Entwicklung und Perspektiven des europäischen Binnenmarkts

Kreis Gütersloh. Auf Einladung des Qualifikationsprogramms Europa Intensiv der Universität Bielefeld und des Europe Direct Informationszentrums Kreis Gütersloh referierte jetzt Rolf Jungnickel, Sprecher des Team Europe, in der Uni zum Thema „Europäischer Binnenmarkt“.

Jungnickel stellte die Realisierung des Europäischen Binnenmarktes als einen großen Erfolg der europäischen Integration heraus. Mit dem Projekt „Binnenmarkt 1992“ wurde die Stagnation in der europäischen Integration der frühen 1980er Jahre überwunden. Mehrheitsentscheidungen und gegenseitige Anerkennung nationaler Normen und Standards traten zunehmend an die Stelle von lähmender Einstimmigkeit. Damit sollte ein Raum geschaffen werden, in dem sich Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital frei bewegen können. Von der Errichtungen des Binnenmarktes versprachen sich die europäischen Staats- und Regierungschefs höhere Produktivität, höhere Einkommen und die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Der Referent gab einen Überblick über die Entstehungsgeschichte und Entwicklung des europäischen Binnenmarktes mit den wichtigsten Meilensteinen und Errungenschaften. „Man muss bedenken, dass die Errichtung des Binnenmarktes ein stetiger – noch unvollendeter – Prozess ist“, erklärte Jungnickel den überwiegend studentischen Zuhörern.

„Natürlich gibt es bei so einem Projekt Gewinner und Verlierer“, glaubt Jungnickel. Er diskutierte mit den anwesenden Studenten seine These, dass zum Beispiel Deutschland entgegen der landläufigen Annahme nicht überproportional vom Binnenmarkt profitiert hat, sondern “nur“ in einem durchschnittlichem Maße, wie die meisten anderen Länder auch.

Auch heute 20 Jahre nach Errichtung des europäischen Binnenmarkts sind noch viele Potenziale ungenutzt. Mehr Freiheit für den Dienstleistungshandel, verbesserter Verbraucherschutz oder aber die Verbesserung der Mobilität von Menschen sind nur einige Beispiele. „Wie jeder andere Wirtschaftsraum und Markt wird auch der europäische Binnenmarkt wohl nie fertig sein“, schloss Jungnickel.

Weitere Informationen unter www.europedirect-gt.de.

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien. Sie erreichen Peer-Michael Preß unter: m.press@press-medien.de www.press-medien.de

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