Stolperfalle Unternehmensbewertung

„Was ist ein Unternehmen wert?“ Dieses Thema stand im Mittelpunkt von HLB Dr. Schumacher & Partner GmbH Wirtschaftsprüfung Steuerberatung Rechtsberatung aus Münster. Nach den einleitenden Worten von Prof. Dr. Bernhard Großfeld, em. ord. Professor an der WWU Münster, informierten die beiden Partner Dipl.-Kfm. Wolf Achim Tönnes, WP, RA, StB und Dr. Dietmar Janzen, RA, StB über verschiedene Verfahren und wichtige Fragestellungen bei der Unternehmensbewertung.

„Die Frage nach dem aktuellen Unternehmenswert stellt sich in vielen Situationen der betrieblichen Praxis“, betonen die Referenten. Ob bei Zusammenschluss, Unternehmenserwerb und -veräußerung oder auch Unternehmensnachfolge durch vorweggenommene Erbfolge, einen objektiven Unternehmenswert gibt es nicht. „Seine Ermittlung zählt daher zu einer der spannendsten und schwierigsten Herausforderungen im Wirtschaftsleben und kann den Unternehmer vor zahlreiche Probleme stellen“, so Herr Tönnes. Da ein Unternehmenswert nach den heute gängigen Verfahren aus den zukünftigen Ertragsaussichten abgeleitet wird, sei es wichtig hier die erforderlichen Stellschrauben zu ermitteln, die den Wert letztendlich bestimmen. Viele Unternehmen seien auch überrascht davon, dass nicht nur die Ertragschancen des eigenen Unternehmens, sondern auch das allgemein geltende Zinsniveau den Unternehmenswert beeinflusst.

Nicht nur wirtschaftlich, sondern auch rechtlich bietet die Unternehmensbewertung einige Herausforderungen. „Dies beginnt schon mit der Frage, ob bei einem Unternehmenskauf der Käufer berechtigt ist oder – zur Vermeidung eigener Schadensersatzpflichten – sogar verpflichtet sein kann, das zu erwerbende Unternehmen detailliert unter die Lupe zu nehmen (sog. Due Diligence -Prüfung)“ erläutert Dr. Janzen hierzu. Die Herausforderungen setzten sich fort, wenn die Ergebnisse der Unternehmensbewertung sauber in einen Unternehmenskaufvertrag umgesetzt werden müssen. „Die Unternehmensbewertung ist daher ein klassisches Feld, in dem Betriebswirte und Juristen Hand in Hand und mit gutem Verständnis für die Tätigkeit des jeweils anderen zusammenarbeiten müssen“ ergänzt er.

Diese Überschneidungen verschiedener Fachgebiete wurden in der Seminarveranstaltung deutlich. Die Referenten verwiesen auf die Notwendigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit, wofür sich HLB Dr. Schumacher & Partner mit seinen Spezialisten gut aufgestellt sieht.

www.schumacher-partner.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

Die WIR-Redaktion freut sich auch auf Ihre Pressemitteilungen. Sprechen Sie uns an unter +49 5231 98100 0 oder per mail an redaktion@wirtschaft-regional.net

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich akzeptiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.