Freuten sich über ein volles Haus(v.l.n.r.): Christina Flöter (Referentin IHK Lippe), Moderator Markus Knoblich (Radio Lippe), Volker Steinbach (Präsident IHK Lippe), Michael Falkenrath (BVK e.V., Bezirksverband Lippe und stellvertretender Leiter Arbeitskreises Versicherungsvermittler:innen), Eckhard Maaß (Leiter IHK Arbeitskreises Versicherungsvermittler:innen), Holger Wienke (Vorstandsvorsitzender BWV e.V. OWL), Astrid Sander (Vorsitzende BVK e.V., Bezirksverband OW) sowie Referent Ernst-Wolfgang Holzapfel (Referent). (Foto: IHK Lippe)
Freuten sich über ein volles Haus(v.l.n.r.): Christina Flöter (Referentin IHK Lippe), Moderator Markus Knoblich (Radio Lippe), Volker Steinbach (Präsident IHK Lippe), Michael Falkenrath (BVK e.V., Bezirksverband Lippe und stellvertretender Leiter Arbeitskreises Versicherungsvermittler:innen), Eckhard Maaß (Leiter IHK Arbeitskreises Versicherungsvermittler:innen), Holger Wienke (Vorstandsvorsitzender BWV e.V. OWL), Astrid Sander (Vorsitzende BVK e.V., Bezirksverband OW) sowie Referent Ernst-Wolfgang Holzapfel (Referent). (Foto: IHK Lippe)

13. Tag der Versicherungswirtschaft

KI nutzen – aber richtig

Lippe – Mit rund 130 Versicherungsvermittler:innen aus der Region fand der 13. Tag der Versicherungswirtschaft in der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) statt. Inhaltlich drehte sich dieses Austausch- und Weiterbildungsformat um Künstliche Intelligenz (KI) sowie dessen Chancen und Folgen aktuell und zukünftig für die Branche.

Alle zwei Jahre veranstaltet der IHK-Arbeitskreis Versicherungsvermittler:innen die Veranstaltung in Kooperation mit dem Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), dessen Bezirksverbänden Ostwestfalen und Lippe sowie dem Berufsbildungswerk der Versicherungswirtschaft OWL (BWV OWL).

Was ist bei KI inzwischen technisch machbar und was ist rechtlich möglich? Ernst-Wolfgang Holzapfel (Syndikusanwalt Provinzial) zeigte in seinem Vortrag anschaulich, wie aktuelle KI-Werkzeuge arbeiten und wie Unternehmen KI heute und künftig nutzen können. Er wies aber auch ausdrücklich auf die verbundenen Risiken hin. Sowohl bei der Erzeugung von Texten und Bildern durch KI könnten Urheberrechte verletzt werden, so Holzapfel. KI werde zudem bewusst für die breite Streuung von Fehlinformationen und gefälschten Bild- und Videomaterials genutzt. Dennoch biete die Nutzung KI gerade auch für das Versicherungswesen große Chancen zur Automatisierung von Prozessen und damit zur Entlastung von Mitarbeitenden, meint Holzapfel. Er betonte „Jedes Unternehmen, das KI-Tools wie zum Beispiel ChatGPT oder DELL-E nutzen möchte, muss Leitlinien zur Nutzung verabschieden und die Mitarbeitenden schulen. Um ausschließlich mit korrekten Informationen zu arbeiten, Datenschutz zu gewährleisten und unser Wissen zu schützen, bauen wir gerade ein eigenes „Provinzial-GPT“ auf, zeigte Holzapfel einen Weg für auf, um die Risiken zu minimieren.

Online aus München zugeschaltet, referierte Dr. Klaus Driever (Digital Initiatives & Regulatory in der Allianz Kunde und Markt GmbH) über KI im Versicherungsbetrieb und vor allem über praktische Anwendungen und Chancen zur Optimierung der Kundenberatung. Er ging dabei auch auf Umsetzungsbeispiele aus China und den USA ein, die KI schon sehr intensiv einsetzen. Driever prognostiziert, dass das Kunde-Vermittler-Verhältnis sich auch in Deutschland durch die Nutzung digitaler Zwillinge, Chat-Bots und Avatare grundlegend verändern werde. Dennoch blieben das persönliche Gespräch bis hin zur Vertragsunterzeichnung ein „echter“ und wichtiger Bestandteil des Geschäfts.

Eine abschließenden Austauschrunde mit Referenten und Organisatoren bot Platz für reichlich Fragen der Anwesenden. Gerade jüngere Unternehmer:innen der Versicherungswirtschaft sahen hier in der Zukunft vor allem die Chancen durch KI. Am Rande der Vorträge boten sich zudem zahlreiche Austauschmöglichkeiten mit Kolleg:innen aus der Region.

Ein Workshop für Auszubildende war wie jedes Mal fester und beliebter Bestandteil des Tages der Versicherungswirtschaft, um langfristig qualifizierte Nachwuchskräfte für die Branche zu gewinnen. Michael Falkenrath gab den rund 40 Auszubildenden einen praktischen Einblick in Fragestellungen rund um den Weg in die Selbstständigkeit mit einer eigenen Versicherungsagentur.

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WIR Redaktion

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