Gute Situation am Arbeitsmarkt dämpft Existenzgründungen

Der rückläufige Trend bei den gewerblichen Existenzgründungen hält an. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Anmeldungen bei den Gewerbeämtern im IHK-Bezirk um rund vier Prozent zurückgegangen. Mit insgesamt 7.542 Gewerbeanmeldungen in der Region wurde der niedrigste Wert seit 2002 erreicht. Dies ist das Ergebnis des aktuellen Gründungsbarometers der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim.

„Konjunkturelle Impulse für das Gründungsgeschehen sind im vergangenen Jahr ausgeblieben. Auch der Arbeitsmarkt erzeugt aufgrund der anhaltend guten Jobaussichten keinen Druck, in die Selbständigkeit zu wechseln. Viele Gründungsinteressierte wählen daher aktuell lieber eine Festanstellung“, erklärt Thomas Reyl, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Existenzgründung und Unternehmensförderung. Niedrige Arbeitslosigkeit, Fachkräftemangel und die demografische Entwicklung haben 2014 erneut auch bundesweit zu deutlich nachlassendem Gründungsinteresse in den gewerblichen Bereichen geführt.

In ihrem aktuellen Gründungsbarometer untersucht die IHK auch die Marktbeständigkeit von Unternehmensgründungen. Deutlich wird, dass die ersten fünf Jahre für Unternehmensgründer besonders kritisch sind. „Im Handelsregister eingetragene Unternehmen halten sich dabei tendenziell länger am Markt als kleinere Gewerbebetriebe“, erläutert Reyl.

Mangelhafte Planung der Unternehmensgründung sei nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für das Scheitern. Existenzgründer sollten deshalb die Informations- und Beratungsangebote stärker nutzen, um besser vorbereitet in die Selbstständigkeit zu starten. Hilfreich sei zudem das Online-Beratungstool www.ihk-mentor.de. Dort können Gründer und Nachfolger am Computer einen qualifizierten Businessplan erstellen.

Das IHK-Gründungsbarometer ist im Internet abrufbar unter www.osnabrueck.ihk24.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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