Die Initiative „#SheTransformsIT“ setzt sich für Reformen in der Bildung, einen Wandel in der Unternehmenskultur und mehr Sensibilität für Genderstereotype ein. - Logo: SheTransformsIT
Die Initiative „#SheTransformsIT“ setzt sich für Reformen in der Bildung, einen Wandel in der Unternehmenskultur und mehr Sensibilität für Genderstereotype ein. - Logo: SheTransformsIT

Initiative „#SheTranformsIT“ für mehr Frauen in der Digitalisierung

Nur jede sechste IT-Fachkraft (17 Prozent) ist weiblich, nur jede siebte Bewerbung auf einen IT-Job (15 Prozent) kommt von einer Frau: Um die Rolle von Frauen beim digitalen Wandel zu stärken, hat sich das Bündnis „#SheTransformsIT“ gegründet. Die Initiative wird vom Digitalverband Bitkom unterstützt und geht auf dem heute beginnenden Digital-Gipfel der Bundesregierung erstmals an die Öffentlichkeit. Den Gründungsaufruf haben mehr als 50 führende Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Medien und Wissenschaft unterzeichnet, darunter Susanne Dehmel aus der Bitkom-Geschäftsleitung.

„Digitalisierung bedeutet technologische Innovation, wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftlichen Aufbruch. Damit verbunden ist das Versprechen, dass alle an der Digitalisierung gleichberechtigt teilhaben und sie mitgestalten können. Dementsprechend sollten Frauen in der Digitalwirtschaft viel stärker aktiv werden. Diversität und Vielfalt sind Werte an sich, und wenn Frauen die Digitalisierung aktiv mitgestalten, wird das zu mehr Innovationen, Erfolg und Teilhabe führen“, sagt Dehmel. Zudem wirke sich der geringe Frauenanteil auch negativ auf den IT-Arbeitsmarkt aus. Dehmel: „In allen Branchen werden IT-Fachkräfte händeringend gesucht, Zehntausende Stellen können nicht besetzt werden. Dem Fachkräftemangel können wir wirksam begegnen, wenn wir mehr Frauen für IT-Jobs begeistern.“

Die Initiative „#SheTransformsIT“ setzt sich für Reformen in der Bildung, einen Wandel in der Unternehmenskultur und mehr Sensibilität für Genderstereotype ein. Konkret schlagen die Erstunterzeichnerinnen vor:

Bildung

Schülerinnen schon in jungen Jahren für Digitalisierung begeistern und digitale Kompetenzen vermitteln.
Lehrkräfte in der Förderung von Schülerinnen bestärken.
Studiengänge und Weiterbildungsangebote speziell für Frauen entwickeln.
Weibliche Vorbilder sichtbar machen

Unternehmenskultur

Frauen in Digital-Jobs holen und halten, Kulturwandel in Tech-Unternehmen und IT-Abteilungen fördern, Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärken. Digitalgründerinnen stärken und sichtbar machen, Zahl der Investorinnen in den Venture Capital Fonds erhöhen.

Medien und Öffentlichkeit

Frauen in die digitale Öffentlichkeit bringen, gegen Online-Anfeindungen vorgehen, weibliche Vorbilder medial bespielen. Stereotypen in Schul- und Kinderbüchern entgegentreten, Genderneutralität als Auflage für Schulbücher festlegen, Label für Werbung ohne Technik-Stereotype einrichten.

Politik

Mitgestaltung des regulatorischen Rahmens für die digitale Transformation durch Frauen. Vergabe von öffentlichen Aufträgen unter gendergerechten Kriterien. Weitere Informationen zur Initiative gibt es unter www.SheTransformsIT.de. In den sozialen Netzwerken kann unter #SheTransformsIT diskutiert werden.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden Diversity-Verantwortliche, Frauen-bzw. Gleichstellungsbeauftragte, HR-Manager bzw. Geschäftsführer von 504 Unternehmen ab 10 Mitarbeitern in der IT- und Telekommunikationsbranche telefonisch befragt. Die Fragestellungen lauteten: „Wie groß ist in Ihrem Unternehmen der Anteil von Frauen im Top-Management, im Mittel-Management, unter den Projektmanagern, unter Ihren IT-Spezialisten, an der gesamten Belegschaft und unter den Bewerbern für Stellen als IT-Spezialisten?“ Die Umfrage ist repräsentativ für die Branche.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.