Roth gegen Dreier-Team für die Bundestagswahl

Berlin (dapd). Grünen-Chefin Claudia Roth hält nichts von einem möglichen Dreier-Spitzenteam ihrer Partei für die Bundestagswahl 2013. „Wir wollen mit einem Duo antreten“, sagte Roth am Montag in Berlin. Es sei zwar „spannend“, dass es innerhalb der Partei Debatten über andere Optionen gebe. Der Bundesvorstand habe aber vorgeschlagen, mit einer Doppelspitze in den Wahlkampf zu gehen. Hinter diesem Beschluss stehe sie.

Die Spitzenkandidatenfrage beschäftigt die Grünen seit längerem. Auf dem jüngsten Bundesparteitag hatten sie formal die Voraussetzungen dafür geschaffen, darüber per Urwahl zu entscheiden. Ob es dazu kommt, ist aber noch offen. Bis Ende August sollen sich Kandidaten für das Spitzenteam melden. Gibt es mehr als zwei Bewerber, soll die Partei in einer Urwahl über ihre Favoriten abstimmen. Beim Länderrat – einem kleinen Parteitag der Grünen – am 2. September fällt die Entscheidung, ob es eine Urwahl gibt oder nicht.

Melden sich nur zwei Interessenten für den Spitzenjob, sollen diese vom Bundesparteitag im November bestätigt werden. Eine Urwahl gäbe es in dem Fall nicht. Entscheidend sei ein demokratisches Verfahren, betonte Roth. „Per Akklamation geht es nicht.“

Bundestagsfraktionschef Jürgen Trittin gilt als gesetzt, ohne dass er sich selbst schon öffentlich zu der Frage geäußert hätte. Roth hat von sich aus Interesse angemeldet. Beide gehören allerdings zur Parteilinken. Aus dem Realo-Flügel hat sich bislang noch niemand vorgewagt. Angesichts der vertrackten Situation war zuletzt parteiintern der Vorschlag aufgekommen, mit einem Dreier-Team anzutreten.

Bis zum Jahresende wollen die Grünen die Frage gelöst haben: Entweder werden die Spitzenkandidaten beim Bundesparteitag Mitte November in Hannover bestimmt. Oder es kommt zur Urwahl: Das Ergebnis wäre dann laut Roth etwa zwei Wochen später, also Anfang Dezember, zu erwarten.

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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