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Trends in der Sportwirtschaft für 2019

Der Sport wird digital. Wie in zahlreichen anderen Branchen auch, bestimmt vor allem der technologische Fortschritt die aktuelle Entwicklung in diesem Geschäftsfeld. Der Ausbau der IT-Infrastruktur, die zunehmende Vernetzung der Gesellschaft und die Verfügbarkeit technischer Neuerungen wie Virtual Reality-Geräte tragen alle dazu bei.

Die Entwicklung vollzieht sich dabei auf den verschiedensten Ebenen. Hinter den Kulissen wird die Verwaltung von Vereinen und Veranstaltungen modernisiert. Athleten entdecken neue Möglichkeiten, mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu treten. Und zahlreiche Dienstleister entwickeln Angebote, die sich gezielt an Sportbegeisterte richten. Die technischen Innovationen, die den neuen Konzepten zugrundelegen, haben sich fest im Wirtschaftsgeschehen etabliert. Während Trends oft vorübergehender Natur sind, dürften sich viele dieser Entwicklungen daher langfristig behaupten. Dieser Artikel stellt einige der größten Trends für 2019 vor.

Wettgeschäft

Dieses Geschäft hat in Deutschland einen beispiellosen Boom erlebt, seit das Monopol des staatlichen Wettanbieters Oddset durch die EU gekippt wurde. Ein besonders großer Anteil dieses Wachstums entfällt dabei auf Buchmacher, die ihre Dienste im Netz anbieten. Das dürfte vor allem daran liegen, dass der Abschluss von Online Wetten besonders bequem ist. Möglich macht das unter anderem die Arbeit zahlreicher mittelständischer IT-Dienstleister, die Lösungen für die Nutzung der Angebote im Browser oder in der Smartphone-App entwickeln.

eSports

Noch vor wenigen Jahren wurden eSports von den Athleten anderer Sportarten belächelt. Diese Zeiten sind jedoch vorbei, denn der Bildschirmsport hat in puncto Beliebtheit und wirtschaftlicher Bedeutung viele klassische Disziplinen längst überholt. Um die Organisation von Veranstaltungen und die Vermarktung der eSports hat sich ein dynamischer Wirtschaftszweig entwickelt. Das Wachstum der letzten Jahre hat sich steil entwickelt, ein Ende des Aufwärtstrends ist nicht in Sicht. Wie ernst das Thema mittlerweile genommen wird, zeigt sich auch im zunehmenden Engagement der Universitäten in diesem Bereich.

Der Athlet als Content Creator

Auch die Berichterstattung zum Sport, die bis vor kurzem noch fest in der Hand traditioneller Medien war, unterzieht sich einem Wandel. Nicht nur die zahlreichen Blogs und Fangruppen auf sozialen Netzwerken gestalten die Kommunikation über den Sport neu. Auch die Athleten selbst inszenieren ihren öffentlichen Auftritt zunehmend selbst. Möglich gemacht wird dies vor allem durch Plattformen wie Instagram und Twitter. Noch befindet sich dieses Phänomen im Anfangsstadium. Es ist allerdings damit zu rechnen, dass Athleten das Potenzial in den nächsten Jahren zunehmend ausnutzen werden. Indem sie ihr öffentliches Image gezielt steuern, können sie beispielsweise ihren Wert als Werbeträger maximieren. Besonders relevant könnte das für Sportarten sein, in denen Sportler traditionell eher schlecht bezahlt werden.

Auch in andere Entwicklungen gilt es, in der nächsten Zeit zu verfolgen. Große Vereine und Sportverbände beginnen gerade erst damit, die Möglichkeiten der intelligenten Datenanalyse für sich zu entdecken. Sie hoffen, Fans zukünftig auf diese Weise mit personalisierten Angeboten ansprechen zu können. Auch auf die zunehmende Verbreitung der VR-Technologie setzt die Industrie große Hoffnungen. Sie soll dabei helfen, die Aufmerksamkeit von Zuschauern besser zu steuern. Denn die müssen sich Spiele, die im Fernsehen übertragen werden, heutzutage allzu oft mit dem Smartphone der Zuschauer teilen. Ob die Erwartungen der Industrie in dieses neue Medium erfüllt werden, bleibt eine spannende Frage. 

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