Kreis Lippe erhält Bundesförderung für Flüchtlingspolitik

50.000 Euro Bundesförderung für Flüchtlingspolitik bekommt der Kreis
Begleitung von Flüchtlingsfamilien in der Bildung. (Foto: Free-Photos/ pixabay)

Kreis Lippe. Bildung ist der Schlüssel zur Integration. Um geflüchtete Familien dabei zu unterstützen, sich mit dem deutschen Bildungssystem vertraut zu machen, hat sich der Kreis Lippe für das Modelprogramm „Starke Netzwerke: Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ beworben. Jetzt kam die Zusage des Bundes. Insgesamt 50.000 Euro Bundesförderung für seine Flüchtlingspolitik in diesem Bereich bekommt der Kreis zur Umsetzung.

„Es freut mich, dass wir uns als einer der wenigen Bewerber aus dem ländlichen Raum durchsetzen konnten. Ein Grund hierfür ist sicherlich, dass wir hier schon gute Strukturen vorweisen können. Das neue Projekt ergänzt nämlich bereits bestehende Initiativen, wie der Rucksack-Kita. Die Förderung unterstützt uns bei unserem Ziel, bei der Integration möglichst früh und interdisziplinär anzusetzen“, erklärt Landrat Dr. Axel Lehmann.

Im Rahmen des Programms unterstützen Elternbegleiter auch geflüchtete Familien im Alltag. Die speziell ausgebildeten Helfer beraten die Eltern bei Bildungs- und Erziehungsfragen und klären sie über verschiedene Angebote für Kindergarten- und Schulkinder auf. Teilnehmende Familien erhalten so einen einfacheren Zugang zu Bildung und dem gesellschaftlichen Leben. Außerdem werden sie auf Behördengänge vorbereitet.

Damit die Hilfe auch dort ankommt, wo sie benötigt wird, arbeiten das Team „Familienfreundlicher Kreis“, das Kommunale Integrationszentrum (KI) und die Familienberatungsstelle des Kreises bei dem Projekt im Rahmen der Flüchtlingspolitik zusammen. Sie ermitteln Bedarfe und entwickeln niederschwellige Begleitungs- und Beratungsangebote. Von der Fördersumme soll zudem eine Koordinierungsstelle geschaffen werden.

„Die häufig mehrsprachigen Elternbegleiter können uns Kooperationspartnern direkt widerspiegeln, wo es noch Handlungsbedarf gibt und wo wir sie – falls nötig – mit interkulturellen Schulungen unterstützen können. Wir können so noch zielgerichteter reagieren“, so Alexandra Steeger, Leiterin des KI.

Der Prozess wird vom Bund begleitet. Bei mindestens zwei jährlichen Beratungen bekommen die Kooperationspartner Impulse für die Weiterentwicklung kommunaler Netzwerke oder eine effektivere Koordinierung. Der Kreis Lippe beteiligt sich zusätzlich mit 5000 Euro an dem Projekt.

www.kreis-lippe.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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