Hausratversicherungen: Gefahrenreport und Schadenssummen

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Rund 52 Millionen Menschen in Deutschland leben 2018 in einem Haushalt, der über eine Hausratversicherung verfügt. Die Angst der Deutschen vor Einbruchdiebstahl, Feuerschäden sowie vor Sturm- und Hagelschäden ist groß. Statistiken zeigen aber, dass die Gefahren weniger Schäden verursachen und die ausgezahlten Schadenssummen sinken.

Die aktuellen Zahlen des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungsgesellschaft e. V. (GDV) zeigen, dass die Beitragseinnahmen der Verbandsmitglieder in den vergangenen Jahren gestiegen sind. 2017 lagen sie bei rund 3,1 Milliarden Euro. Der Beitragszuwachs von 2010 bis 2017 beläuft sich auf 460 Millionen Euro. Gleichzeitig sind die Auszahlungssummen für entstandene Schäden gesunken: 2017 wurden Leistungen in Höhe von 1,26 Milliarden Euro gezahlt – so wenig wie zuletzt im Jahr 2011. Grund dafür ist unter anderem der Rückgang der Einbruchdiebstähle. Seit 2015 hat sich deren Zahl auf bundesweit 116.000 reduziert. Zum Vergleich: 2015 gab es 167.000 Fälle. Laut Erfassung des Bundeskriminalamtes (BKA) gab es 2017 in Niedersachsen 13.595 Einbrüche, im Jahr davor waren es noch mehr als 16.000 Fälle.

Trotz allgemein sinkender Zahlen sollten Einwohner Niedersachsens vorsichtig sein. Das Bundesland verzeichnet eine der höchsten Einbruchsraten in Deutschland. Nur in den Stadtstaaten Bremen, Hamburg und Berlin ist sie höher. Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein liegen gleichauf.

Im Bereich Hausratsversicherung haben die Leistungszahlungen aufgrund von Diebstahlschäden immer noch den größten Anteil. 2017 wurden bundesweit allein durch die Versicherungen der GDV 490 Millionen Euro für Diebstahlfälle gezahlt. Dahinter kommen Feuerschäden mit 360 Millionen Euro und Schäden durch Leitungswasser in Höhe von 260 Millionen Euro.

Gefahrenreport zeigt Auffälligkeit

Aus Sicht der Versicherer geht es dem Markt für Hausratversicherungen gut. Auch die Leistungen einzelner Policen werden immer besser und kundenorientierter. Informiert ein Anbieter über seine Hausratversicherung, werden meist die Gefahren aufgezählt, gegen die man alle beweglichen Gegenstände in Haus und Wohnung absichern kann. In der Regel deckt eine moderne Police Schäden durch Leitungswasser, Feuer, Einbruch, Sturm und Hagel ab. Vor allem Naturgewalten machen den Deutschen in den vergangenen Jahren immer häufiger zu schaffen. Rund 70 Prozent aller Leistungszahlungen aufgrund von Naturgewalten entstehen durch Sturm und Hagel. 2017 verursachte das sogar 90 Prozent der Schäden. Rund 2,6 Milliarden Euro wurden in dem Jahr an Betroffene ausgezahlt. Unwetter wie der heftige Orkan Kyrill oder das Sturmtief Friederike sind keine zwar immer noch außergewöhnlich heftige, meteorologische Ereignisse, kommen immer häufiger vor. Laut Expertenmeinung gibt es regelmäßige Phasen, in denen Stürme häufiger und stärker auftreten. Momentan befindet sich Deutschland in solch einer Phase, weshalb sich Haus- und Wohnungsbesitzer absichern sollten.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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