IHK-Konjunkturumfrage Herbst 2015 bei Handel und Dienstleistung: Weiterhin sehr solide Entwicklung

Stellten die aktuellen Ergebnisse der Herbst-Konjunkturumfrage für den Handel und die Dienstleister vor: IHK-Vizepräsident Holger Piening, stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Harald Grefe, IHK-Vizepräsident Rainer Döring und IHK-Pressesprecher Jörg Deibert (v.l.) (Foto: IHK)
Stellten die aktuellen Ergebnisse der Herbst-Konjunkturumfrage für den Handel und die Dienstleister vor: IHK-Vizepräsident Holger Piening, stv. IHK-Hauptgeschäftsführer Harald Grefe, IHK-Vizepräsident Rainer Döring und IHK-Pressesprecher Jörg Deibert (v.l.) (Foto: IHK)

Die Dienstleistungsbranchen und der Handel in Ostwestfalen entwickeln sich insgesamt weiterhin sehr solide. Zu diesem Ergebnis kommt die Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) in ihrer aktuellen Herbstkonjunkturumfrage in diesen beiden Sektoren. 1.197 Unternehmen mit zusammen 57.600 Beschäftigten haben sich an der Befragung beteiligt.

Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der die momentane Lageeinschätzung der Betriebe mit ihren Erwartungen in Relation setzt, ist im Handel konstant bei 127 geblieben. Bei den Dienstleistern ist der Index deutlich von 104 im Frühjahr 2015 auf aktuell 116 gestiegen. Die 100 markiert die Grenze zwischen einer überwiegend positiven oder negativen Stimmung. „ Wir haben eine ausgesprochen stabile Konjunkturlage. Die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schlagen positiv durch und überlagern die Risiken“, kommentierte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Harald Grefe heute (15.09.2015) die Umfrageergebnisse bei deren Vorstellung vor der Presse.

„Über alle Branchen hinweg laufen die Geschäfte bei den Dienstleistern gegenwärtig gut, teilweise sehr gut“, betonte Holger Piening, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Dienstleistungsausschusses. Auch die Erwartungen gäben keinen Grund zur übertriebenen Besorgnis, wobei sich die die Schere zur aktuellen Lage etwas öffne: Der Saldo aus Besser-/Schlechtermeldungen sei seit dem Frühjahr 2015 um vier Prozentpunkte auf +17 gefallen. Die Erwartungen seien dennoch solide und die Ertragslage überwiegend zufriedenstellend.

„Die größten Risiken aus Sicht der Dienstleister stellen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Fachkräftemangel dar“, unterstrich Piening. Letzterer belaste am stärksten die Arbeitnehmerüberlassung, die IT-Dienstleister und das Gesundheitswesen. Deshalb soll dort vielfach auch weiterhin Personal eingestellt werden. So verfügten 36 Prozent der befragten Unternehmen über eine oder mehr offene Stellen. Das Kreditgewerbe will allerdings angesichts der anhaltenden Niedrigzinsphase Personal abbauen.

„Positiv wirkt sich die anhaltende Niedrigzinsphase jedoch auf das aktuell gute Konsumklima aus, denn es hält die Sparneigung gering“, berichtete Rainer Döring, IHK-Vizepräsident und Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses. Insbesondere die Geschäfte des Großhandels würden durch die guten Rahmenbedingungen befördert, beispielsweise auch durch den niedrigen Euro-Wechselkurs und die niedrigen Energiepreise.

Erfreulich sei der geplante Personalaufbau über alle Handelsstufen hinweg. Zudem seien sowohl die aktuelle Geschäftslage (Saldo aus Besser-/ Schlechtermeldungen: +22, wie im Frühjahr 2015) als auch die Erwartungen (Saldo +13, Frühjahr +10) erfreulich. Im Einzelhandel bleibe der Druck auf die Erträge sowie die Entwicklung der Arbeitskosten mit 55 Prozent als größtes Risiko bestehen. Döring: „Die aktuell guten Rahmenbedingungen überdecken den Strukturumbruch, aber wie lange noch?“. Im Großhandel rücke der Fachkräftemangel stärker in den Fokus.

www.ostwestfalen.ihk.de

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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