Mission bei Lenze ist es, gerade die KMUs, unsere mittelständischen Kunden bei der digitalen Transformation kompetent zu begleiten und ihnen ein Ökosystem für diesen wertvollen Austausch anzubieten. Der Digital Hub Industry bietet dafür hervorragende Voraussetzungen und ein außerordentlich kreatives Umfeld.“


Die Grundidee des DHI ist, einen Ort für den Austausch zwischen Unternehmen und Forschungsbereichen der Universität und Hochschulen zu schaffen. Auf der einen Seite liefern die Unternehmen wie Lenze ihr industrielles Know-how und bringen ihre digitalen Herausforderungen und aktuellen Problemstellungen als konkrete Untersuchungsobjekte für Forschungsvorhaben ein. Auf der anderen Seite profitieren die Unternehmen von den Forschungsergebnissen und können diese in neue digitale Produkte, Dienste oder Geschäftsmodelle transformieren.

Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa hob in ihrem Grußwort die Bedeutung des Digital Hub Industry für das Land Bremen hervor:
„Insbesondere mittelständische Unternehmen und Startups werden durch bedarfsorientierte und praxisnahe Angebote auf ihrem Weg in die Digitalisierung unterstützt und gestärkt. Der Digital Hub Industry steigert so die Attraktivität unseres Standortes nachhaltig, er schafft neue Arbeitsplätze und sichert bestehende.“


Herzstück des Hubs im Neubau Neos mit seinen ca. 16.000 m² Büro-, Labor- und Eventflächen ist ein Open Innovation Lab mit Coworking- und Maker Spaces, vielfältigen Laborflächen und einer großen Veranstaltungsfläche. Hier können etablierte Industrieunternehmen gezielt miteinander, mit Wissenschaftlern der Universität oder mit Start-Ups und „digitalen“ Talenten kooperieren. In Zeiten von Fachkräftemangel bietet der Digital Hub Industry einen weiteren Vorteil, denn durch die unmittelbare Nähe zur Universität Bremen schafft er einen einfachen Zugang zu Fachkräften, Talenten und Innovatoren.

Testimonials:
Christian Wendler, Vorstandsvorsitzender (CEO) der Lenze SE:
„Ich bin davon überzeugt, dass die Digitalisierung ein enormes Potential für Industrieunternehmen bietet. Gleichzeitig glaube ich daran, dass die damit verbundenen Herausforderungen nur gemeinsam und kooperativ zu meistern sind. Deshalb freue ich mich sehr über die Gründung des Digital Hub Industry in Bremen, der genau darauf abzielt: Gemeinsam das Potential der Digitalisierung erschließen. Für unsere Kunden werden wir als Partner für umfassende Automatisierungs- und Digitalisierungslösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette noch attraktiver.“
Christoph Ranze, Gründer der encoway, Verantwortlicher für Lenzes
Digitalgeschäft und Ideengeber für den Digital Hub Industry:

„Als Impulsgeber für dieses Traum-Projekt freuen wir uns bei encoway und Lenze besonders über die neue Heimat für unser wachsendes Team. Wir vergrößern unser Digital- und Innovationslabor für Industrie 4.0, das DOCK.ONE, und schaffen durch die Einbindung in den DHI einen extrem attraktiven Schmelztiegel für Innovation und Zusammenarbeit. Der Clou daran: Wir laden unsere Kunden ein, Teil dieses Innovations-Ökosystems zu werden. Ob CPQ, IIoT oder Künstliche Intelligenz – das Know-how unseres Hub Netzwerkes ist schon jetzt beeindruckend. Ich bin sicher, dass wir mit dieser neuen Form der zukunftsgerichteten Kooperation Strahlkraft weit über die Landesgrenzen erzielen werden.“
Kristina Vogt, Bremer Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa:
„Mit dem Digital Hub Industry haben wir ein Leuchtturmprojekt, das neue Maßstäbe in der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft setzt und dadurch den Standort Bremen und seine vielen kleinen, mittleren und großen Unternehmen sowie unsere Wissenschaft nachhaltig stärkt.“
Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter, Rektor der Universität Bremen:
„Als Drittmittel- und Forschungs-starke Universität bieten wir ein exzellentes Umfeld für erfolgreiche Kooperationsprojekte. Der Digital Hub passt mit seiner Ausrichtung hervorragend zum fachlichen Profil vieler unserer technischen Studiengänge und zu unserer Transferstrategie insgesamt. Von der Zusammenarbeit werden alle Seiten profitieren. Forschende werden neue Aufgabenstellungen und Anregungen aus der Praxis bekommen, Studierende können sich früh mit den Anforderungen der Fachpraxis auseinandersetzen und Unternehmen profitieren vom Zugang zu Know-how und Fachkräften.“

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WIR Redaktion

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