Wie viel „Nano“ ist in neuen Produkten

 

Münster. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat die Förderung eines Unternehmensnetzwerks aus Münster um ein Jahr verlängert. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung von Methoden und Geräten, mit denen sich Nanomaterialien in alltäglichen Produkten und ihre mögliche Freisetzung in die Umwelt untersuchen lassen. Im Netzwerk arbeiten elf münsterische Unternehmen sowie das Biomedizinische Technologiezentrum der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster zusammen.

Nanomaterialien sind kleinste Partikel oder hauchdünne Schichten, die mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen sind und gewisse Funktionen erfüllen. So sind Nanopartikel für den hohen Schutzfaktor in Sonnencremes, für die Kratzfestigkeit von Autolacken oder die brillanten Farben auf Verpackungen verantwortlich. Sie helfen aber auch dabei, Medikamente gezielter an die erkrankten Stellen im Körper zu bringen oder Tumore eher sichtbar zu machen.

In allen Fällen spielt die Frage nach der Sicherheit der neuen Materialien eine große Rolle. Allerdings fehlen bisher geeignete Methoden, um die vielen verschiedenen Nanomaterialien in allen Fällen nachweisen und charakterisieren zu können. Diese Lücke wollen die münsterischen Netzwerk-Experten durch die Entwicklung innovativer Nachweismethoden und –geräte schließen, die von Industrieunternehmen aus den Branchen Umwelt, Lebensmittel, Kosmetik und Pharma direkt eingesetzt werden können.

Neue innovative Analyseverfahren optimieren die Entwicklung, Produktion und Qualitätskontrolle von Produkten, in denen Nanomaterialien eingesetzt werden. Zusätzlich kann geprüft werden, ob die Materialien aus den Produkten freigesetzt und so zu einem Risiko für Mensch und Umwelt werden können. Solch umfassende Prüfungen werden langfristig die Sicherheit von Produkten mit darin enthaltenen Nanomaterialien gewährleisten.

Das BMWi unterstützt das Netzwerk im kommenden Jahr mit 32.000 Euro aus dem begehrten Topf des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand. Das ZIM ist das wichtigste Instrument zur Unterstützung von Forschungs- und Technologievorhaben des Mittelstandes in Deutschland. Die restlichen 14.000 Euro des Gesamtbudgets von 46.000 Euro trägt das Netzwerk, das bei der Technologieförderung Münster GmbH angesiedelt ist.

„Die Fortsetzung der Förderung ist Auszeichnung und Ansporn zugleich für den Nanobioanalytik-Standort Münster“, freut sich Dr. Thomas Robbers, Geschäftsführer der Technologieförderung Münster GmbH. „Das Netzwerk ergänzt die Grundlagenforschung im CeNTech und in den Instituten der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zudem passt es hervorragend zum Nano-Bioanalytik-Zentrum, das Ende des Jahres bezugsfertig ist“, ergänzt Netzwerkmanager Dr. Klaus-Michael Weltring.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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