Stress am Arbeitsplatz – wie man sich eine angenehme Arbeitsatmosphäre schafft

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Immer mehr Menschen leiden unter psychischen Erkrankungen. Dass der Arbeitsplatz daran beteiligt ist, ist nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, wie viel Zeit die meisten Menschen im Büro verbringen. Doch wie können Arbeitnehmer selbst dazu beitragen, dass sie sich am Arbeitsplatz wohlfühlen?

Druck am Arbeitsplatz erzeugt Stress

Laut des Arbeitszeitreports 2016 der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin arbeiten Arbeitnehmer in Vollzeit durchschnittlich 43,5 Stunden pro Woche. Eine Befragung von rund 18.000 Erwerbstätigen zeigt, dass dies vor allem Männer betrifft. Während nur 33 Prozent der Frauen zwischen 40 und 47 Stunden pro Woche arbeiten, sind es bei den Männern mehr als die Hälfte. 18 Prozent der Männer beziehungsweise 7 Prozent der Frauen arbeiten 48 bis 59 Stunden, 6 Prozent der Männer und 2 Prozent der Frauen sogar über 60 Stunden pro Woche. Solche Arbeitszeiten können die Work-Life-Balance erheblich beeinträchtigen.

Doch sind es nur die Arbeitszeiten, die Arbeitnehmer belasten? Am meisten leiden die deutschen Arbeitnehmer unter Druck: 38 Prozent der Befragten geben ständigen Termindruck als Stressfaktor an, 30 Prozent einen zu hohen Erfolgsdruck. Doch auch das Arbeitsumfeld kann zu einer Belastung werden. Für 37 Prozent der Befragten ist ein schlechtes Arbeitsklima ausschlaggebend für Stress im Alltag, für 25 Prozent ist es eine schlechte Ausstattung des Arbeitsplatzes.

Tipps für den Büroalltag

Die Atmosphäre am Arbeitsplatz beeinflusst nachweislich sowohl das körperliche als auch das psychische Wohlbefinden. In der heutigen Leistungsgesellschaft haben immer mehr Menschen mit gesundheitlichen Beschwerden wie Müdigkeit und Erschöpfung, Rückenschmerzen oder Schlafstörungen zu kämpfen. Damit man nicht in einen Teufelskreis gerät, in dem eine Erkrankung weiteren Stress erzeugt, sollte man zumindest seinen Arbeitsplatz im Rahmen des Möglichen so gestalten, dass man dort möglichst stressfrei arbeiten kann.

Ein Faktor, den viele Arbeitnehmer als stressauslösend empfinden, ist das Gefühl der ständigen Erreichbarkeit. Arbeitet man in einem Einzelbüro, kommt die Ablenkung meist per Telefon, Chat-Nachricht oder E-Mail. In Co-Working-Centern, die gegenwärtig in vielen deutschen Städten eröffnen, ist es vor allem die mündliche Kommunikation, die einen aus dem Arbeitsrhythmus reißt. Zwar fördert sie den Zusammenhalt der Mitarbeiter, doch für den Einzelnen ist sie in manchen Momenten purer Stress. Deshalb sollte man auch in Zeiten von flexiblen Workplaces in Co-Working Offices oder Business Centern darauf achten, dass man sich feste Zeiten definiert, in denen man ungestört arbeitet. Hierfür kann es helfen, Kollegen und Kunden erforderliche Informationen wie bevorstehende Deadlines oder Liefertermine proaktiv mitzuteilen. So lässt sich zumindest weitgehend verhindern, dass man durch Telefonanrufe oder plötzlich am Tisch stehende Kollegen aus seiner Konzentration gerissen wird.

Ein weiterer Faktor für Wohlbefinden am Arbeitsplatz ist eine Umgebung, in der man sich persönlich wohlfühlt. Oft reichen dafür schon kleine Maßnahmen aus. Es kann sich bei ihnen beispielsweise um einige hübsche Gegenstände auf dem Schreibtisch wie Bilder, Blumen oder Topfpflanzen handeln, oder man stellt seinen Schreibtisch ein wenig um, sodass man an einem Platz sitzt, an dem man sich ungestört und behaglich fühlt. Zu guter Letzt haben sich kleine Sportübungen zum Stressabbau bewährt. Denn der Körper produziert bei Bewegung vermehrt die Hormone Endorphin und Serotonin, die Stresshormone neutralisieren. Zwischendurch einige Stretchübungen oder in der Mittagspause ein schneller Spaziergang um den Block reichen dafür schon aus.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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