Spannende Entwicklungen auf Osnabrücker Hotelmarkt

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Osnabrück. Der niedersächsische Tourismus boomt weiterhin. Laut dem Martkdaten-Booklet des Tourismus Marketing Niedersachsen übertrifft das Bundesland mit circa 43,5 Millionen Übernachtungen das vierte Mal in Folge die Zahlen vom Vorjahr. Im bundesweiten Vergleich liegt Niedersachsen damit auf Platz 4 hinter Nordrhein-Westfalen (51,5 Mio Übernachtungen), Baden-Württemberg (52,9 Mio) und Bayern (94,4 Mio). Auch Osnabrück kann sich über einen Zuwachs von 2,6 % auf 482.606 Übernachtungen freuen. Davon könnte der Osnabrücker Hotelmarkt profitieren – wenn dort nicht ein neues Hotel nach dem anderen entstehen würde.

Bundesweiter Hotelmarkt boomt

Der deutsche Hotelmarkt boomt – mit rund 459,5 Millionen Übernachtungen wurden rund 2,7 % mehr als im Vorjahr verbucht. Das rührt zum einen daher, dass Deutschland sich als Reiseland mehr und mehr etabliert, aber auch mit ihren Tagungs- und Kongressstandort punktet die Bundesrepublik. 2017 haben außerdem einige Städte die Millionengrenze geknackt. Neben Potsdam und Garmisch-Partenkirchen übernachteten auch in Kassel im documenta-Jahr eine Million Besucher.

Die Weltkunstausstellung sorgt alle fünf Jahre für Ausnahmezustände bei den Besucherstatistiken – Kassel ist vorbereitet. Schon seit einigen Jahren gibt es unter anderem das Wyndham Garden Hotel Kassel in der Heiligenröder Straße, seit 2017 können Gäste außerdem im ersten Hostel Kassels im Stadtteil Bettenhausen nächtigen, und für 2019 ist die Eröffnung eines dreistöckigen Hotels am Speeler Weg geplant. Der Trend zum Aufstocken der Betten zeigt sich auch im Rest der Bundesrepublik. Für die nächsten drei Jahre sind 695 Neu-, Um- und Ausbauten geplant – das wären 99.843 zusätzliche Hotelzimmer in Deutschland.

Neue Hotels in Osnabrück

Auch in Osnabrück wird fleißig gebaut. Denn sollten die Übernachtungszahlen weiter steigen, brauchen die Gäste ausreichend Unterkunftsmöglichkeiten. Der Zuwachs lässt sich unter anderem durch die boomende Wirtschaft in Osnabrück erklären. Von den Reisenden sind immerhin 80 % Geschäftskunden, die in der Stadt übernachten. Der Tourismus macht zwar nur einen kleinen Teil der Übernachtungszahlen aus, doch Potenzial vor allem durch ausländische Urlauber ist in jedem Fall gegeben. Des Weiteren hat Osnabrück im Online-Marketing stark aufgeholt.

In der Stadt entstehen überall neue Hotels. Anfang des Jahres wurden unter anderem drei neue Unterkünfte an der Hamburger Straße, am Bahnhof und an der Stadthalle eröffnet. Ein weiteres Hotel am Alando-Palais soll im Herbst dieses Jahres eröffnet werden und zwei weitere sind am Neumarkt geplant. In den kommenden zwei Jahren wird ein Wachstum an Hotelunterkünften von rund 27 % erwartet. Was bei den steigenden Besucherzahlen erst einmal logisch scheint, macht dem Stadtmarketing Osnabrück jedoch große Sorgen. Noch wirken sich die neuen Übernachtungsmöglichkeiten nicht negativ aus, doch das Stadtmarketing fühlt sich unter Druck gesetzt, die Hotelzimmer in Zukunft voll zu bekommen.

Angst vor verhängnisvollem Hotel-Wettbewerb

Die jährlich steigenden Übernachtungszahlen in Osnabrück sprechen zwar für die Hotelneueröffnungen, dennoch befürchten vor allem Betreiber kleiner Hoteliers einen Rückgang ihrer Übernachtungszahlen, weil sie mit den großen Hotelketten nicht mithalten können. Denn Übernachtungsgäste werden eine so große Auswahl in Osnabrück haben wie nie zuvor. Bis zu 1.750 Hotelzimmer soll es geben – mit Campingplätzen, Pensionen und privaten Wohnungen, die auf der Plattform Airbnb vermietet werden, steigt die Zahl in den nächsten zwei Jahren auf mindestens 3.570 Unterkünfte. Um im Hotelwettbewerb mithalten zu können, müssten dann viele Zimmer zu Billigtarifen angeboten werden – inhabergeführte Hotels haben dann schlechte Karten.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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