SPD-Fraktionvize Kelber fordert Stromkunden zum Wechseln auf

Berlin (dapd). Angesichts steigender Strompreise hat SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber die Stromkunden zum Wechseln aufgefordert. „Verbraucher sollten zu den Anbietern wechseln, die die gesunkenen Beschaffungspreise auch an die Kunden weitergeben“, sagte Kelber der Nachrichtenagentur dapd. Obwohl der Strompreis an der Börse sinke, werde der Strom für den Verbraucher immer teurer.

Kelber verwies darauf, dass die verschiedenen Umlagen, mit denen die Verbraucher die Ökostromförderung oder die Nutzung der Stromnetze finanzieren, im kommenden Jahr voraussichtlich um 2,1 bis 2,2 Cent steigen würden. Am Montag wollen die Netzbetreiber die Höhe der sogenannten EEG-Umlage für 2013 bekannt geben. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd wird sie von derzeit 3,59 Cent pro Kilowattstunde um knapp 50 Prozent auf 5,27 Cent klettern. Kelber kritisierte, dass dieser Anstieg zu einem Großteil auf die Entscheidung zurückzuführen sei, die Umlage 2012 vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bewusst niedrig zu halten. „Daher ist ein massives Defizit entstanden, das nun auf einmal ausgeglichen wird.“ Auch die Solarenergie sei bislang ein deutlicher Preistreiber gewesen, dies werde sich aufgrund der Förderkürzungen aber ändern. Es bestehe jedoch die Gefahr, dass künftig die Offshore-Windenergie die Kosten in die Höhe treiben könnte. Für 2014 rechnet Kelber damit, dass die Ökostrom-Umlage nicht weiter steigen und voraussichtlich sogar sinken werde. „Die EEG-Umlage wird 2014, wenn die Regierung nicht noch irgendeinen Blödsinn macht, sinken“, sagte der SPD-Politiker voraus. Zugleich forderte Kelber Änderungen am Erneuerbare-Energien-Gesetz. So müssten Preisvorteile, die es gibt, künftig besser ausgeschöpft werden. Auch müsse der Strommarkt anders organisiert werden. Den Vorschlag von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) für eine Reform des Gesetzes bezeichnete Kelber als „Flickschusterei“. Es sei unverschämt, dass der Minister lediglich Eckpunkte zu einem Gesetz vorgelegt habe, „statt die Organisation der Energiewende endlich mit Konzept anzugehen“. Am Montag will die SPD-Bundestagsfraktion in einem Workshop über geeignete Schritte zum weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien beraten.

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Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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