Coronavirus beeinträchtigt regionale Betriebe

Der Ausbruch des Coronavirus in China hat auch negative Auswirkungen auf die Ex- und Importgeschäfte der Unternehmen im Bezirk der IHK Osnabrück – Emsland – Grafschaft Bentheim. Das zeigt eine IHK-Blitzumfrage bei den auslandsaktiven Unternehmen, an der sich rund 100 Betriebe beteiligten.

„Knapp die Hälfte der Betriebe verzeichnet bereits eine Beeinträchtigung ihres Geschäfts durch den Ausbruch des Coronavirus“, erklärt Frank Hesse, IHK-Geschäftsbereichsleiter International. Ein Drittel der Unternehmen sei von Reisebeschränkungen für die Mitarbeiter betroffen. So würden geplante Geschäftsbesuche verschoben oder Messeauftritte abgesagt. Fast jedes vierte Unternehmen leide zudem unter Produktionsstopps in den chinesischen Betrieben, 15 % beklagten den Ausfall von Zulieferungen. Längere Unterbrechungen der Lieferketten stellten die Unternehmen vor Probleme. Zwar hätten die meisten Unternehmen noch Puffer in ihren Lägern, diese leerten sich jedoch. Teilweise sei auch der Dokumentenversand durch Kurierdienste wie DHL eingeschränkt oder nicht möglich.

„Die Umfrageergebnisse sind nur eine Momentaufnahme. Prognosen sind wegen des Verlaufs der Erkrankungswelle unklar“, ergänzt Hesse. Sicher sei, dass der bilaterale Handel zwischen China und Deutschland leiden werde. Mindestens bis Mitte März sei mit einer angespannten Situation zu rechnen. Schon jetzt verzeichneten 15 % der regionalen Betriebe Rückgänge bei ihren Exportumsätzen nach China.

Nach Angaben der IHK ist China ist nach den Vereinigten Staaten von Amerika der wichtigste außereuropäische Auslandsmarkt für die Unternehmen im IHK-Bezirk. Knapp 250 regionale Betriebe sind dort aktiv. Von den befragten Unternehmen unterhalten 47 % Exportbeziehungen zu China, 33 % importieren Waren von dort, 20 % haben eine eigene Niederlassung in China.

Informationen zum Umgang mit dem Coronavirus gibt die Auslandshandelskammer in China („AHK Greater China“) unter https://china.ahk.de/coronavirus-updates.

Weitere Informationen: IHK, Frank Hesse, Tel.: 0541 353-110 oder E-Mail: hesse@osnabrueck.ihk.de

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