Cyberkriminalität kann Unternehmen teuer zu stehen kommen

Secure Cloud Computing
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Spätestens seit der NSA-Affäre wissen die meisten Bürger um die technischen Möglichkeiten der Spionage. Auch viele Unternehmen sind potenzielle Angriffsziele von Spionage oder Cyberkriminalität. Ist ein Rechner schon infiziert, ist es jedoch meist aufwendig, das System wieder zu säubern. Daher sollte man beim Schutz seiner Daten auf Prävention setzen – und da können Unternehmen ihrerseits einiges tun.

Für Unternehmen gilt Ähnliches wie für private Anwender. Ohne einen funktionierenden Virenschutz und eine Firewall sollte man seine Rechner keinesfalls mit dem Internet verbinden. Wichtig sind auch regelmäßige Updates. Nur so werden Sicherheitslücken rechtzeitig geschlossen und die Virenprogramme erkennen auch neuere Schadprogramme.

Die Daten in der Cloud ablegen

Das dezentrale Auslagern von Daten bietet zweifellos viele Vorteile. Allerdings sollte man bei der Auswahl des Anbieters die Nutzungs- und Datenrechtsbestimmungen genau studieren. Welche Rechte räume ich dem Anbieter ein? Was passiert mit meinen Daten im Falle eines Verlusts? Auch der Standort der Server ist von besonderer Wichtigkeit – denn je nach Land gibt es unterschiedliche Datenschutzbestimmungen.

Eine verschlüsselte Übertragung bietet zwar einen gewissen Schutz, doch sicherer ist es, wenn der Anbieter die Daten an sich verschlüsselt, bevor sie in die Cloud abgelegt werden. Außerdem ist eine Zwei-Faktor-Authentifizierung wichtig, um Unbefugten den Zugang zu den Daten zu verwehren – auch dann, wenn Kriminelle beispielsweise über ein gestohlenes Mobilgerät auf die Cloud zugreifen wollen.

Eigene Server schützen

Server sind so etwas wie das Rückgrat der IT-Infrastruktur und spielen beim Zugriff auf das Internet eine wichtige Rolle. Die Sicherheit des eigenen Serversystems oder Netzwerks erfordert daher einen ständigen Überwachungsprozess, bei dem Maßnahmen stets angepasst werden müssen. Neben einem funktionierenden Virenschutz müssen die einzelnen Server ein umfassendes Monitoring erfahren. Wer diese Aufgabe nicht rund um die Uhr von Fachpersonal erledigen lassen will, für den gibt es spezielle Monitoring-Angebote als Software, die solch eine Überwachung des Systems ermöglichen.

E-Mail-Kommunikation verschlüsseln

Im geschäftlichen Umfeld ist das Verschlüsseln von Daten heutzutage Standard. Zum Verschlüsseln von E-Mails werden vor allem zwei Verfahren genutzt, nämlich S/MIME und PGP. Letzteres haben verschiedene kommerzielle Anbieter im Angebot, doch alternativ kann man auch kostenlose Open-Source-Software zur Mailverschlüsslung nutzen.

In Zeiten der Digitalisierung sollten Internetnutzer sorgfältig auf ihre Daten achten – das gilt im Besonderen für Unternehmen. Eine einzelne Schutzmaßnahme ist dabei oft nicht ausreichend. Erst durch die Kombination eines verlässlichen Virenschutzes mit Monitoring und Datenverschlüsslung erreicht man einen maximalen Schutz, damit Unbefugte keinen Zugriff auf betriebsinterne Informationen bekommen.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Die Themenschwerpunkte des Autors sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien und deren Umsetzung in der Praxis.

Seitb 20 Jahren ist er geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG mit den Tätigkeitsbereichen Buch- und Zeitschriftenverlag, Druckerei und Medienagentur.

Er absolvierte die Ausbildung zum Verlagskaufmann in der Gundlach Gruppe, Bielefeld, und schloss erfolgreich ein Studium zum Betriebswirt mit Abschlussarbeit im Bereich Marketing zum Thema „E-Commerce in der graphischen Industrie“ ab.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

m.press@press-medien.de
www.press-medien.de

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