Der Paketversand der Zukunft

Foto: Gina Sanders – stock.adobe.com

Eigentlich müssten sich die großen Paketdienstleister in Deutschland die Hände reiben. In der Bundesrepublik werden immer mehr Pakete versendet. Nahezu alle Paketzusteller verzeichnen seit Jahren ein starkes Wachstum. Im Internet boomt der Handel, die Menschen bestellen immer mehr Waren im World Wide Web.
Die schier unendliche Masse an Paketsendungen bringt die Lieferanten jedoch in die Bredouille. Sie wachsen nicht schnell genug um mit der Flut an Paketen fertig zu werden. Verbraucher beschweren sich immer häufiger über kaputte oder verloren gegangene Pakete. Wirklich wichtige Dokumente und Waren verschicken Unternehmen mittlerweile mit privaten Kurierdiensten. Wo steuert der Paketversand der Zukunft hin?

Der Onlinehandel blockiert die Straße

Pro Jahr steigt die Zahl der versendeten Pakete in Deutschland um fünf bis sieben Prozent. Erhielt der durchschnittliche Haushalt im Jahr 2000 noch rund 23 Pakete pro Kalenderjahr, so sind es mittlerweile mehr als 40 Sendungen. Dauerhaft führt das zu einem Logistikproblem, das selbst die großen Player am Markt nicht in den Griff bekommen. Immer mehr Personal wird eingestellt, ein Stellenabbau in der Logistikbranche ist nicht absehbar. Lange Laufzeiten und verlorene Pakete sind eine Folge des massiven Onlinehandels. Zugeparkte Spuren und Radwege von Paketdiensten sind ein weiteres Problem, das massive Auswirkungen hat. Experten versuchen schon seit längerer Zeit, adäquate Lösungen für die steigenden Probleme zu finden. Angesicht steigender Beschwerden bei der Bundesnetzagentur ist Eile geboten.

Ade Haustürlieferung

Die Lösungen zur Bekämpfung des Logistikproblems können erhebliche Auswirkungen auf den Service haben. So planen einige Anbieter intern bereits die Abschaffung der Zustellung an der Haustür und stattdessen die Gründung zentraler Lieferpunkte. Die Überlegungen gehen auch so weit, das Paketdienste bestimmte Bezirke nur noch einmal pro Woche bedienen und anfallende Pakete bis dahin sammeln.
Es gibt aber auch Lösungen, die nicht unmittelbar den Service beeinflussen. Eine bessere Nutzung von Verkehrsdaten und eine bessere Planung sind im Gespräch. Wie Zukunftsmusik klingt die Idee eines großen Dienstleisters, Pakete zukünftig mit einer Drohne zu liefern. Noch steckt die Technik dafür in den Kinderschuhen, könnte aber bald ganz real sein.

Private Kurierdienste profitieren

Ein Nutznießer des Paketchaos sind private Kurierdienste. Sie garantieren einen zeitnahen und verlässlichen Versand von Paketen zum Wunschtermin. Immer mehr große Unternehmen greifen auf einen preiswerten und vertrauensvollen Kurierdienst zurück. Für den Versand wichtiger Unterlagen und Waren vertrauen sie auf den persönlichen Kontakt.
Probleme mit beschädigten oder gar verlorenen gegangenen Paketen haben die Verbraucher mit einem Kurierdienst nicht. Die Direkt- und Kurierfahrten garantieren eine schnelle und sichere Zustellung, oft noch am gleichen Werktag. Dabei kommen sie auch ganz ohne Drohne aus – und mit persönlicher Zustellung am Wunschort.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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