CeBIT 2014: Sicherheit geht vor

Hannover. IT-Sicherheit ist das wichtigste Hightech-Thema des Jahres 2014. Das hat eine aktuelle Trendumfrage des BITKOM in der IT-Branche gerade ergeben. Konkrete Maßnahmen zum Schutz von Daten sowie zum richtigen und sicheren Umgang mit dem Netz bietet die IT-Leitmesse CeBIT vom 10. bis 14. März – und das von rund 500 Unternehmen, sowohl im Schwerpunkt „Security“ in Halle 12 als auch in anderen Messehallen.

Deutschland trotzt dem Lauschangriff
Die Berichte über internationale Lauschangriffe haben Regierungen und Wirtschaftsunternehmen gleichermaßen verschreckt. Auf der CeBIT zeigen die Sicherheitsspezialisten von Secusmart (Halle 12/B74) ihr Bundessicherheitsnetz. Dieses schützt mit mehreren Sicherheitsschranken jegliche Telefongespräche, ob mobil oder im Festnetz, vor Abhörattacken. Zum Portfolio gehören das SecuGATE LV für abhörsichere Telefonanlagen und SecuBRIDGE für hochsichere Telefonkonferenzen. Ergänzt wird das Angebot durch abhörsichere Tischtelefone. Für den Schutz der mobilen Sprach- und Datenkommunikation sorgt das „Merkel-Phone“, die SecuSUITE for BlackBerry 10. Sie wurde als erster Bestandteil des Bundessicherheitsnetzes der Öffentlichkeit vorgestellt. Inzwischen telefonieren fast alle deutschen Bundesbehörden mit der Lösung von Secusmart.

IT-Sicherheitstipps aus erster Hand
Unter dem Motto „See it. Control it. Protect it. With Kaspersky, now you can.“ bietet der über 370 Quadratmeter große CeBIT-Stand von Kaspersky Lab (Halle 12/C74) zahlreiche Informationsangebote. So finden im Rahmen des Kaspersky-Forums täglich Expertenvorträge statt, die sich aktuellen Themen wie dem Schutz kritischer Infrastrukturen oder der allgemeinen Bedrohungslage für Unternehmen widmen. Im Ausstellungsbereich werden die Besucher mittels Live-Demos zu allen Sicherheitsfragen fachkundig beraten.

Außerdem wird der „Godfather of IT-Security“, Eugene Kaspersky, am Messe-Dienstag, 11. März, zu einer Keynote bei den CeBIT Global Conferences (Halle 8, Center Stage) erwartet. Der IT-Sicherheitsexperte referiert in seinem Vortrag über die derzeit gefährlichsten Cyberattacken und deren Hintermänner. Neben den für den Kampf gegen Cyberkriminalität erforderlichen Maßnahmen erklärt der Chef von Kaspersky Lab, wie IT-Katastrophenszenarien verhindert werden können, zum Beispiel der Einsatz von Cyberwaffen gegen versorgungskritische Infrastrukturen.

Smartphone-Daten aus der Ferne löschen
Auf der CeBIT präsentiert das Unternehmen ESET (Halle 12/C40) neben anderen Sicherheitslösungen die in Kürze erscheinende neue Version von ESET Mobile Security für Android. Die dritte Generation der Software kommt mit einer Reihe zusätzlicher Funktionen – darunter die Option, die eingelegte SD-Karte aus der Ferne zu löschen. Darüber hinaus speichert die Sicherheitslösung auf Wunsch den aktuellen Gerätestandort, erstellt mit der Kamera Schnappschüsse oder sendet zuvor definierte Meldungen auf den Bildschirm. Die gesamte Diebstahlkontrolle lässt sich über die Internetseite my.eset.com vornehmen.

Wie sicher sind WLAN-Netze?
Der Security-Evangelist James Lyne von Sophos (Halle 12/C77) macht mit seiner „World Of Warbiking“-Tour jetzt auch in Deutschland Schlagzeilen. Vom Fahrradsattel aus und mit viel Technik ausgestattet checkt er live auf der Messe, wie viele WLAN-Netze schlecht oder gar nicht geschützt sind. Auf der Special Conference Security (Halle 12/D62) am CeBIT-Mittwoch, 12. März, erfahren die Besucher aus erster Hand, wie Lynes Security-Check wenige Tage zuvor in der Bundeshauptstadt Berlin ausgefallen ist – und wie man sein WLAN-Netz optimal schützt. Im Mittelpunkt des CeBIT-Auftritts von Sophos stehen neue Lösungen zur anwenderfreundlichen Datenverschlüsselung ohne Kompromisse.

Abhörsicherer Messenger als WhatsApp-Alternative
„IT-Sicherheit made in Germany“ verspricht die ostdeutsche Firma DIGITTRADE (Halle 12/D46) für ihre Smartphone-App Chiffry, die auf der CeBIT 2014 Premiere feiert. Die Kommunikations-App mit Verschlüsselung ermöglicht den schnellen und abhörsicheren Austausch von Informationen per Smartphone. Chiffry bietet aber nicht nur die von WhatsApp & Co. bekannten Messaging-Funktionen, sondern auch die Möglichkeit, andere Nutzer aus der Kontaktliste einfach anzurufen.

Mobil arbeiten mit sicherem Firmenzugriff
Im Mittelpunkt des Messeauftritts von Trend Micro (Security Plaza, Halle 12/C51) steht eine Lösung, die sich um den Schutz vertraulicher Daten kümmert und die über die bisher verfügbaren Ansätze zur Lösung der Sicherheitsproblematik von mobilen Geräten, die in die Firma mitgebracht werden („Bring Your Own Device“), hinausgeht: „Safe Mobile Workforce“ bietet den Mitarbeitern einen virtuellen mobilen Arbeitsplatz mit dem vollem Bedienkomfort des verwendeten Endgeräts, während die Daten oder Anwendungen ausschließlich auf den Unternehmensservern bleiben. Dabei können die Mitarbeiter wählen, ob sie Android- oder iOS-Geräte einsetzen.

Daten-Safe für Smartphone-Apps
Wenn sensible Unternehmensdaten mobil genutzt werden sollen, ist die Absicherung des Zugriffs ein zentraler Aspekt. Die DATEV eG (Halle 2/A54) zeigt auf der CeBIT eine wirkungsvolle Möglichkeit, Apps für Mobilgeräte so zu schützen, dass die darüber abrufbaren Daten bestmöglich gesichert sind. Weil die mobilen Betriebssysteme per se nicht für die Unterstützung von SmartCards gerüstet sind, musste ein alternativer Weg gefunden werden, diese Technologie mit Smartphones und Tablets zu nutzen. Dazu kommunizieren die Geräte über den Funkstandard Bluetooth mit dem Kartenleser DATEV mIDentity air. Ein Anwendungsbeispiel, das auf der CeBIT vorgestellt wird, ist der „Controllingreport mobil“, der Finanzdaten und unternehmerische Kennzahlen sicher auf ein Apple iPad bringt.

Handvenen-Scanner im Notebook
Fujitsu (Halle 7/A28) zeigt auf der CeBIT, wie neue mobile Endgeräte mit PalmSecure per Handvenen-Scan oder SmartCard-Authentifizierung das mobile Arbeiten sicherer machen können. Beispielhaft steht dafür das Fujitsu LIFEBOOK U904, laut Herstellerangabe das derzeit dünnste Business-Ultrabook in der 14-Zoll-Klasse. Hinzu kommen Einsatzszenarien rund um den stationären und mobilen Einsatz der biometrischen Authentifizierung per Handvenen-Scan – zum Beispiel für den Zugang zu IT-Systemen oder zu einem bestimmten Gebäudetrakt.

Vernetzte Konzepte verringern Angriffsrisiko
Im Nord/LB forum an Halle 17 zeigt Intel Security (P37) als Messe-Highlight McAfee Security Connected: Es ermöglicht Unternehmen und Organisationen, alle sicherheitsrelevanten Daten miteinander zu verbinden, um eine komplette Übersicht über die gesamte Infrastruktur, deren Gefahrenpotenziale sowie Möglichkeiten zur Risikominimierung zu erhalten. Durch eine komplett vernetzte Sicherheitsinfrastruktur (vom Netzwerk über die Server bis zum Endgerät) lässt sich die ständige Gefahr von Angriffen und die damit verbundene Einbuße bei Produktion, Reputation oder im finanziellen Bereich maßgeblich verringern.

www.messe.de

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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