Erläuterten im Ratssitzungssaal die Hintergründe zum neuen Osnabrücker Startup Accelerator OHA: WFO-Geschäftsführer Ralf Minning, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, OHA-Beirat Dr. Erik Beeke und OHA-Gesellschafter und –Geschäftsführer Jan-Felix Simon. Foto: WFO / Ingmar Bojes
Erläuterten im Ratssitzungssaal die Hintergründe zum neuen Osnabrücker Startup Accelerator OHA: WFO-Geschäftsführer Ralf Minning, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, OHA-Beirat Dr. Erik Beeke und OHA-Gesellschafter und –Geschäftsführer Jan-Felix Simon. Foto: WFO / Ingmar Bojes

Neuer Startup Accelerator für den Gesundheitsmarkt startet

­­­­­„Mit diesem Leuchtturmprojekt stellen wir wichtige Weichen für die Positionierung Osnabrücks auf dem immer bedeutender werdenden Gesundheitsmarkt“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. Gemeint ist der neue Startup Accelerator für das Gesundheitswesen mit Sitz in Osnabrück, für den in dieser Woche der Startschuss fiel. Am Donnerstag war im Vienna House Hotel Remarque in Osnabrück die Beteiligungsgesellschaft für das Projekt gegründet worden, das die WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück initiiert hatte und das unter ihrer Federführung betrieben werden soll. Das neue Startupzentrum wird den Namen OHA Osnabrück Healthcare Accelerator tragen.

Ähnlich dem bereits seit drei Jahren erfolgreich im Osnabrücker Wissenschaftspark wirkenden Accelerator Seedhouse sollen in dem neuen Programm Startups aus der Gesundheitswirtschaft gefördert und mit der Osnabrücker Wirtschaft vernetzt werden. Der Oberbürgermeister sieht dafür beste Voraussetzungen in der Friedensstadt: „Mehr als 2.500 Studierende besuchen einen der über 20 gesundheitsbezogenen Studiengängen an Universität und Hochschule. Hinzu kommen über 10.000 Praktiker bei Kliniken, Krankenkassen und weiteren Dienstleistern. Damit verfügen wir über eine hervorragende Ausgangsposition, um Osnabrück zur Modellregion Innovation in der Gesundheitsversorgung zu entwickeln“, sagt Griesert.

Umgesetzt wird der Accelerator als Public Private Partnership. Neben der Stadt Osnabrück, die jeweils 100.000 Euro für die kommenden fünf Jahre für das Projekt bewilligt hat, beteiligen sich rund 30 private Akteure, darunter Kliniken, Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, IT-Firmen und Strategieberatungen, inhaltlich und finanziell am Betrieb des Accelerators. Die Koordination übernimmt die Wirtschaftsförderung Osnabrück.

„Als Wirtschaftsstandort können wir stolz darauf sein, dass wir über Unternehmerinnen und Unternehmer verfügen, die nicht nur an den eigenen wirtschaftlichen Erfolg denken, sondern Stadt und Region stärken wollen“, meint Ralf Minning, Geschäftsführer der Osnabrücker Wirtschaftsförderung. In mehr als 200 Gesprächen haben er und seine Mitarbeitenden in den vergangenen Monaten die Grundlage für den Accelerator gelegt und eine breite Allianz für das Projekt geschmiedet. In enger Kooperation mit dem Landkreis Osnabrück reicht diese auch weit über die Stadtgrenzen hinaus und bezieht mehrere Unternehmen aus dem Landkreis ein.

Profitieren konnte die WFO dabei von den Erfahrungen mit dem Accelerator Seedhouse ebenso wie dem InnovationsCentrum Osnabrück (ICO), das seit fünf Jahren im Wissenschaftspark Osnabrück Startups eine Heimat und Unterstützung anbietet. Zahlreiche Startups haben inzwischen das ICO als erfolgreiche Unternehmen verlassen. Auf dieser Erfahrung baut die WFO den neuen Accelerator auf und kooperiert dabei unter anderem eng mit dem GesundheitsCampus von Universität und Hochschule Osnabrück.

„Die Geschichte der guten Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Osnabrück wird damit um ein wichtiges Kapitel reicher“, befindet auch Jan-Felix Simon, der am Donnerstag als Geschäftsführer der Beteiligungsgesellschaft bestellt wurde. „Wir versprechen uns von diesem Projekt viele neue Impulse für den Wirtschaftsraum Osnabrück. Dazu bringen wir neben dem wirtschaftlichen Knowhow auch Kapital in Höhe von mehr als 1,8 Millionen Euro in den Startup Accelerator ein“, unterstreicht Simon.

Vier Säulen sollen den neuen Accelerator ausmachen: Eine Healthcare StartUp!School soll Studierende schrittweise an unternehmerisches Denken und Handeln heranführen, ein StartUp! Support Program fördert vielversprechende Teams individuell und entwickelt sie weiter und ein Health Innovation Space macht die Versorgungsrealität virtuell erlebbar und unterstützt den kreativen Prozess. Die Health Innovation Projects sollen darüber hinaus den Austausch zwischen Startups und etablierten Unternehmen aus der Region fördern.

„Wir verbinden im Accelerator unternehmerischen Innovationsgeist mit der hohen Expertise in Wissenschaft und Praxis. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass das OHA und die dort geförderten Startups Stadt und Region nachhaltig bereichern werden”, sagt Dr. Erik Beeke, OHA-Beirat und geschäftsführender Gesellschafter von visualeins, einem Verbund von mehr als zehn augenärztlichen Fachpraxen in Niedersachsen und NRW.

Schon im Frühsommer sollen die beiden Startup-ManagerInnen, die das Projekt vor Ort betreuen werden, ihre Arbeit aufnehmen. Etwa ein halbes Jahr später werden die ersten Startups in den neuen Osnabrücker Accelerator einziehen. Wo genau er beheimatet sein wird, steht noch nicht fest. „Aber wir haben bereits mehrere hochattraktive Angebote“, versichert Minning.

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