Brand- und Arbeitsschutz im Batterie-Recycling

Eine „spannende“ Aufgabe für das Ingenieurbüro Schlattner: „Beim Brandschutz und beim Arbeitsschutz geht es nicht nur darum, verschiedenste gesetzliche Bestimmungen der einzelnen Bundesländer einzuhalten – auch die Anforderungen in den Betrieben sind höchst differenziert“, erklärt Dipl. Ing. Cornelius Schlattner vom Ingenieurbüro Schlattner. In enger Kooperation mit den Auftraggebern entwickeln die Osnabrücker individuelle Brandschutzkonzepte.

Ein Beispiel für eine kundenspezifische innovative Lösung zeigt die Konzeption für eine Anlage zum Recycling von Altbatterien bei der Hoppecke Batterien GmbH & Co. KG in Brilon. Da es sich um die erste Anlage dieser Art in Deutschland handelte, fehlten spezielle Erkenntnisse zum Brandschutz. Eine besondere Herausforderung: Die Akkumulatoren – von Autobatterien bis zu Notstromversorgungsanlagen – enthalten hohe Konzentrationen an stark ätzender Schwefelsäure.

Für die Erbauung der Wiederverwertungsanlage mit zehn Meter hoher Halle galt es, mehrere komplexe Aufgaben zu bewältigen: Auf Grund der aus den Altbatterien austretenden Schwefeldämpfe waren höchste Anforderungen an den Korrosionsschutz gestellt. Außerdem können durch das Lagern und Umschlagen der Batterien wassergefährdende Flüssigkeiten anfallen. Nicht nur der Recycling-Vorgang an sich, sondern auch geologische Einschränkungen waren zu berücksichtigen.

So erhielten die Betonwände auf ihrer Innenseite eine Auskleidung mit Thermoplastplatten. Im Bodenbereich mussten diese Auskleidungen zur Leckageüberwachung doppelwandig ausgeführt werden. Darüber hinaus wurden die Auskleidungen gegen mechanische Beschädigungen gesichert, die durch den Umschlag der Altbatterien entstehen können. Dazu erhielt die Bunkeranlage auf der Innenseite eine vollflächige Holzbohlenauskleidung.

Handelsübliche Rauch- und Flammenmelder sowie Gasansaugsysteme waren aufgrund der Säureaerosole nicht zweckdienlich. Mit einem linearen Brandschutzmeldesystem zur Brandfrüherkennung inklusive diversen Löscheinrichtungen komplettierte das Ingenieurbüro Schlattner die Konzeption.

www.schlattner.de

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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