Unternehmen profitieren bei Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit von Fördermitteln. Die breite Palette stellten Alexander Bonde (2.v.r.) von der DBU und Michael Monstadt (2.v.l.) von der NRW.Bank vor. Dr. Thomas Robbers (l.) und Günter Klemm (r.) von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH begrüßten zu der Veranstaltung Fast Forward zirka 80 Gäste. Foto: Wirtschaftsförderung Münster GmbH/Martin Rühle
Unternehmen profitieren bei Investitionen in Digitalisierung und Nachhaltigkeit von Fördermitteln. Die breite Palette stellten Alexander Bonde (2.v.r.) von der DBU und Michael Monstadt (2.v.l.) von der NRW.Bank vor. Dr. Thomas Robbers (l.) und Günter Klemm (r.) von der Wirtschaftsförderung Münster GmbH begrüßten zu der Veranstaltung Fast Forward zirka 80 Gäste. Foto: Wirtschaftsförderung Münster GmbH/Martin Rühle

Förderprogramme für Digitalisierung und Nachhaltigkeit: Große Auswahl

Für die Zukunftsfähigkeit des wirtschaftlichen Handelns spielen die Megatrends Digitalisierung und Nachhaltigkeit eine überragende Rolle. Innovative Maßnahmen und Prozesse sind teilweise mit erheblichen Kosten verbunden, die sich mittelständische Betriebe aus Landes- und Bundesmitteln kofinanzieren lassen können. Bei der Veranstaltung Fast Forward der Wirtschaftsförderung Münster GmbH (WFM) stellten die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und die NRW.BANK zirka 80 Gästen ihre Förderangebote für die verschiedensten Zwecke vor.

WFM-Geschäftsführer Dr. Thomas Robbers und WFM-Fördermittelexperte Günter Klemm gaben eingangs den Überblick über die Bandbreite der Möglichkeiten. Die Programme sind beispielsweise auf Investitionen in die Einführung und Optimierung digitalisierter Arbeits- bzw. Organisationsstrukturen ausgelegt. Finanzielle Mittel stehen auch für die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz in der Erstellung und Vermarktung von Gütern und Diensten zur Verfügung oder treiben die Gestaltung von Lieferketten und Wertschöpfungsprozessen unter ökologischen Aspekten voran.

Fast Forward-Veranstaltung von WFM, NRW.BANK und DBU

Die DBU unterstützt innovative, modellhafte und lösungsorientierte Vorhaben zum Umweltschutz in Umwelttechnik, -forschung und Naturschutz sowie Umweltbildung und Kulturgüterschutz. „Die mittelständische Wirtschaft wird dabei besonders berücksichtigt“, erklärte Alexander Bonde, Generalsekretär der DBU. Mit einem Stiftungskapital von zirka 2,28 Milliarden Euro gehört sie zu den größten Stiftungen Europas. Bonde: „Zentrale Herausforderungen sehen wir beim Klimawandel, dem Biodiversitätsverlust, im rücksichtslosen Umgang mit Ressourcen sowie bei schädlichen Emissionen. Damit knüpfen die Förderthemen sowohl an aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse über planetare Grenzen als auch an die von den Vereinten Nationen beschlossenen Nachhaltigkeitsziele, die Sustainable Development Goals, an.“

Seit der Aufnahme der Stiftungsarbeit 1991 hat die DBU 9.900 Projekte mit zirka 1,8 Milliarden Euro bezuschusst. Die jährliche Fördersumme liegt zurzeit bei 55 Millionen Euro, wobei die Förderquote der einzelnen Projekte in der Regel die Hälfte der Kosten beträgt. „Voraussetzung für unser Engagement ist, dass die Projekte nachhaltige Effekte in der Praxis erzielen, Impulse geben und eine Multiplikatorwirkung entfalten“, sagte Bonde. Gefördert würden beispielswiese innovative Instrumente und Kompetenzen der Nachhaltigkeitsbewertung sowie Vorhaben zur Stärkung von Nachhaltigkeitsbewusstsein und –handeln. Unterstützenswert seien auch Projekte zur nachhaltigen Ernährung und einem nachhaltigen Umgang mit Lebensmitteln, zur Entwicklung, Gestaltung und Akzeptanz umweltschonender Konsumgüter sowie zum klima- und ressourcenschonenden Bauen. Ein wichtiges Querschnittsthema sei die Digitalisierung.

Daran anknüpfend stellte Michael Monstadt, Leiter Förderberatung Westfalen-Lippe der NRW.BANK, Programme für Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitsbestrebungen in Unternehmen vor. Beispielhaft nannte er den NRW.BANK.Digitalisierungskredit. Das Programm fördert den Ausbau der digitalen Produktion und digitaler Verfahren, digitale Produkte sowie die digitale Strategie und Organisationsentwicklung. Ein weiteres, für den Mittelstand gut geeignetes Programm ist der NRW.BANK.Innovationskredit. Er dient der Einführung neuer, technologisch fortschrittlicher Produkte und Produktionsverfahren sowie der wesentlichen Verbesserung bestehender Produkte und Verfahren. Der NRW.BANK.Effizienzkredit ist auf die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz sowie auf den Lärmschutz und die Luftreinhaltung ausgelegt. Und angesichts der aktuellen Diskussion um umweltschonende Fortbewegung lohnt sich laut Monstadt auch der Blick auf das Programm zur Förderung von E-Fahrzeugen, Investitionen und Forschungs- bzw. Entwicklungsaktivitäten in der Elektromobilität.

„Die Palette möglicher Programme ist groß und bietet für die meisten Bedarfe von Unternehmen die passende Finanzierungslösung“, erklärte Günter Klemm, der bei der Wirtschaftsförderung Münster für die Fördermittelberatung und –akquise zuständig ist.

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