Netzmeister Oliver Deutsch (l.) klärt mit Prüfer Dirk Bohmann, welche Gebiete über-prüft werden. - Foto: SWTE-Netz
Netzmeister Oliver Deutsch (l.) klärt mit Prüfer Dirk Bohmann, welche Gebiete überprüft werden. - Foto: SWTE-Netz

SWTE Netz: Langer Fußmarsch im Sinne der Versorgungssicherheit

Die Netzgesellschaft der Stadtwerke Tecklenburger Land, die SWTE Netz, überprüft zurzeit ihr Erdgasnetz in Teilen von Ibbenbüren und Mettingen. Im Laufe des Jahres werden weitere Gasleitungen in den Gemeinden Lotte und Westerkappeln untersucht. Ziel der routinemäßigen Inspektion ist, die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und damit letztlich für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu sorgen. Die eingesetzten Prüfer legen dabei oft lange Fußmärsche im Sinne der Versorgungssicherheit zurück.

„Als Netzbetreiber ist die SWTE Netz natürlich bestrebt, dass ihre Versorgungsnetze sicher und störungsfrei arbeiten. Deshalb organisieren wir regelmäßig Gasspürarbeiten“, erklärt Oliver Deutsch, für das Gasnetz verantwortlicher Meister im Netzbetrieb und Netzbau. Dabei kommen sensible Gasspürgeräte zum Einsatz. „Die hohe Empfindlichkeit der Spürgeräte ermöglicht es, undichte Stellen an den erdverlegten Gasleitungen zu lokalisieren“, erklärt er. Wird eine undichte Stelle ausgemacht, ist sofortiges Handeln erforderlich, um möglichen Gefahren vorzubeugen.

Moderne Spürtechnik im Einsatz

Die Firma tbd nimmt die Gasspürarbeiten im Auftrag der SWTE Netz vor. Prüfer Dirk Bohmann legt dabei täglich eine Strecke von acht bis zehn Kilometern zu Fuß zurück. Über ein geografisches Informationssystem und GPS werden ihm die Gasleitungen auf seinem Laptop angezeigt. Die eingesetzte Technik bietet mehrere Vorteile. So benutzt der beauftragte Dienstleister das digitale Kartenmaterial der SWTE Netz und dokumentiert zeitgleich ganz genau die abgegangene Route. Die Messsonde erfasst bereits kleinste Mengen Methan und schlägt bei einer erhöhten Gaskonzentration mit einem Signalton an. Die Leckage wird anhand einer Bohrung lokalisiert und schließlich behoben. „Jeder Verdachtsfall von Gasaustritt wird sehr ernst genommen und unmittelbar überprüft“, sagt Oliver Deutsch.

Bei den Gasspürarbeiten legt Dirk Bohmann bis zu zehn Kilometer Fußweg am Tag zurück. - Foto: SWTE Netz
Bei den Gasspürarbeiten legt Dirk Bohmann bis zu zehn Kilometer Fußweg am Tag zurück. – Foto: SWTE Netz

Prüfer betreten auch Privatgrundstücke

Rechtsgrundlage für die Netzüberprüfung bilden die Vorschriften der Deutschen Vereinigung des Gas- und Wasserfaches (DVGW). Unter Berücksichtigung verschiedener Kriterien wie Druckstufe, Netzzustand und Werkstoff, ermittelt die SWTE Netz, in welchem Zeitraum welches Gebiet überprüft werden muss. Zu einer lückenlosen Inspektion gehört auch die Untersuchung von Gasanschlüssen an privaten Wohnhäusern. Deshalb betreten die Prüfer zuweilen auch private Grundstücke. Wichtig für Verbraucher: Die eingesetzten Mitarbeiter können sich mit einem Ausweis der SWTE Netz legitimieren.

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