(v. l.) Michael Funke, Distriktleiter für das Emsland und die Grafschaft Bentheim, Annika Richter, Bereich Kommunikation, Stefan Steiniger, Leiter des Workover Windenbetriebs, Bürgermeister Helmut Knurbein, Dr. Andreas Scheck, Geschäftsführer Neptune Energy Deutschland, und Alexander Kassner, Wirtschaftsförderer Stadt Meppen. - Foto: Stadt Meppen
(v. l.) Michael Funke, Distriktleiter für das Emsland und die Grafschaft Bentheim, Annika Richter, Bereich Kommunikation, Stefan Steiniger, Leiter des Workover Windenbetriebs, Bürgermeister Helmut Knurbein, Dr. Andreas Scheck, Geschäftsführer Neptune Energy Deutschland, und Alexander Kassner, Wirtschaftsförderer Stadt Meppen. - Foto: Stadt Meppen

Meppen: Bürgermeister besucht Neptune Energy

Beeindruckt von dem internationalen Wirken von Neptune Energy zeigten sich Bürgermeister Helmut Knurbein und Wirtschaftsförderer Alexander Kassner beim Betriebsbesuch in Rühlermoor.

Neptune Energy in Deutschland, als Teil der international tätigen Neptune Energy Gruppe, ist ein Explorations- und Produktionsunternehmen.  Die Tätigkeitsfelder erstrecken sich von der Geologie über die betrieblichen Aktivitäten bis hin zur Vermarktung von Erdgas und Erdöl. Beim Standort in Rühlermoor handelt es sich um einen von derzeit insgesamt neun Betriebsstandorten in Deutschland und zugleich um das größte Erdölfeld auf dem deutschen Festland. Derzeit arbeiten von rund 480 Mitarbeitern in ganz Deutschland mehr als 250 Kollegen im Emsland und in der Grafschaft Bentheim an verschiedenen Betriebsplätzen. 

Neben dem Neptune Energy-Produktionsstandort an der Hauptstraße in Meppen befindet sich vor Ort auch noch die Bohrschlammgrube Rühlermoor. Sie wurde 1971 errichtet und Anfang 2015 stillgelegt. Bis dahin wurden vor Ort vor allem Bohrrückstände, Bohrspülung sowie Tankschlämme und verunreinigte Böden und Flüssigkeiten eingelagert, die bei der Erdölförderung anfallen. Im Sommer 2019 wurde mit dem Rückbau begonnen. Die Schlammgrube bestand aus sechs unterschiedlichen Kammern mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 49.200 Kubikmetern. Alle Bereiche, in denen belastete Materialien eingelagert worden sind, wurden mit Kunststoffdichtungsbahnen zum Untergrund abgedichtet. In den vergangenen Jahren fand ein regelmäßiges Grundwasser-Monitoring statt. Sobald ein Fachgutachter die Flächen freigegeben hat, werden die Gruben mit sauberem Sand verfüllt und mit Mutterboden überdeckt. Solche Bohrschlammgruben gehören mittlerweile der Vergangenheit an. Heute werden die anfallenden Mengen an Bohrschlamm sofort, das heißt ohne Zwischenlagerung, nach dem Kreislaufwirtschaftsrecht entsorgt.

Betriebsführer für die Förderung und Aufbereitung im angrenzenden Erdölfeld Rühlermoor ist das benachbarte Unternehmen ExxonMobil; Neptune Energy ist unter anderem für das Bohren und für Instandhaltungsarbeiten verantwortlich. Die Corona-Pandemie stellte auch Neptune Energy vor große Herausforderungen, nicht zuletzt mit den stark gesunkenen Ölpreisen, wie Geschäftsführer Dr. Andreas Scheck erklärte. „Wir stärken unsere Produktionsstandorte und müssen uns in den zentralen Funktionen schlanker aufstellen,“ so Scheck zu der bereits angekündigten Firmensitz-Aufgabe in Lingen. Etwa 165 Vollzeitstellen werden hier entfallen. Zugleich werden aber auch circa 100 Vollzeitstellen in der neuen Deutschland-Zentrale in Hannover entstehen. Die bedeutenden Produktionsstandorte, darunter Rühlermoor und Speyer, erhalten zusätzliche Stellen. So werden am Standort Rühlermoor künftig mehr als 130 Mitarbeiter beschäftigt. „Es ist sehr schön zu hören, dass dieser Standort nicht nur erhalten, sondern sogar noch weiter ausgebaut werden kann“, freute sich Bürgermeister Knurbein.

„Niedersachsen ist das Förderland Nummer Eins“, so Scheck. Im Jahr 2019 hat Neptune Energy alleine im Emsland und in der Grafschaft Bentheim 89.000 Tonnen Erdöl und 0,6 Terawattstunden Erdgas gefördert. Dass die Nachfrage nach Erdöl auch in einer Welt, in der E-Autos in aller Munde sind und die Ölheizung ausgedient hat, groß ist, verdeutlichte Annika Richter, Verantwortliche für den Bereich Kommunikation: „Windräder bestehen zu 45 Prozent aus Erdöl und Produkten der petrochemischen Industrie. Erdöl ist auch für die Produktion von vielen Gegenständen des alltäglichen Lebens notwendig, wie das Sofa, das Smartphone oder Kleidung aus Polyester.“

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