Ist die Bank im Internet die Zukunft für alle Finanzgeschäfte?

Keine Frage – Internetbanken wachsen wie Pilze aus dem Boden. Dabei kann sich jeder Verbraucher in der heutigen, schnelllebigen Zeit sein Girokonto, sein Depot oder jede Art von Versicherung online selektieren und den Vertrag auch gleich abschließen. Während noch vor vielen, vielen Jahren der Banker oder Versicherungsvertreter ein hohes Ansehen genießen konnte, hat sich die Uhr zu diesem Thema heute stark gedreht – der Beruf des Bankers, des Maklers oder Versicherungsvertreters ist sehr in Verruf geraten.

Schließlich ist der „Bankberater“ mittlerweile oft kein richtiger Berater mehr, der die Kunden neutral informiert, sondern vielmehr ein Verkäufer. Wachsen deshalb Internetbanken immer mehr und mehr im Netz und erreichen dadurch den Verbraucher in unsrer Gesellschaft? In diesem Guide wird das Für und Wider der Finanzgeschäfte im Netz genau beleuchtet. Neugierig auf viele, neue Informationen?

Das Girokonto – eine Basis, für die der Mensch keinen Banker als Person braucht, oder?

Ein Girokonto braucht in der heutigen Zeit fast schon jeder Jugendliche. Schließlich wird das Taschengeld darauf überwiesen und der Teenager lernt so sehr einfach und schnell den richtigen Umgang mit dem Geld. Schließlich darf ein junger Erwachsener bereits alle Geldautomaten im Rahmen des Guthabens nutzen und somit sein Taschengeld oder den Verdienst vom Nebenjob in den Ferien auf dem Konto verwahren lassen. Schritt für Schritt wird jeder Mensch so an die Finanzgeschäfte bereits in jungen Jahren herangeführt. Doch – wie sieht es im Erwachsenenalter aus – ist das Girokonto online wirklich die Dauerlösung für Jedermann?

Ältere Menschen setzen auf Beratung in der Bank

Für die junge Generation und sehr innovative Rentner ist es heute eine Selbstverständlichkeit, alle Finanzgeschäfte per App oder am Computer abzuwickeln. Hier können Sie Einsicht in Ihre Finanzen nehmen, Überweisungen tätigen oder Daueraufträge ausführen. Wenn Lastschriften abgebucht werden, kann hier jeder Kontoinhaber auch im Online dieser Zahlung widersprechen. Doch nicht alle Menschen sind sehr innovativ und vertrauen dem Umgang mit der Technik. Immer stärker wird nicht nur in den Massenmedien propagiert, dass Hecker oder Betrüger Kontodaten herausfinden und missbrauchen. Cyberkriminalität – ein Wort der Zukunft?

Aus diesem Grunde setzen immer mehr Menschen wieder auf das „gute, alte solide Girkokonto“ bei einer Filialbank. Dies kostet zwar einen überschaubaren Betrag an Kontoführungsgebühren, allerdings ist der Preis und die Leistung für viele Menschen das Geld wert. Vertrauen auch Sie nicht immer der Technik und möchten sich mit einem Bankberater persönlich darüber unterhalten, wenn auf dem Girokonto Dinge zu regeln sind? Dann kann sich jeder Mensch auch gerne die Bankfiliale am Ort wählen, bei der er sein Konto unterhält.

Depotanlagen mit Aktien und diversen Investmentfonds

Richtig hohe Gebühren kosten oft Depotkonten bei Sparkassen und diversen Banken. Genau aus diesem Grunde sind innovative Anleger damit vertraut, sich online ihre Wertpapiere, die sie sich ins Depot kaufen möchten, selbst zu ordern. Warum sollte man hier schon bei einer Bankfiliale anrufen, dadurch Zeit verprassen und noch dazu hohe Preise für Order und Depotverwaltung bezahlen? Genau aus diesem Grund wachsen Online-Depotkonten wie Pilze aus dem Boden derzeit im Netz. Doch – Vorsicht: Jeder Verbraucher, der selbst die Papiere ordert, die er für sich am Besten befindet, muss sich des Risikos bewusst sein, das er eingeht. Wertpapiere unterliegen Schwankungen – somit muss sich der Geldanleger damit schon etwas auskennen, wenn er online ordert.

Investmentfonds oder direkte Aktie – was ist besser?

Viele Banken im Internet werben damit, dass sich der Geldanleger Aktien oder jede Art von Investmentfonds ins Depot legen kann. Daneben gibt es ETF´s, Optionsscheine, Futures oder natürlich die soliden, sicheren Rentenpapiere. Was nun ist die richtige Anlageform für den Geldanleger? Keine Frage – mit Renten ist heute kaum mehr ein guter Ertrag zu erwirtschaften. Festverzinsliche Wertpapiere werfen kaum noch gute Zinsen ab – mehr als 1 % Zins Ertrag auf eine lange Laufzeit ist hierbei kaum möglich. Auch mit Fremdwährungsanleihen ist es nicht möglich, ganz ohne Risiko gute Erträge zu generieren. Bleibt also noch die Aktie oder der Aktienfonds, um letztendlich ans schnelle Geld zu kommen, oder? Wer mehr in Sachen Geldanlagen erfahren will, kann sich bei Depotvergleich.com gerne informieren.

Nein – so einfach ist es nicht!

Es gibt, wie immer im Leben, niemals eine pauschale Lösung, welche Art der Anlage genau die Richtige für den Investor ist. Aktien und auch andere Arten von Papiere wie Investmentfonds erfordern es, dass der Anleger eine gewisse Risikobereitschaft mitbringt. Nur wer wagt, kann auch gewinnen? Ja – so oder so ähnlich ist es auch bei Aktien oder allen Papieren, die einer großen Volatilität unterliegen. Was wird in diesem Begriff ausgedrückt? Unter Volatilität versteht man in der Fachwelt der Finanzen die Schwankungsbreite. Wenn das Auf und Ab an den deutschen und internationalen Börsen auch Ihnen nichts ausmacht und Sie die Geldanlage auf eine lange Sicht hinweg betrachten, können Sie gut und gerne Aktien oder Investmentfonds kaufen. Allerdings sollten Sie eines mitbringen, wenn Sie sich an der Börse einkaufen: Zeit.

Wie lange müssen Aktien oder Fonds angelegt werden, damit Erträge fließen?

Natürlich bezahlt in der Regel jede Aktiengesellschaft einmal im Jahr einen Ertrag aus. Dieser Zins wird als sogenannte Dividende bezeichnet. Die Ausschüttung ist jedoch nicht gewiss und kann in jedem einzelnen Jahr schwanken. Schließlich hängt es weitgehend vom Erfolg im Unternehmen ab, welcher Gewinn-Anteil an die Aktionäre ausgeschüttet werden kann.

Außerdem ist der Hauptaspekt, warum an der Börse Geld verdient wird, natürlich in einer anderen Größe bemessen: in den Kursgewinnen. Aktienkurse steigen und fallen – sie sind ein Spiegel der Wirtschaft und der wirtschaftlichen Lage im Unternehmen. Geht es der Aktiengesellschaft also gut, wird der Kurs des Wertes auch steigen. Davon profitiert der Investor und kann in diesem Falle sich sehr über Kurssteigerungen freuen. Allerdings kommen, gerade bei der Investition am Aktienmarkt, oft äußere Einflussfaktoren wie der wirtschaftliche Zusammenbruch, Kriege oder politische Krisen mit dazu, die die Kurse nicht unerheblich beeinflussen können. Was also, wenn in den USA die Kanonen donnern oder wir in Deutschland ein fallendes BIP aufweisen?

All diese Faktoren können die Kursentwicklung an den deutschen und internationalen Börsen beeinflussen. Ganz genau aus diesem Grunde muss jeder Investor am Aktienmarkt mit dem Auf und Ab an der Börse rechnen. Auf eine lange Sicht hinweg betrachtet gleichen sich Kursschwankungen jedoch meist schnell wieder aus. So kann man nach einer Anlagedauer von mindestens 8-10 Jahren meist gute Erträge erwirtschaften, wenn man sich in Form von Sachwerten und Aktien einkauft.

Bitte achten Sie auf alle Gebühren, die mit Wertpapieren und Depots entstehen

Außer Spesen nichts gewesen? Keine Frage – wer sich an der Börse oder mit einem Investment in Form von Fondsanlage auseinandersetzt, weiß, dass alles seinen Preis hat. Neben den Depotverwahrungskosten entstehen Ordergebühren, Spesen oder Limitkosten – und das bei jedem einzelnen Auftrag an der Börse. Außerdem verlangen viele Investmentgesellschaften meist Ausgabepreise und Fondskosten, die jedoch ganz genau ausgewiesen werden müssen. Blickt hierbei jeder Investor genau durch? In der komplizierten Welt der Anlageformen muss man sich auf alle Fälle eines genau durchlesen, bevor man Verträge über Geldanlagen abschließt: Die genauen Bedingungen!

Dabei weisen Investmentgesellschaften in den allgemeinen Anlageinformationen genau aus, welche Kosten auf den Anleger zukommen. Ausgabe-Kosten und Fondsgebühren müssen also erst einmal erwirtschaftet werden, bevor der Anleger in die Gewinnzone gerät. Deshalb gilt: Gerade, wenn Sie online Ihre Finanzgeschäfte abwickeln, sollten Sie im Vorfeld genau checken, was Sie wann unterschreiben.

Wie ist es bei einer Filialbank, wenn Sie sich in Sachen Geldanlage beraten lassen?

Wie bereits erwähnt – ein Banker ist eine Person, die ihre Kunden gut und neutral beraten soll. Dadurch, dass die Erträge in Form von Wertpapieren, Leasingverträgen, Versicherungen und Co immer wichtiger für jedes Finanzinstitut werden, muss der Banker vor allem eines: verkaufen, verkaufen, verkaufen!

Genau deshalb gilt: Vorsicht, wenn Sie sich von einem „soliden Banker als Berater“ in einem Gespräch informieren lassen möchten. Manchmal berät Sie der Banker so, dass die größten Erträge für die Bank generiert werden. Das heißt, dass nicht unbedingt die Interessen der Kunden, sondern vielmehr die Belange der Bank, des Arbeitgebers des Beraters, im Vordergrund stehen könnten. Es gibt hierbei sicher nicht nur gut oder schlecht. Manche Berater liefern eine fundierte, neutrale Beratung für den Kunden, der Geld anlegen will. Allerdings werden auch vermögende, ältere Kunden nicht selten „über den Tisch gezogen!“

Die neutrale Meinung zählt

Was also bleibt, wenn Sie Geld anlegen möchten und nicht richtig wissen, wie Sie es angehen sollen? Vertrauen Sie auf Ihr Herz, Ihren Verstand und nehmen Sie ggf. einen guten Bekannten mit zur Beratung in die Bankfiliale. Wenn Sie hingegen im Netz all Ihre Bankgeschäfte selbst abschließen, empfehlen wir folgendes: Bitte lesen Sie sich im Vorfeld alle Verträge durch, bevor Sie unterschreiben. Gerade versteckte Kosten sollten Sie vor Vertragsunterschrift erkennen, analysieren und ggf. eben nicht hinnehmen. Teure Preise für Investmentfonds verwässern die Rendite. Doch im Geschäft in Sachen Online gibt es selten einen Weg, über die Reduzierung der Preise zu verhandeln.

Allerdings gibt es zahlreiche Investmentfonds, die Sie ohne Ausgabeaufschlag an der Börse selbst kaufen können. Dadurch ersparen Sie sich zwar nicht alle Fondskosten, doch der oft teure Ausgabepreis von ca. 5 % oder mehr kann hierbei umgangen werden. Es kommt also in Bezug auf die Nettorendite darauf an, wie schlau Sie im Vorfeld agieren. Vorsicht ist jedenfalls immer besser als Nachsicht.

Fazit

Ob Sie Ihre Finanzgeschäfte online oder mit einem persönlichen Gespräch abwickeln, bleibt Ihnen selbst überlassen. Entscheiden Sie sich jedoch, wenn es um Ihr Geld geht, niemals spontan und aus einem unbesonnenen Impuls heraus. Verträge mit Bedacht unterschreiben? Ja – das war schon immer ein guter Ratgeber! Viel Erfolg bei der Auswahl der richtigen Geldanlagen für Sie!

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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