4. VuP-Forum 2013 war sehr erfolgreich

Münster. Schnell noch die letzten Handgriffe umsetzen. Alles sollte perfekt der minuziösen Planung entsprechen. Getränke und Verpflegung für die Gäste stehen bereit, der Empfangsraum samt Catering wartet auf die Kunden und Interessenten. Namensschilder für die Gäste und die persönliche Begrüßung sind vorbereitet.

Die Technik arbeitet, die Mikrophone sind abgestimmt. Jeder im Team von Vallée und Partner kennt seine Aufgaben. Das 4. VuP – Forum 2013 wurde die ganz große Show. Die Logistikstrategen von Vallée und Partner führten am 07. März souverän durch eine gelungene Veranstaltung zum Thema Logistik und IT im Technologiehof in Münster.

Es warteten vier innovative Vorträge auf die Gäste, gehalten von kompetenten Vertretern aus Praxis und Wissenschaft. In der Mischung aus mittelständischer Bodenständigkeit und internationalem Charme, welche die Vertreter von rund fünfzig Unternehmen geboten bekamen, war wirklich für jeden etwas dabei. Die Spannung auf das, was da kommen sollte war dementsprechend groß und nachdem man sich für einen freundschaftlichen Austausch etwas Zeit genommen hatte, sollte es auch pünktlich losgehen.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Geschäftsführer Markus Lohmann, machte Franz Vallée den Anfang. Ein Dank für das Erscheinen, ein kleiner Witz – alle lachen. Der Einstand ist geglückt und nun drang man direkt in die Materie vor. Vallée zog die große Klammer um das diesjährige VuP – Forum. In seinem Vortrag „Logistikstrategien effizient umsetzen“ beschrieb er seinen Gästen, was eine gute Strategie überhaupt ausmacht und welche häufigen Fehler insb. in der Umsetzungsphase vermeidbar sind. Eine gute Logistikstrategie, so Vallée, muss verteidigungsfähig sein. Sie muss mehr als nur reagieren auf Probleme, die schon bestehen, sondern vielmehr ein Unternehmen wieder in die Lage versetzen selbst zu agieren und das Heft in die Hand zu nehmen. Der Professor für Logistik und IT führte weiter aus, dass es dabei nicht um bloße Rationalisierungsmaßnahmen ginge. Die Details sind wichtig und häufig sei es das Tagesgeschäft, das Führungsmitarbeiter von der Umsetzung neuer Strategien abhält. Allem voran muss das mittlere Management in den Veränderungsprozess einbezogen werden. Nur so könne man sich von anderen abheben und damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig steigern. Doch dazu bedarf es echten „Machern“, die nicht zwangsläufig im Unternehmen vorhanden sind oder aber nicht für den unbequemen Umsetzungsjob verheizt werden sollen. Unterstützung bietet hier natürlich ein Beratungsteam, das den Prozess von der Analyse über die Planung bis zur Umsetzung begleitet. Schon Voltaire habe in seinem vielbeachteten Zitat davon gesprochen, dass der Mensch den Fortschritt liebe, die Veränderung aber hasse. Nur informieren, schulen und überzeugen helfe, neue Wege zu beschreiten und somit die Zukunftsfähigkeit zu verbessern. Einem Unternehmen fehle allerdings oft die Zeit und die Ressourcen dies selbst zu bewerkstelligen. An dieser Stelle setzte das Angebot von Logistikdienstleistern wie Vallée und Partner an.

Anschließend dozierte Gerhard Kamlage von der Teutoburger Ölmühle GmbH & Co. KG aus Ibbenbüren zum Thema „Effizienzsteigerung durch nachhaltige Kooperation von Lebensmittelproduzenten“. Er beschrieb die Veränderungen, die der Bereich Logistik in der Vergangenheit durchlebt hat und welche Probleme mit jenen Veränderungen einhergingen. In der Lebensmittellogistik haben einige Lebensmittelhändler heute eine nahezu marktbeherrschende Stellung inne. Diese bieten ihre Strukturen vermeintlich günstig an. Kamlage riet aber davon ab, sich zu sehr von der Logistik anderer abhängig zu machen. Sind die eigenen Strukturen erst abgebaut, ist es zeit- und kostenaufwendig sie wieder herzustellen. Auf diesem Wege versetze man sich selbst in eine schlechte Position. Es könne natürlich sinnvoll sein externe Strukturen zu nutzen, allerdings hinge dies vom Einzelfall ab. Unter dem Strich könnten die Kosten für das Durchführen der Logistik durch einen Wettbewerber sogar höher sein, als die Kosten für eine eigene Transportlogistik. Geteilte Lieferketten bedingen meist auch einen verringerten Verkaufspreis des Einzelproduktes, so Kamlage. Es müsse eine genaue Abwägung zwischen verringerten Kosten für den Transport und jenem verringerten Verkaufspreis erfolgen. Sein Lösungsansatz aus Sicht eines klassischen Mittelständlers zu dieser Thematik gründe auf eine horizontale Logistikkooperation bestehend aus mehreren kleineren, mittelständischen Unternehmen, die ihre Warenlieferungen aus Gesichtspunkten der Kostenersparnis gemeinsam durchführen. Dadurch erhielten sich diese eine gewisse Unabhängigkeit vom Handel.

Viel Gesprächsstoff also für die dann folgende Pause. Ausgelassene Stimmung, Schulterklopfen und noch mehr Händeschütteln – Netzwerken pur. Man traf alte Bekannte und Weggefährten, Kollegen und Konkurrenten. Weitere Gründe dafür, warum das VuP – Forum auch dieses Jahr wieder so viel Interessierte fesseln konnte.

Danach stieß man in eine ganz andere Welt vor. Mit Dr. Oetker folgte in der Person von Hans- Jürgen Niemeyer ein Global – Player. Sein Thema war die „Logistische Zusammenarbeit in den dezentralen Strukturen der Oetker – Gruppe“. Er sensibilisierte zunächst für die Herangehensweise innerhalb der firmeninternen Logistik. Es sei zu beachten, dass jede Landesgesellschaft ihre Geschäfte selbstständig führe und es dementsprechend viele Ansätze zu diesem Thema gäbe. Man wolle die Logistik effizienter gestalten. Zentrale Anforderung hierbei: 100% Frische bis zum „point of sale“. Dies sei der Markenkern, der Dr. Oetker krisenfester gegenüber anderen Unternehmen gemacht habe. Die große Herausforderung hierbei sei vor Allem der potenzielle Handlungsspielraum für logistische Konsolidierungen. Die Qualität des Transportes müsse oberste Priorität haben. Auch Niemeyer riet den Zuhörern, sich in diesem Zusammenhang die Hilfe durch einen Logistikberater zu suchen. Dieser Partner könne neue Sichtweisen eröffnen, die dem eigenen Team bisher verschlossen geblieben seien. Man blicke ferner zuversichtlich auf die eigenen Umstrukturierungen und habe den Wegbegleiter, der diese Wege kenne, in Vallée und Partner gefunden.

Herrmann Pulm von der Ehrhardt & Partner GmbH & Co. KG bot im letzten Vortrag des Nachmittags eine Hilfestellung bei der Wahl der optimalen Logistiksoftware. Für sein Thema „Die richtige IT für ihre Logistik – ERP vs. LVS: Entscheidungskriterien zum Einsatz eines modernen Lagerverwaltungssystems“ lieferten sich die IT – Systeme ERP und LVS einen interaktiven Schlagabtausch. Pulm beschrieb, dass ERP vor Allem durch eine gute Infrastruktur überzeugen könne. In puncto Zukunftssicherheit, Branchenerfahrung, Flexibilität, Kosten und Unabhängigkeit hielten sich die beiden Systeme in etwa die Waage, so Pulm. Für das LVS – System spreche in erster Linie der ausgeprägte Funktionsumfang, der standartmäßig mit dem System geliefert würde. In der Summe empfahl er deshalb LVS, dessen Kernkompetenz er für spezifischer hielt. Der Gebrauch von LVS könne schnell zehn bis fünfzehn Prozent Kostenersparnis in diesem Bereich ausmachen. Mittel, die jedes Unternehmen anderweitig verwenden könne.
Mit diesem letzten Eindruck entließ daraufhin Markus Lohmann die Gäste in den Abend. Viele nutzten noch die Einladung zu einem gemeinsamen, abschließenden Imbiss. So klang das VuP – Forum 2013 mit vielen zufriedenen Gesichtern allmählich aus. Die ersten mussten los. Nur schnell noch die Nachfrage: „Sehen wir uns nächstes Jahr? Klar, auf jeden Fall!“

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Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

Sie erreichen Peer-Michael Preß unter:

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