Nach der Babypause Zeitarbeit hilft beim Neustart

Nicht jede Frau kehrt nach einem Jahr Elternzeit wieder in den Job zurück. Zeitarbeit kann nach der Auszeit den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern.
Die Beschäftigung über Zeitarbeit lässt genug Zeit fürs Kind und ist gleichzeitig
anspruchsvoll wie herausfordernd. (Foto: PublicDomainPictures/ pixabay)

txn-a. Längst nicht jede Frau kehrt schon nach einem Jahr Elternzeit wieder in ihren Job zurück. Die Statistik sagt: Mehr als die Hälfte will länger mit dem Kind zu Hause bleiben. Doch je ausgedehnter die Babypause ist, desto schwieriger wird es, wieder ins Arbeitsleben zu finden. Häufig schläft das berufliche Netzwerk ein, auch das fachliche Wissen ist nicht mehr auf dem neuesten Stand. Manche Mutter möchte die Elternzeit auch zum Jobwechsel nutzen. Hier kann Zeitarbeit den Wiedereinstieg in den Beruf wesentlich erleichtern.

Das hat mehrere Gründe. „Ein großer Pluspunkt ist die größere Flexibilität für die Frau“, sagt Randstad-Sprecherin Petra Timm. „Sie kann in verschiedenen Einsätzen ausprobieren, welche Arbeitsmöglichkeiten am besten zur neuen Lebenssituation passen.“ Etwa die Idee, drei volle Tage in der Woche zu arbeiten – statt der üblichen fünf halben. Zugleich lernt sie unterschiedlichste Arbeitsmethoden in verschiedensten Unternehmen kennen und vergrößert dadurch ihre Kompetenzen, die für Personalentscheider von großer Bedeutung sein können.

Dabei geht es keineswegs nur um die harten Fakten, sondern oft um zwischenmenschliche Dinge: Stimmt das Betriebsklima? Sind die Kollegen und Vorgesetzten in Ordnung? Was viele nicht wissen: Ein Übernahme-Angebot eines Kundenunternehmens ist keine Seltenheit. Und selbst wenn es eine Weile dauert, bis der richtige Job dabei ist: Viele Personaldienstleister bieten ihren Angestellten unter anderem kostenlose Weiterbildungsmöglichkeiten und Persönlichkeitstrainings an. Dadurch steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt deutlich.

Übrigens sind Beschäftigte auch bei einem Personaldienstleister auf unbefristete Zeit fest angestellt, es sei denn, dass jemand auf eigenen Wunsch nur kurzfristig arbeiten möchte. Außerdem gelten für Zeitarbeitnehmer die gleichen tarif- und arbeitsrechtlichen Regelungen. Sie sind kranken- und rentenversichert, bekommen vermögenswirksame Leistungen, Gehaltserhöhungen und haben einen geregelten Urlaubsanspruch.

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen in der Zeitarbeit beschäftigt sind. Nach Berechnungen der Bundesagentur für Arbeit gab es 2016 rund 964.000 Zeitarbeitnehmer in Deutschland. Zum Vergleich: Anfang 2004 waren es noch knapp 300.000 Beschäftigte.

www.txn.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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