It’s A Man’s World? – Immer mehr Frauen stehen in Führungspositionen ihren „Mann“

Gabriele Vincke ist Motivationstrainerin und erfolgreiche Unternehmerin. Sie ist Expertin in den Bereichen Motivation, Persönlichkeitsentwicklung und Verkaufssteigerung. Ihre Schwerpunktthemen waren bislang der Einsatz von ERP-Systemen, Kassen, Finanzmanagement und Motivationssteigerung bei der Einführung der Systeme. (Foto: Gabriele Vincke)

Nordkirchen. Laut dem Women-on-Board-Index1 hat sich der durchschnittliche Frauenanteil in deutschen Aufsichtsräten sowie Vorständen zwischen 2010 und 2016 bereits knapp verdoppelt. Auch die Anzahl der 160 im DAX, MDAX, SDAX und TecDAX notierten deutschen Unternehmen ohne Frauen an der Spitze sank auf rund 15,6 Prozent. Trotzdem liegt ein Gleichgewicht bei der Geschlechterverteilung noch in weiter Ferne. „Gerade in von Männern dominierten Bereichen ist es für Frauen besonders wichtig, ihren ‚Mann‘ zu stehen“, betont Motivationstrainerin und Buchautorin Gabriele Vincke. „Sind sie sich ihrer Fähigkeiten bewusst, können sie den längst überholten Rollenklischees trotzen.“

Umdenken und durchstarten

Umfragen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend2 zeigen, dass bei männlichen Vorständen und Managern drei Mentalitätsmuster in Bezug auf Frauen vorherrschen, die auch in der Gesellschaft weite Verbreitung finden: Sie vertreten die sogenannte konservative Exklusion, bei der eine Ablehnung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts vorliegt, oder sie weisen bereits eine der Emanzipation gegenüber aufgeschlossene Grundhaltung auf. Einige männliche Führungspersonen messen dem Geschlecht bei der Auswahl des Anwärters sogar keinerlei Bedeutung mehr bei. Einig sind sich die Befragten jedoch insoweit, als dass sie einer Managerin die nötige Härte nicht zutrauen und deren Verhalten oft als Imitation des männlichen Pendants verstehen. „Ihre Teamfähigkeit, Sozialkompetenz, Sachorientiertheit und Empathiefähigkeit lassen Frauen aus Sicht vieler Männer häufig schwach wirken. Dabei handelt es sich vielmehr um Eigenschaften, die eine gute Führungspersönlichkeit überhaupt erst ausmachen“, betont Gabriele Vincke. „Um eine hervorragende Chefin zu sein, ist kein Verstellen seitens der Frauen nötig. Für sie ist es wichtig, auf die eigenen Stärken zu setzen und diese auszubauen.“ Somit steht fest: Ein gesellschaftliches Umdenken ermöglicht mehr Frauen eine Führungsposition.

Ziele erkennen und erreichen

Heutzutage bietet sich eine Überarbeitung der gesellschaftlichen Rollen an. Das gilt sowohl für Frauen als auch für Männer: Niemand sollte sich in eine Rolle drängen oder aus seinem Wunschberuf ausschließen lassen. „Dabei ist es zunächst wichtig, das eigene Ziel zu erkennen und zu definieren“, betont die Motivationstrainerin. „Ist dieser Schritt getan, können Maßnahmen ergriffen werden, um dieses zu erreichen und erfolgreich zu sein.“ Doch nicht nur Männer haben diese Rollenbilder und Vorstellungen stark verinnerlicht. Häufig sind es die nach außen getragene Durchsetzungsfähigkeit und das Selbstbewusstsein der männlichen Kollegen, die viele Frauen verunsichern und Selbstzweifel bei ihnen auslösen. „Besonders in diesen Domänen ist es für Frauen wichtig, sich nicht einschüchtern zu lassen. Entgegen aller Vorurteile bereichern sie die Führungsspitze enorm“, weiß die Motivationstrainerin. „Zur Steigerung des Selbstbewusstseins hat sich eine Methode besonders bewährt: Wer die eigenen Fähigkeiten und Erfolge regelmäßig notiert und diese wiederholt liest, spricht auf diese Weise das eigene Unterbewusstsein positiv an“, erklärt Gabriele Vincke. „Dank dieser verinnerlichten Gedanken strahlt frau die neue Stärke auch aus.“

Weitere Infos unter:

www.gabrielevincke.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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