Mehr als BIC und IBAN

Lemgo. Die Frist steht: Bis spätestens 01. Februar 2014 müssen in den Eurostaaten die Vorgaben zur Schaffung eines einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraums (Single European Payment Area SEPA) umgesetzt sein.

Mit SEPA werden insbesondere die nationalen deutschen Bankverbindungsdaten (BLZ und Kontonummer) durch ein einheitliches europäisches System verpflichtend ersetzt (IBAN und BIC). Darüber hinaus wird auch die bisherige deutsche Lastschrift durch ein europäisches Äquivalent ersetzt, das sogenannte SEPA-Mandat.

Auch jeder Bürger ist davon betroffen, muss aber selbst nicht tätig werden, die Umwandlung der Kontodaten erfolgt automatisch. Aktuelle Kontoauszüge und Bankkarten jedes einzelnen Bankkunden enthalten jetzt schon die neuen IBAN und BIC.

Die Kommunen in den Kreisen Herford, Minden-Lübbecke und Lippe haben sich gemeinsam mit ihrem IT-Dienstleister, dem Kommunalen Rechenzentrum Minden-Ravensberg / Lippe (krz) rechtzeitig und umfassend auf diese Umstellung vorbereitet. Sie betrifft alle Abrechnungen, die die Verwaltungen erstellen und erforderte besonders im Hintergrund in den Fachverfahren umfangreiche Anpassungen. Um etwaigen Komplikationen begegnen zu können, stellt das krz für alle von ihm betreuten Kommunen das System schon zu Anfang Oktober um.

Daher erhalten alle Bürger, die bisher ihre Zahlungen gegenüber ihren Kommunen über Lastschriftverfahren abgewickelt haben, zu diesem Zeitpunkt ein Schreiben ihrer Verwaltungen, um sie über die Umstellung zu informieren und die für die Abbuchungen über SEPA-Mandat erforderlichen Informationen abzugleichen. Jede bisherige Lastschrift wird daher in die neue vorgeschriebene Form des SEPA-Mandats umgedeutet. Um die Umstellung für Bürger und Angestellte in der Verwaltung so wenig aufwändig wie möglich zu gestalten, entspricht die Mandatsreferenz, also die Einordnung im neuen Lastschriftverfahren, dem schon bekannten Kassenzeichen. So ist eine eindeutige Zuordnung des abgebuchten Betrages zu einem Bescheid, einer Rechnung oder einem Vertrag gewährleistet.

Alle Empfänger sind gebeten, den Brief aufmerksam zu lesen und seine Inhalte, insbesondere die neuen Kontodaten, zu überprüfen. Nur wenn diese nicht mit denen von der Bank genannten übereinstimmen, oder wenn andere Ungereimtheiten auffallen, muss sich der Bürger bei seiner Verwaltung melden. Die bisher den Kommunen vorliegenden Bankleitzahlen und Kontonummern wurden im Vorfeld automatisch gemeinsam mit dem krz in IBAN und BIC umgewandelt.

Das Gesetz schreibt aus Gründen des Verbraucherschutzes vor, dass Abbuchungen dem Bürger oder Kunden vorher angekündigt werden müssen. Daher enthält das Schreiben auch alle bis Ende September vorliegenden noch offenen Beträge für das Jahr 2013 mit den aufgeführten Fälligkeiten, zu denen abgebucht werden soll. Darüber hinaus werden die Bürger darauf hingewiesen, dass eine Mandatserteilung, -änderung oder -kündigung nur schriftlich und mit Unterschrift erfolgen kann.

Bei Fragen zum Anschreiben und zum Thema SEPA können sich die Bürger jederzeit an ihre Verwaltung wenden.

Über das krz
Das Kommunale Rechenzentrum Minden-Ravensberg/Lippe (krz) in Lemgo wurde 1971 gegründet und ist seit 1972 Informatik-Dienstleister der Kreise Minden-Lübbecke, Herford und Lippe sowie von 34 Städten und Gemeinden aus diesen Kreisgebieten. Direkt oder indirekt werden über 9 Mio. Einwohner in NRW mit Services des krz betreut.

Als kommunaler Zweckverband besitzt das krz den Status einer Körperschaft des Öffentlichen Rechts. Zu den traditionellen Aufgaben zählen unter anderem die Entwicklung, Einführung und Wartung klassischer Kommunalanwendungen. Um dem hohen Anspruch gerecht zu werden, hält das krz für seine Kunden ein reichhaltiges Angebot an Software-Applikationen (Verfahren), Netz- und PC-Hardware und Dienstleistungen (Beratung, Schulung, Installation, Wartung und Support) bereit. Das krz ist bekannt für einen ausgeprägten Datenschutz sowie eine höchstmögliche Datensicherheit und ist der erste kommunale IT-Dienstleister mit der BSI-Zertifizierung (ISO 27001).

Über 200 engagierte und qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von der Verwaltungsfachkraft bis hin zum Technik-Experten, sind Garant für die Umsetzung der Unternehmensziele. Das krz unterstützt etwa 7.600 PC-Arbeitsplätze mit rund 10.500 Geräten in den Verwaltungen des Verbandsgebietes. Über die Mitglieder hinaus nehmen noch mehr als 600 weitere Kunden aus dem kommunalen Umfeld Dienstleistungen des krz in Anspruch. Der Servicedienst und die Hotline sorgen für eine Datenverfügbarkeit von nahezu 100%.

Unter dem Motto „krz – Kunden rundum zufrieden“ ist das krz für seine Geschäftskunden ein zuverlässiger Partner. Ebenso stehen dem krz aufgrund seiner Mitgliedschaften in der Bundes-Arbeitsgemeinschaft der kommunalen IT-Dienstleister – VITAKO und in der Arbeitsgemeinschaft Kommunaler IT-Dienstleister in Nordrhein-Westfalen – AKDN sowie der Leistungsgemeinschaft von Kommunen, Landkreisen und Datenzentralen – KDN starke Partner zur Seite, um Synergieeffekte optimal zu nutzen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
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