Das Modell im Foyer des neuen Firmensitzes der G&S IT Group veranschaulicht die Wirkungsweise der Software G&S SatConnect. V.l.n.r.: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Geschäftsführer Daniel Guth, Hannes Quast (WFO) und Geschäftsführer David Schmitz tauschten sich unter anderem dazu aus. - Foto: WFO / Ingmar Bojes
Das Modell im Foyer des neuen Firmensitzes der G&S IT Group veranschaulicht die Wirkungsweise der Software G&S SatConnect. V.l.n.r.: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, Geschäftsführer Daniel Guth, Hannes Quast (WFO) und Geschäftsführer David Schmitz tauschten sich unter anderem dazu aus. - Foto: WFO / Ingmar Bojes

G&S IT Group: Technik aus Osnabrück vernetzt die Welt

So sieht es aus, wenn Startups erwachsen werden: Anfang des Jahres bezog die Firmengruppe G&S IT Group ihre neuen, repräsentativen Räumlichkeiten in der Dieselstraße im Osnabrücker Stadtteil Atter. Gegründet in einem Wohnhaus im beschaulichen Vehrte in Belm platzte das aufstrebende IT-Unternehmen mit inzwischen mehr als 30 Mitarbeitenden dort längst aus allen Nähten. Der schmucke Bau im Osnabrücker Gewerbegebiet passt nun aber perfekt zu den Wachstumsplänen der beiden Firmengründer Daniel Guth und David Schmitz. Sie nahmen Oberbürgermeister Wolfgang Griesert bei seinem Willkommensbesuch am vergangenen Montag im neuen Firmensitz in Empfang.

„Schon seitdem das Unternehmen 2016 beim Osnabrücker Wirtschaftspreis den dritten Platz belegte, habe ich immer wieder davon gelesen und freue mich besonders, dass wir Ihnen in Osnabrück nun ein neues Zuhause bieten können“, sagte Griesert, der zusammen mit Hannes Quast von der Wirtschaftsförderung Osnabrück (WFO) in die Dieselstraße gekommen war. Die WFO hatte die Unternehmer im Ansiedlungsprozess begleitet und hilft jetzt bei der Vernetzung innerhalb der Osnabrücker Wirtschaft.

Am neuen Standort soll nun vor allem das wichtigste Produkt der Unternehmensgruppe weiterentwickelt und skaliert werden. Die Steuerungssoftware für Satellitenkommunikationsbetreiber G&S SatConnect ist inzwischen „zu einer einzigartigen Branchenlösung avanciert“, wie es Geschäftsführer David Schmitz im Gespräch mit dem Oberbürgermeister formulierte. „Mit unserem Produkt bedienen wir eine Nische, die für große Player nicht attraktiv genug ist, für uns aber enormes Wachstumspotenzial bietet“, ergänzt sein Kompagnon Daniel Guth. Das spiegelt sich auch in den Kennzahlen des Unternehmens der vergangenen Jahre wider, die ein stetiges Wachstum von 30 bis 45 Prozent aufweisen können. Zwei Millionen Euro Umsatz verzeichnete die Gruppe allein im vergangenen Jahr.

G&S SatConnect sorgt – einfach gesagt – für die komfortable und automatisierte Verwaltung sowie Überwachung der Satellitennetzwerke, sodass eine Bereitstellung von Datenbandbreiten zum Beispiel auf Schiffen, in Flugzeugen, auf Ölplattformen und an anderen eher abgelegenen Orten, an denen Internet ausschließlich via Satellit verfügbar gemacht werden kann, möglich ist. Zu den Kunden zählen vor allem die großen Betreiber der Satellitenflotten im Orbit. Darunter Konzerne wie die Firmen Intelsat und SES mit jeweils mehr als zwei Milliarden Dollar Umsatz.

„Unsere Software erleichtert die Arbeit für unsere Auftraggeber, bietet aber zugleich auch Weboberflächen, die vom Endkunden leicht bedient werden können“, erklärt Guth. Auch über den Einsatz bei der Satellitenkommunikation hinaus sei die Lösung für andere Branchen interessant und biete Möglichkeiten wie beispielsweise bei der Kundenanalyse und der Digitalisierung ganzer Geschäftszweige. „Mit Ihrem Produkt und Ihren Dienstleistungen passen Sie perfekt zu Osnabrück“, befand der Oberbürgermeister und verwies darauf, dass Osnabrück erst vor wenigen Monaten vom Branchenverband Bitkom auf Platz 8 der Smart Cities in Deutschland gelistet wurde. „Die Osnabrücker Verwaltung belegte gar den ersten Platz unter den 81 deutschen Großstädten“, so Griesert.

Um den fast täglich wachsenden Anforderungen an die Satellitensoftware gerecht zu werden und um auch andere IT-Projekte wieder stärker ins Auge zu fassen, sind die beiden Unternehmer ständig auf der Suche nach neuen Talenten für ihr Team. „Es ist eine echte Herausforderung, in diesem Segment neue Mitarbeitende zu finden“, berichtet Guth. „Deswegen sind wir besonders froh, mit den neuen Räumlichkeiten jetzt noch deutlich attraktivere Rahmenbedingungen anbieten zu können, die auch dem bestehenden Team zugutekommen“, ergänzt Schmitz. Schon seit vielen Jahren ist das Unternehmen daher auch Ausbildungsbetrieb für Fachinformatiker und bietet Werkstudenten die Gelegenheit, Praxiserfahrungen zu sammeln.

Für die entsprechende Vernetzung zu Hochschulen und anderen relevanten Akteuren sicherte Hannes Quast die Unterstützung der WFO zu. Der erste Schritt ist ohnehin bereits getan: Dem Verein für Wirtschaftsförderung in Osnabrück e.V. sowie dem iuk Unternehmensnetzwerk ist der neue Osnabrücker Digitalplayer bereits beigetreten.

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