Prof. Dr. Christine Silberhorn von der Universität Paderborn. - Foto: Universität Paderborn
Prof. Dr. Christine Silberhorn von der Universität Paderborn. - Foto: Universität Paderborn

Uni Paderborn: Internationale Quantenforschung wird vorangetrieben

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hat das geplante PhoQS Lab der Universität Paderborn, bei dem Forschung zu Quantentechnologien auf höchstem Niveau betrieben werden soll, in das Bund-Länder-Programm für die Förderrunde 2021 aufgenommen. Das hat das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW bekanntgegeben. Insgesamt investieren Bund und Länder rund 60 Millionen Euro. 

Quantentechnologien befinden sich an der Schnittstelle von reiner Grundlagenforschung und praxistauglicher Anwendung. Ziel ist es, sowohl in der Technologieentwicklung zu photonenbasierten Quantenanwendungen als auch in der theoretischen sowie experimentellen Konzeptfindung neue Forschungsansätze zu entwickeln. Von sicherer Kommunikation über schnelle Informationsverarbeitung bis zum Quantencomputer: Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Das Vorhaben der Universität Paderborn wurde zuvor bereits vom Wissenschaftsrat mit der Bestnote „herausragend“ bewertet.

Im „Laboratory for Photonic Quantum Systems“ (PhoQS Lab) arbeiten künftig Wissenschaftler aus den Bereichen Physik, Elektrotechnik, Informatik und Mathematik zusammen. Sprecherin ist die Leibniz-Preisträgerin Prof. Dr. Christine Silberhorn: „Ich freue mich, dass die Paderborner Expertise im Profilbereich Optoelektronik und Photonik durch die Entscheidung eine deutliche Wertschätzung erfährt“, so die Physikerin. Die Realisierung des Forschungsbaus sei auch strategisch ein wichtiges Vorhaben für die Universität, so Silberhorn weiter. Damit schaffe sie infrastrukturell beste Voraussetzungen für die Weiterentwicklung der Quantenforschung auf internationaler Ebene und könne sich in der internationalen Forschungslandschaft noch besser positionieren.

„Die Förderung ist eine großartige Anerkennung der jahrelangen Anstrengungen und der ausgezeichneten Arbeit aller beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Mit dem Forschungsbau können wir die Kompetenzen in der interdisziplinären Zusammenarbeit noch gezielter bündeln“, sagt Uni-Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf.

Der Baubeginn ist für 2022 geplant.

Text: Nina Reckendorf

Expertenkontakt:

Prof. Dr. Christine Silberhorn, Department Physik, Tel.: 05251/60-5884, E-Mail: christine.silberhorn@upb.de

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