Eröffneten gemeinsam das ViSiB-Sommerfest: ViSiB-Vorsitzender Michael W. Böllhoff (6.v.l.), Vizepräsident für Internationales und Digitalisierung der FH Bielefeld Prof. Dr. Ulrich Schäfermeier (8.v.l.) mit internationalen geflüchteten Studierenden aus der Ukraine. (Foto: Nicole Schnathmann/FH Bielefeld)
Eröffneten gemeinsam das ViSiB-Sommerfest: ViSiB-Vorsitzender Michael W. Böllhoff (6.v.l.), Vizepräsident für Internationales und Digitalisierung der FH Bielefeld Prof. Dr. Ulrich Schäfermeier (8.v.l.) mit internationalen geflüchteten Studierenden aus der Ukraine. (Foto: Nicole Schnathmann/FH Bielefeld)

Geflüchtete Studierende aus der Ukraine im Fokus

Sommerfest des Vereins zur Förderung internationaler Studierender in Bielefeld (ViSiB) – „Get together“ und Vorstellung des breiten Unterstützungsangebots in einem

Bielefeld (fhb) – Mit einem abwechslungsreichen Programm feierte der Verein zur Förderung internationaler Studierender in Bielefeld (ViSiB) am vergangenen Donnerstag sein erstes Sommerfest nach einer langen „Coronadurststrecke“ im Konferenzbereich der Fachhochschule (FH) Bielefeld. Nach der Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden Michael W. Böllhoff, geschäftsführender Gesellschafter der Böllhoff Gruppe, stellten Studierende in mehreren Impulsvorträgen das „Study On, Ukraine!“-Programm der Fachhochschule Bielefeld vor. An dem Programm nehmen 58 geflüchtete Studierende aus der Ukraine teil. Sie werden nicht nur mit Deutschkursen versorgt, sondern können auch sofort FH-Lehrveranstaltungen besuchen, die ihnen Punkte für ihr Studium bringen. Zusätzlich gehört eine ganze Palette von lebenspraktischen Unterstützungen, organisiert vom International Office der FH, zum Welcome-Semester.

Viele geflüchtete Studierende aus der Ukraine stammen aus Drittländern

Sechs internationale Studierende aus der Ukraine, die derzeit an der Universität Bielefeld und der FH Bielefeld studieren, machten die Situation der Geflüchteten durch kurze Präsentationen auf dem Sommerfest weiter anschaulich. Sie berichteten über ihre Lebens- und Studiensituation und ihre Ziele in Bielefeld. Deutlich wurde dabei unter anderem, dass zahlreiche geflüchtete Studierende aus der Ukraine aus Drittländern wie beispielsweise Ghana stammen, hier „gestrandet“ sind und ohne das Programm auch aufenthaltsrechtlich in einer extrem prekären Situation wären, sodass sie ihr Studium nicht fortsetzen könnten.

Michael W. Böllhoff: „Förderung der wichtigen Integration seit über 30 Jahren“

Michael W. Böllhoff, ViSiB-Vorsitzender und geschäftsführender Gesellschafter der Böllhoff Gruppe: „Wie wertvoll und wichtig die Integration internationaler Studierender ist, zeigt sich in unserer Vereinsarbeit seit über 30 Jahren. Wir bieten kontinuierlich finanzielle Hilfen über verschiedene Firmen an. Aber wir nehmen die Studierenden auch an die Hand, um ihnen im Leben und bei der Integration zu helfen. Besonders wichtig ist das gerade jetzt, wo pandemiebetroffen und durch andere Krisen viele Sicherheiten und Strukturen für ausländische Studierende wegbrechen. Das „Study on, Ukraine!“-Programm der FH ist daher ein richtig gutes Unterstützungsangebot.“

Prof‘in Dr. Angelika Epple, stellvertretende ViSiB-Vorsitzende und Prorektorin für Forschung und Internationales der Universität Bielefeld: „Ob Unterstützung beim Ankommen in Bielefeld, beim Networking zu Bielefelder*innen oder beim Bewältigen von Herausforderungen im Studium und im Alltag – das ViSiB-Programm leistet niedrigschwellige Hilfe und damit einen wichtigen Beitrag, um internationale Studierende bei uns zu fördern.“

Prof. Dr. Ulrich Schäfermeier, Mitglied des ViSiB-Vorstandes und Vizepräsident für Internationales und Digitalisierung der FH Bielefeld: „Der Verein bietet internationalen Studierenden der Fachhochschule und der Universität schnelle und unbürokratische Hilfe, insbesondere in Notlagen. Für die Spenden, Beiträge und Patenschaften von Privatpersonen, Unternehmen und Vereinen bedanke ich mich ganz herzlich!“

Der ViSiB unterstützt finanziell und vermittelt soziale Kontakte

Das ViSiB-Sommerfest findet traditionell nach einer Vorstandssitzung und der jährlichen Mitgliederversammlung statt. Seit 1985 unterstützt der ViSiB internationale Studierende der FH und der Universität sowie Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in Bielefeld. Der Verein vergibt in Kooperation mit den International Offices der FH und der Universität Bielefeld Stipendien. Diese finanziert der Verein über eigene Mittel, aufgestockt durch Gelder des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) aus dem Matching Funds Programm. Erst Anfang des Jahres wurden die diesjährigen ViSiB-Preise vergeben an Elena Eremeeva aus Russland, die an der FH Bielefeld Soziale Arbeit studiert, und Luis Fernando Alpuche Amezcua aus Mexiko, der an der Universität Bielefeld InterAmerican Studies studiert.

Der ViSiB unterstützt internationale Studierende allerdings nicht nur finanziell, sondern vermittelt auch Kontakte und organisiert (inter)kulturelle Veranstaltungen – ganz gleich, ob es um Wohnungsfragen oder das Leben in der neuen Umgebung geht.

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WIR Redaktion

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