Eine Busreise zu Integrationsunternehmen im Kreis Steinfurt

Zu Gast Integrationsunternehmen im Kreis Steinfurt
Inklusiv arbeiten – zu Gast Integrationsunternehmen im Kreis Steinfurt (Foto: : Münsterland e.V.)

Kreis Steinfurt. Mit 47 Integrationsunternehmen, davon zwölf im Kreis Steinfurt, leistet das Münsterland einen wichtigen Beitrag zur Inklusion in der Arbeitswelt in NRW. Welche Perspektiven sich für Menschen mit und ohne Behinderungen, für Arbeitgeber und Beschäftigte auftun, haben am vergangenen Donnerstag rund 20 Vertreter aus arbeits- und wirtschaftsnahen Institutionen erfahren: Bei einer Busreise der Regionalagentur Münsterland, der Landesberatungsgesellschaft G.I.B. sowie dem LWL, ging es zu drei Integrationsunternehmen im Kreis Steinfurt.

Beim Familienunternehmen AT Zweirad in Altenberge bekamen die Teilnehmenden einen Einblick in die Lackierung, Einspeichung und Montage von Fahrrädern. Im Unternehmen hat etwa jeder fünfte Mitarbeiter eine Behinderung. „Viele dieser Einschränkungen sind nicht angeboren und treten erst im Laufe des Lebens auf“, erklärt Alexandra Poppenborg von der Regionalagentur Münsterland. „Einige Menschen sind danach nicht mehr in der Lage, ihren bisherigen Beruf auszuüben. Inklusionsunternehmen sind daher eine gute Möglichkeit, wieder zurück ins Berufsleben zu finden.“

Mit dem Bus ging es anschließend weiter zum Kaffeehaus des Caritas-Verbandes Rheine e.V., bevor als letzte Station die Firma ge-gra Muster GmbH in Emsdetten auf dem Plan stand. Hier werden Stoff-Musterkarten für Möbelhäuser und Großhändler in Handarbeit hergestellt.

„Unsicherheiten sind auf Unternehmerseite da – das Interesse aber auch“, erläutert Helmut Kleinen von der G.I.B. „Wir wollen die Unternehmer dazu ermutigen, eine eigene Inklusionsabteilung zu gründen. Es gibt viele Hilfsangebote, Unternehmen sind dabei nicht auf sich allein gestellt.“

Während der Fahrt diskutierten die Teilnehmer lebhaft, wie aus Unternehmen Integrationsunternehmen werden können, welche Förderungsmöglichkeiten es gibt und in wie weit Integrationsunternehmen sich am Markt behaupten können. Zum Ende der Reise waren sich alle Teilnehmer einig: Der Aufwand, den die Unternehmen auf sich nehmen, zahlt sich am Ende aus. So werden mit diesem sozialen Engagement hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Fachkräfte gewonnen, die ihre speziellen Begabungen erfolgreich ins Unternehmen einbringen.

www.muensterland.com

Veröffentlicht von

Sascha Brinkdöpke

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