Geschäftsentwicklung unter den Erwartungen

Ostbevern. Die Geschäftsentwicklung des FRIWO-Konzerns wurde in den ersten sechs Monaten 2012 von dem vorsichtigen Bestellverhalten wichtiger Kunden negativ beeinflusst und blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück. Für das zweite Halbjahr erwartet der Hersteller hochwertiger Netz- und Ladegeräte der Marke FRIWO auf der Basis laufender Projekte und Kundengespräche jedoch eine Belebung von Auftragseingang und Umsatz.

Der Konzernumsatz erreichte im ersten Halbjahr 42,4 Mio. Euro, 18 Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum (51,7 Mio. Euro). Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass FRIWO im ersten Halbjahr 2011 ein starkes Wachstum und in der Folge einen Rekordumsatz erzielt hatte. Die Unsicherheiten aufgrund der ungelösten Staatsschuldenkrise in Europa und die nachlassende Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft führten im laufenden Turnus zu einem kurzfristig orientierten und insgesamt volatileren Bestellverhalten der FRIWO-Kunden. Zudem kam es bei einigen Kunden zu Terminverschiebungen von Neuprojekten. Als Folge des Umsatzrückgangs lag das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei minus 0,7 Mio. Euro nach einem positiven EBIT von 0,8 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2011. Unverändert striktes Kostenmanagement, positive Währungseinflüsse und ein positiver Trend bei der Margenentwicklung konnten den umsatzbedingten Ergebnisrückgang nur zu einem Teil kompensieren. Das Konzernergebnis der ersten sechs Monate 2012 erreichte minus 0,8 Mio. Euro (erstes Halbjahr 2011: plus 0,3 Mio. Euro). Damit errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von minus 0,10 Euro für das erste Halbjahr nach plus 0,04 Euro für den gleichen Vorjahreszeitraum.

Ausblick auf das Gesamtjahr 2012
Im ersten Halbjahr konnte FRIWO attraktive Projekte mit Neukunden gewinnen, vornehmlich in den zukunftsträchtigen Bereichen Licht und High Power (Stromversorgungen > 100 Watt). Aufgrund der üblichen Entwicklungsphasen werden diese Projekte allerdings voraussichtlich erst zum Ende dieses Jahres bzw. im Folgejahr umsatzwirksam. Zur Jahresmitte hat sich der Auftragseingang im FRIWO-Konzern wieder belebt. Der Auftragsbestand erreichte zum Ende des ersten Halbjahres wieder das Niveau der Jahresmitte 2011. Der leichte Aufwärtstrend bei den Bestellungen stützt die Annahme, dass es im zweiten Halbjahr zu einer Belebung der Umsatzentwicklung kommen wird. Für das Gesamtjahr 2012 geht der Vorstand davon aus, dass der Umsatzrückgang deutlich geringer als in den ersten sechs Monaten ausfallen wird, wenn auch das Erreichen des Umsatzniveaus des Jahres 2011 (98,1 Mio. Euro) jedoch aus heutiger Sicht eher unwahrscheinlich sein dürfte. In der Folge sollte sich auch das EBIT im zweiten Halbjahr deutlich verbessern, so dass auf Jahresbasis ein positives Konzern-EBIT erreichbar erscheint.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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