Architekturreihe mit Prof. Günter Pfeifer

Im Rahmen der Architekturreihe „Lingen &Wohnen“ kommt Prof. Günter Pfeifer, Architekt und emeritierter Professor für Entwerfen, ins IT-Zentrum nach Lingen.
Die Wohnanlage Weeger Hof in Solingen (Foto: Claudius Pfeifer Berlin)

Lingen. Im Rahmen der Architekturreihe „Lingen & Wohnen“ kommt Prof. Günter Pfeifer, Architekt und emeritierter Professor für Entwerfen, Hochbaukonstruktion und Wohnungsbau an der TU Darmstadt, am Dienstag, 7. November 2017, um 19 Uhr in das IT-Zentrum nach Lingen. Der letzte Werkvortrag in diesem Jahr trägt den Titel „Typus und Topos – endgültig ungültig. Die Zusammenhänge von Klima und Wohnen“.

In seinem Vortrag wird Günter Pfeifer folgende These behandeln: Die Menschen waren immer eingebunden in eine Wechselwirkung von sozialer, kultureller und religiöser Umgebung. Ausschlaggebend für die Behausung waren das Klima und die Nutzung natürlicher Ressourcen, die man vor Ort oder in der Umgebung vorfand. Daraus entstand autochthone Architektur, die über hunderte Jahre Ausdruck der eigenen kulturellen Identität war.

Mit dem Verlassen der natürlichen Evaluationsschritte der Architektur wurde jeder weitere Entwicklungsschritt immer wieder mit neuerer Technik vorgenommen. So entstanden Gebäude, deren Architektur sich fast ausschließlich über die Gebäudetechnik artikulierte, weil man glaubte dass die technische Gebäudeausrüstung alle Probleme lösen könne. Bald darauf nahm man zur Kenntnis, dass dies nicht nur unsere natürlichen Ressourcen vernichtet, das Klima schlechter wurde und dies zudem eine Menge Geld kostet. Wie kann man darauf reagieren?

Günter Pfeifer gründete 1975 sein Architekturbüro. Von 1992 bis 2012 war er ordentlicher Professor an der TU Darmstadt, zunächst für Entwerfen und Hochbaukonstruktion, ab 2001 für Entwerfen und Wohnungsbau. Arbeitsschwerpunkte seines Büros sind Wohnungsbau und Bauen im kirchlichen Bereich. Außerdem befasst sich Günter Pfeifer mit alternativen Entwurfsstrategien zum solaren Bauen.

Mit der Reihe „Lingen & Wohnen“ will die Stadt Lingen renommierten Architekten, Gestaltern und Kulturschaffenden die Möglichkeit geben, in ungezwungener Atmosphäre ihre Projekte zu präsentieren – mit geselligem Ausklang bei Wein, Brot und Käse. Im Jahr 2017 liegt der Schwerpunkt dabei auf den Themen Wohnen und Wohnungsbau. „Wir möchten Lust auf Architektur und Baukultur machen“, erläutert Stadtbaurat Lothar Schreinemacher die Idee zu der Reihe. Der Austausch stehe dabei im Mittelpunkt. „Ich wünsche mir, dass die Architekten und Bauschaffenden einmal abseits von konkreten Projekten miteinander ins Gespräch kommen“, so der Stadtbaurat. Angesprochen sind neben diesen Berufsgruppen vor allem alle Kultur- und Architekturinteressierte in der Region.

Die Architekturreihe wird 2018 fortgesetzt. Spätestens Anfang des neuen Jahres werden dafür die neuen Termine bekannt gegeben.

www.lingen.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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