Windkraftanlage in Brönninghausen

Die Stadtwerke Bielefeld bauen erstmals eine Windkraftanlage auf Bielefelder Stadtgebiet: Am 8. Oktober fand die Grundsteinlegung nahe der Bechterdisser Straße im Ortsteil Brönninghausen statt. Dort entsteht in den nächsten Monaten ein Windrad mit einer Nabenhöhe von 108 Metern. Die Anlage, deren Rotordurchmesser 82 Meter beträgt, hat eine Leistung von 2,3 Megawatt (MW).

Die Stadtwerke Bielefeld rechnen damit, dass die Anlage jährlich ca. 4,2 Mio. Kilowattstunden CO2-freien Strom erzeugen wird. Hiermit lassen sich rund 1.500 Haushalte mit einem Durchschnittsverbrauch von 2.800 Kilowattstunden klimafreundlich versorgen.

Die Windkraftanlage des Herstellers Enercon wird in Zusammenarbeit mit der Westwind Entwicklungs GmbH errichtet und in Betrieb genommen. Mit dem Unternehmen haben die Stadtwerke Bielefeld bereits in der Vergangenheit bei Windkraftprojekten in Schwaförden  und Mensinghausen erfolgreich kooperiert.

Die Arbeiten an der Bechterdisser Straße begannen Anfang September. Zunächst wurde das Baufeld vorbereitet und eine Zuwegung sowie ein Stellplatz für den Kran geschaffen. Zurzeit wird das Fundament für den Turm der Windkraftanlage hergestellt. Er wird einen Sockeldurchmesser von rund zehn Metern haben. Ist das Fundament fertig, folgen als nächstes die elektrische Infrastruktur für die Anlage und die Errichtung des Turms. Der Turmbau wird voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen. Anschließend erfolgt die Montage der Gondel und der Rotorblätter. Da diese Arbeiten stark witterungsabhängig – Wind und Frost – sind, lässt sich ein konkreter Fertigstellungstermin noch nicht nennen. Ziel der Stadtwerke ist es, so früh wie möglich im Jahr 2014 das neue Windrad in Betrieb zu nehmen.

Bei der Grundsteinlegung befestigten die Stadtwerke-Geschäftsführer Friedhelm Rieke und Wolfgang Brinkmann eine 30 mal 30 Zentimeter große Metallplatte auf dem Fundament. Auf der Platte, die später im Keller der Anlage sichtbar sein wird,  ist eingraviert: „Grundsteinlegung 8. Oktober 2013 – Gut fürs Klima – Stadtwerke Bielefeld.“ Die Stadtwerke-Geschäftsführer  freuten sich bei der Grundsteinlegung, mit dem Windrad einen weiteren Baustein des Unternehmenskonzeptes zur Nutzung erneuerbarer Energien verwirklichen zu können: „Wir haben uns vorgenommen, bis 2020 20 Prozent des Stroms aus regenerativen Energien zu erzeugen und gleichzeitig den Ausstoß von Kohlendioxid um 40 Prozent zu senken. Dabei hilft uns die neue Anlage – unser insgesamt zehntes Windrad – ein gutes Stück weiter. Denn sie wird rund 3.000 Tonnen CO2 im Jahr vermeiden.“ Ein ausdrückliches Dankeschön richteten die Geschäftsführer  bei der Grundsteinlegung an das Umwelt- und das Bauamt der Stadt Bielefeld. Die Ämter hätten das Genehmigungsverfahren für die Anlage auf der letzten zurzeit in Bielefeld noch freien ausgewiesenen Windfläche sehr rasch und konstruktiv durchgeführt.

„Das neue Windrad ist vom gleichen Typ wie die Anlagen, die wir seit Mitte dieses Jahres in Mensinghausen betreiben. Wir wissen, dass der Typ einen hohen Qualitätsstandard hat und sich schon oft in der Praxis bewährt hat“, sagt Dr. Lars Sobek, Leiter Erneuerbare Energien bei den Stadtwerken Bielefeld. „Wir gehen von einer hohen Verfügbarkeit aus und rechnen mit einer Laufzeit von mindestens 25 Jahren.“

Wenn das Windrad in Brönninghausen am Netz ist, verfügen die Stadtwerke Bielefeld  über eine installierte Windenergie-Leistung von 18,9 MW, verteilt auf genau 9,5 Windräder.  Eine Anlage in Borgholzhausen verfügt über eine Leistung von 1 MW, zwei Windräder in Gütersloh-Friedrichsdorf über zusammen 4 MW. In Mensinghausen sind 4,6 MW installiert. In Schwaförden greifen die Stadtwerke auf eine Leistung von 7 MW zu (entspricht  der Leistung von 3,5 der dortigen Anlagen).

www.stadtwerke-bielefeld.de

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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