SEPA: Was Unternehmer jetzt tun sollten

Ab dem 1. Februar 2014 löst SEPA die nationalen Zahlungsverkehrssysteme ab. Während sich Privatpersonen nur eine erweiterte Kontonummer merken müssen, sollten Geschäftskunden den Aufwand nicht unterschätzen. Vier SEPA-Fragen an Dietmar Kellerhoff, Mitglied der Geschäftsleitung der Deutschen Bank in Paderborn und verantwortlich für Firmenkunden in der Region:

Herr Kellerhoff, der Begriff SEPA fällt jetzt immer öfter. Was ist SEPA?
SEPA, kurz für Single Euro Payments Area, schafft bereits seit 2008 einen einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum in 32 Ländern Europas. Am 1. Februar 2014 löst SEPA auch die nationalen Zahlungsverkehrssysteme ab: Zahlungen innerhalb Europas werden dann genauso einfach und schnell abgewickelt wie Zahlungen innerhalb Deutschlands.

Was ändert sich denn durch SEPA?
Bei Überweisungen müssen die internationale Kontonummer IBAN sowie bei grenzüberschreitenden Überweisungen auch die internationale Kreditinstitutskennung BIC des Zahlungsempfängers angegeben werden. Sie ersetzen die bislang genutzte Kontonummer und Bankleitzahl. Ihre persönliche IBAN und den BIC ihrer Bank finden Kunden schon heute auf ihrem Kontoauszug. Bei Einzugsermächtigungen gilt: Sind diese vom Kunden unterschrieben worden, können sie problemlos auf SEPA umgestellt werden. Sind sie dagegen online oder telefonisch erteilt worden, muss jetzt die Unterschrift des Kunden nachgeholt werden. In jedem Fall werden Kunden vom Abbucher informiert.

Was haben Verbraucher und Unternehmen konkret von der Umstellung auf SEPA?
Mit SEPA werden elektronische Überweisungen europaweit schon am nächsten Arbeitstag gutgeschrieben. Außerdem kosten Überweisungen im SEPA-Raum genauso viel wie Überweisungen innerhalb Deutschlands.  Unternehmen profitieren davon, dass durch die europaweit einheitliche Kontoverbindung der gesamte Euro- Zahlungsverkehr über ein Konto abgewickelt werden kann. Das erleichtert die Liquiditätssteuerung im Unternehmen erheblich und spart Kosten.

Was sollten Unternehmer bei der SEPA Umstellung beachten?
Der Countdown für die SEPA-Umstellung läuft: Aufgrund des verschiedenen Enddatums für die Inlandsüberweisung und die Inlandslastschrift sollte sofort gehandelt werden. Da Unternehmen häufig spezielle Softwareanwendungen für Zahlungsverkehr und Buchhaltung nutzen, müssen diese rechtzeitig auf SEPA umgestellt werden. Damit die Umstellung reibungslos verläuft, ist es sinnvoll, einen SEPA-Beauftragten im Unternehmen zu benennen. Damit sollte sichergestellt werden, dass Schnittstellen – zum Beispiel zum Steuerberater oder zur Bank – SEPA-kompatibel sind und die IBAN- und BIC-Angaben aller Geschäftspartner rechtzeitig vorliegen. Die Firmen- und Geschäftskundenbetreuer der Deutschen Bank beraten gerne bei der SEPA-Umstellung.

www.deutsche-bank.de

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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