ZOW 2015: „Die neue Shoppingwelt“

Bad Salzuflen. Wachsende Konkurrenz durch den Online-Handel, verändertes Konsumverhalten und eine große Produkt- und Preistransparenz – im stationären Handel stehen die Zeichen auf Umbruch. Die rasanten Veränderungen stellen auch den Ladenbau vor neue Herausforderungen, denn der Trend geht zu maßgeschneiderten Ladeneinrichtungen, die nicht selten in Losgröße 0 gefertigt werden. Dabei spielen auch Make-or-Buy-Überlegungen eine zentrale Rolle, die es im Spannungsfeld von Termin, Preis und Qualität abzuwägen gilt.

„Ladenbau ist viel mehr als die bloße Warenpräsentation“, sagt Angela Krause vom dlv- Netzwerk Ladenbau e.V. „Der Kunde von heute erwartet ein umfassendes Einkaufserlebnis, das ihn nachhaltig begeistert.“ Welche Anforderungen durch den digitalen Hype an die Ladeneinrichtung gestellt werden und wie sich die stationären Händler von der Online-Konkurrenz abheben können, verrät die Expertin auf der kommenden ZOW, wo sie das Forum Ladenbau kuratiert.

Das Forum Ladenbau ist eines von sieben Foren und Sonderflächen, das auf der kommenden Internationalen Zulieferermesse für Möbelindustrie und Innenausbau die Individualisierung von Serienmöbeln thematisiert. Denn in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung gilt es Alleinstellungsmerkmale jenseits des Preises zu entwickeln, mit denen sich der klassische Handel vom Markt abheben und Kaufanreize setzen kann. Hier kommt dem Store-Design und der Ladeneinrichtung eine bedeutende Rolle zu, die als wichtige Elemente der Vermarktungsstrategie dazu dienen, den Kunden emotional anzusprechen und die Waren perfekt zu inszenieren. Dabei sind statt 08/15-Systemeinrichtungen in Modulbauweise zunehmend individuelle Einrichtungskonzepte gefragt, die den Ladenbau vor neue Herausforderungen stellen.

Um auch komplexe Projekte zuverlässig und wirtschaftlich realisieren zu können, braucht der Ladenbau kompetente Zulieferer als Partner, die in die Fertigungskette integriert werden. Denn sie bieten individuelle Produktlösungen an, liefern die Bauteile „just in time“ an ihren Bestimmungsort und kennen sich zudem mit deren Besonderheiten aus. Dabei können die Ladenbauer aus einem umfassenden Angebot innovativer Oberflächen, Materialien und Komponenten schöpfen, das nicht nur in Sachen Funktionalität überzeugt, sondern auch neue Design- Perspektiven eröffnen.

Neue Anforderungen an die Ladenplanung

Wie der Laden zur unverwechselbaren Marke mit Erlebnischarakter wird und mit welchen Mitteln die Waren gekonnt in Szene gesetzt werden, können Fachbesucher und ZOW-Aussteller auf dem Forum Ladenbau erfahren. „Die Digitalisierung prägt zunehmend das Gesicht des Stores“, erklärt Kuratorin Angela Krause. „Online- und Offline-Welt müssen optimal verzahnt sein, der Kunde muss sich bei „seiner Marke“ digital und im stationären Geschäft gleichermaßen wohlfühlen. Wer sich heute als Händler für ein neues Ladenkonzept entscheidet, muss mehr denn je seine Zielgruppe, die Kunden kennen. Standort, Produktportfolio und Alter der Kunden spielen eine maßgebliche Rolle, wenn es darum geht, einen begeisternden Store zu schaffen. Denn Storedesign kann nur ein Mosaikstein im gesamten Ladenauftritt sein. Es kommt darauf an, dem Kunden das Besondere zu bieten, was er online nicht findet. Dabei kommt auch dem Visual Merchandising eine immer größere Bedeutung zu.“

Mittlerweile ergänzen auch digitale Medien wie Flachbildschirme, Videowände oder interaktive Terminals die Warenpräsentation am Point of Sale. Durch die Integration interaktiver Terminals oder neuer Technologien werden die Kunden nicht nur auf den digitalen Kommunikationskanälen mit Informationen beliefert, sondern im Idealfall auch direkt in den Planungsprozess einbezogen. „Die individuell gestalte- ten Ladeneinrichtungen in der realen Welt verschmelzen dabei mit der virtuellen Welt“, erläutert Krause. Dabei tragen auch Kundenbindungsinstrumente wie Loyalitätsprogramme zu einer digitalen Gesamtlösung bei. Daher misst das Forum Ladenbau auch den mit der Digitalisierung einher gehenden Anforderungen an die Ladeneinrichtung besondere Bedeutung bei.

Die ZOW bietet Ausstellern und Besuchern mit ihrem klaren Fokus auf den Wissens- und Erfahrungsaustausch entlang der gesamten Produktionskette auch im kommenden Jahr einen hohen Mehrwert – vom Design über Produktion und Logistik bis hin zur Präsentation im Shop. Die 21. Ausgabe der internationalen Zuliefermesse für Möbelindustrie und Innenausbau findet vom 9. bis zum 12. Februar 2015 im Messezentrum Bad Salzuflen statt.

www.zow.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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