IHK Analyse: Bedeutung der Teilzeitbeschäftigung in der Region steigt

Atypische Beschäftigungsverhältnisse – Teilzeitbeschäftigung, Zeitarbeit sowie geringfügige Beschäftigung – haben nach wie vor eine hohe Bedeutung für die Unternehmen in der Region Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim. Wie eine aktuelle IHK-Analyse zu diesem Thema zeigt, lag die Quote der atypischen Beschäftigten im Jahr 2019 bei 42,7 %. Damit ist sie gegenüber 2014 – dem Jahr, für das die IHK letztmals entsprechende Daten ausgewertet hatte – nahezu konstant geblieben.

„Atypische Beschäftigung bietet sowohl für Unternehmen als auch für Beschäftigte Vorteile: Sie schafft die notwendige Flexibilität im Betriebsablauf und bietet auch Arbeitnehmern gewisse Freiräume, beispielsweise zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie“, kommentierte IHK-Frank Hesse, IHK-Geschäftsbereichsleiter Wirtschaftspolitik, die Ergebnisse.

Während insgesamt ein konstanter Trend festzustellen ist, sind die Anteile der geringfügigen Beschäftigung sowie der Zeitarbeit zuletzt sogar gesunken. Im Gegensatz dazu ist die Teilzeitbeschäftigung weiter gestiegen und bestätigt damit den Trend der vorangegangenen Jahre.

Insgesamt arbeiteten 2019 knapp 117.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in der Region in Teilzeit, was im Fünfjahresvergleich einen Anstieg um 28 % bedeutet. Im Vergleich dazu stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Vollzeit lediglich um 12 % auf rund 302.000 an. Hinzu kommen rund 78.000 ausschließlich geringfügig Beschäftigte, deren Zahl seit 2014 allerdings um rund 6.000 abgenommen hat.

Laut Statistischem Bundesamt ist der Großteil der Teilzeitarbeitenden mit dem Arbeitsvolumen zufrieden. 10,4 % der Teilzeitbeschäftigten möchten allerdings mehr arbeiten – im Durchschnitt 13,6 Stunden pro Woche. „Könnten diese Personen die gewünschte Mehrarbeit leisten, z. B. durch eine bessere öffentliche Kinderbetreuung, könnten nach unseren Berechnungen rund 6.650 zusätzliche Vollzeitstellen im IHK-Bezirk entstehen. Das wäre ein substanzieller Beitrag zur Linderung des Fachkräftemangels“, so Hesse.

Die IHK-Analyse ist unter www.osnabrueck.ihk24.de (Nr. 4907886) abrufbar.

Weitere Informationen: IHK, Christian Weßling,
Tel.: 0541 353-135
oder E-Mail: wessling@osnabrueck.ihk.de

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