Kaserne an der Landwehrstraße: Beginn der Abbrucharbeiten

Osnabrück. Am 27. Januar haben die Abbrucharbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne an der Landwehrstraße offiziell begonnen. Der Großteil der insgesamt 70 Gebäude wird komplett abgerissen, zudem wird die vorhandene Infrastruktur zurückgebaut. Noch innerhalb dieses Jahres sollen die kompletten Rückbauarbeiten auf dem 37 Hektar großen Areal abgeschlossen sein.

„Das ist der Startschuss für die Umwandlung des ehemals zweitgrößten Kasernenstandorts in ein für die weitere Stadtentwicklung bedeutendes und attraktives Quartier zum Wohnen und Leben“, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Osnabrück, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, beim offiziellen Beginn der Abrissarbeiten. „Allein schon wegen seiner Größe und seiner Lage hat dieses Areal, das früher von den britischen Streitkräften genutzt wurde, für den Konversionsprozess eine große Bedeutung: Die Stadt wächst, ohne größer zu werden.“

Rund 164.000 m3 umbauter Raum werden innerhalb weniger Monate zurückgebaut. Dabei komme eine sogenannte Rückbaumasse von rund 130.000 Tonnen zusammen, was umgerechnet 5.200 Lkw-Ladungen entspricht. Gut zwei Drittel dieser Rückbaumasse ist Bauschutt, woraus zu einem wesentlichen Teil wieder verwertbares, so genanntes RCL-Material gewonnen werden kann. Dieses Recycling-Material kann dann als Straßenunterbau oder zum Gelände-Auffüllen bei großen Hochbaumaßnahmen in Osnabrück genutzt werden und muss durch das Brechen vor Ort, im nördlichen Teil des Areals, auch nicht über große Strecken hin und her transportiert werden.

Bereits zu Jahresbeginn hatte die ESOS – Energieservice Osnabrück GmbH als die für den Rückbau zuständige 100-prozentige Tochter der Stadtwerke die vorbereitenden Maßnahmen für die Arbeiten eingeleitet. So wurde u.a. eine eigene Baustellenzufahrt im südlichen Bereich der Landwehrstraße eingerichtet, um die Beeinträchtigungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten. Die gesamten Abbrucharbeiten werden zudem gutachterlich überwacht und auch ökologisch begleitet. „Wir sind darüber hinaus mit dem Fachbereich Umwelt der Stadt in enger Abstimmung bei der Frage, welche Bäume geschützt werden können“, erläuterte der Stadtwerke-Vorstandsvorsitzende Manfred Hülsmann. Die ESOS-Verantwortlichen gehen von vergleichsweise geringem Aufwand bei der Altlastenbeseitigung aus. „Wir rechnen zwar punktuell mit verschiedenen Bodenverunreinigungen. Größere ‚Überraschungen‘ sind aber nicht zu erwarten“, ergänzte Stadtwerke-Vorstand Dr. Stephan Rolfes.

Insgesamt neun Gebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände werden erhalten bleiben. Dazu zählen die erst in den vergangenen Jahren errichteten mehrgeschossigen Unterkunftsgebäude sowie die großen Werkhallen, die moderne Sporthalle und auch der Hockeyplatz. „Ebenfalls erhalten bleibt natürlich die denkmalgeschützte ‚Baracke 35‘“, betonte Griesert. Der Oberbürgermeister ist zuversichtlich, dass der Gebäude- und Oberflächenrückbau bereits im Herbst abgeschlossen sei. Ziel sei es, auf dem Gelände einen Wohnstandort für breite Schichten der Bevölkerung zu entwickeln und die Fläche durch Angebote im Bereich Sport, Freizeit und Gewerbe sowie Grünflächen aufzuwerten. „Dafür hat uns der städtebauliche Ideenwettbewerb im November wertvolle Impulse gegeben“, so Griesert. „Abhängig von dem Verlauf der weiteren Bauleitplanungen hoffen wir, noch in 2015 mit der Vermarktung der Bauflächen beginnen zu können.“

www.stadtwerke-osnabrueck.de

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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