Viel Wind für die Stadtwerke

Osnabrück. Die Stadtwerke Osnabrück bauen ihr Windkraftportfolio im doppelten Sinne „groß“ aus. Mit der Inbetriebnahme der größten derzeit am Markt verfügbaren Onshore-Windkraftanlage in Diepenau (Kreis Nienburg) steigert das Unternehmen seine eigene Windstromproduktion. Ab dem kommenden Jahr werden die Stadtwerke grünen Windstrom für rein rechnerisch rund 10.700 Haushalte erzeugen.

„Wir kommen unserem Ziel Schritt für Schritt näher“, sagte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann im Rahmen einer Informationsfahrt zur Großanlage nach Diepenau. Bis 2018 will das Unternehmen alle Privatkunden mit „grünem“ Strom aus eigenen Anlagen versorgen. „Und dafür leistet diese Anlage mit diesen gewaltigen Dimensionen einen wesentlichen Beitrag“, so Hülsmann. Die Anlage vom Typ ENERCON E-126 hat eine Nennleistung von 7.500 Kilowatt und ist somit fast viermal leistungsstärker als eine Piesberg-Anlage. Der Rotordurchmesser beträgt 127 Meter, die Nabenhöhe liegt bei 135 Metern. Die sogenannte überstrichene Fläche – also die Fläche, die von der Rotordrehung eingenommen wird – beträgt knapp 12.700 m2. „Das ist ungefähr die Größe zweier Fußballfelder, die sich im Wind drehen“, erläutert der Stadtwerke-Chef.

Beteiligungsmodell mit ENERCON
Für den Betrieb der derzeit weltgrößten Onshore-Anlage sind die Stadtwerke eine Partnerschaft mit dem Anlagenhersteller ENERCON aus Aurich eingegangen. ENERCON hält 51 Prozent der Gesellschafteranteile, die Stadtwerke die anderen 49 Prozent. „Unser Grünstromanteil liegt künftig bei ca. 6,3 Millionen Kilowattstunden – und das mit nur einer Anlage“, betonte Hülsmann. Wie bei vielen anderen Windprojekten setzen die Stadtwerke auch bei der Diepenau-Anlage ganz bewusst auf ein partnerschaftliches Beteiligungsmodell. „Wir haben bislang sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Gemeinsam mit Partnern können wir mehr erreichen“, so Hülsmann.

Stadtwerke setzen auf grünen Energie-Mix
Seit dem Start ihrer grünen Initiative KUK (KompetenzUmweltKlima) haben die Stadtwerke ihre eigene Windstromproduktion auf aktuell 29 Millionen Kilowattstunden pro Jahr ausgebaut. „Wenn wir die beiden noch in diesem Jahr ans Netz gehenden Anlagen in Wallenhorst dazurechnen, liegen wir bei insgesamt knapp 37,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr“, erläuterte Hülsmann. In der Stadtwerke-Strategie zum Ausbau der „grünen“ Energieeigenerzeugung nimmt der Energieträger Wind eine zentrale Rolle ein. Das Unternehmen setzt aber auch auf andere „grüne“ Energieträger wie Sonne, Biomasse, Geothermie oder auch auf die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung. „Unsere KUK-Ziele sind sehr ambitioniert, aber wir setzen alles daran, um sie zu erreichen“, so Stadtwerke-Chef Hülsmann abschließend.

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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