Ergonomie am Arbeitsplatz: So arbeiten Sie gesund

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Die einen sitzen den kompletten Arbeitstag am Bildschirm, die anderen stehen stundenlang. Beide Extreme belasten den Körper auf Dauer und sorgen für das Volksleiden Nummer eins: Rückenschmerzen. Bis zu 85 Prozent der Bevölkerung leiden nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (pdf) zumindest zeitweise darunter. Ausschlaggebende Faktoren sind auf der einen Seite ein nicht ergonomisch gestaltetes Arbeitsumfeld und auf der anderen Seite der fehlende körperliche Ausgleich zur einseitigen Belastung. Um Beschwerden zu vermeiden oder akute Beschwerden nicht chronisch werden zu lassen, sollte entsprechend zweigleisig gefahren werden.

Den Arbeitsplatz ergonomisch gestalten

Bei längerer Computertätigkeit eine gesunde Körperhaltung beizubehalten, ist nicht ganz einfach und erfordert viel Selbstdisziplin, besonders dann, wenn man sich bereits an eine ungesunde Haltung gewöhnt hat. Notizzettel am Monitor mit den wichtigsten Ergonomie-Mantras können eine wertvolle Gedächtnisstütze sein, um den Fokus zu halten.

Eine ergonomische Haltung sieht folgendermaßen aus: Die Sitzhöhe sollte so eingestellt werden, dass die Kniekehle einen 90-Grad-Winkel formt. Die Füße stehen parallel zueinander mit ganzer Fläche fest auf dem Boden. Der Oberkörper ist aufgerichtet, die Wirbelsäule folgt der natürlichen Krümmung, die Schultern sind entspannt. Die Unterarme und der Handballen liegen entspannt in einem 90-Grad-Winkel auf der Tischplatte auf, die Tastatur befindet sich rund 10 Zentimeter von der Tischkante entfernt. Der Blick folgt einem 20-Grad-Winkel auf den Bildschirm, der zwischen 50 und 70 Zentimeter von den Augen entfernt platziert ist.

Auch die Wahl der Kleidung trägt entscheidend zum Komfort bei, denn zu enge Kleidung, die an Beinen oder Bauch einschnürt, kann die Blutzirkulation behindern. Bei stehenden Tätigkeiten ist das richtige Schuhwerk ausschlaggebend. Ein gepolstertes Fußbett kann den Druck auf die Ballen mildern und langes Stehen erträglicher machen. Insbesondere Damen müssen bei repräsentativen Tätigkeiten dennoch nicht auf Eleganz verzichten. Sogar wer unter einer Fußfehlstellung wie dem Hallux valgus leidet, legt in geschmackvollen Sandalen wie diesen hier einen stilvollen Autritt hin.

Ausgleich durch Bewegung

Über den gesamten Arbeitstag verteilt sollten immer wieder kurze Bildschirmpausen eingelegt werden, in denen man aufsteht und einige Schritte läuft oder sich zumindest einmal gründlich streckt und die Wirbel und Gelenke mobilisiert.

Wer eine überwiegend stehende Tätigkeit ausübt, sollte möglichst häufig die Position verändern, um die Wirbelsäule nicht zu stark zu belasten. Die Mobilisierung der Hüfte und die sogenannte „Venenpumpe“ – häufiger Wechsel vom festen Stand auf die Zehenspitzen – regen die Muskulatur und Venentätigkeit an und beugen so Haltungsschäden und müden Beinen vor.

Arbeitgeber sind laut Arbeitsschutzgesetz dazu verpflichtet, die Arbeitsplätze im Unternehmen unter ergonomischen Gesichtspunkten zu gestalten. Immer häufiger werden in Betrieben zusätzliche Maßnahmen wie gezielt ausgerichtete Sportkurse und Schulungen angeboten oder bezuschusst.

Veröffentlicht von

Peer-Michael Preß

Peer-Michael Preß – Engagement für die Unternehmerinnen und Unternehmer in der Region seit fast 20 Jahren. Als geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens Press Medien GmbH & Co. KG in Detmold ist er in den Geschäftsfeldern Magazin- und Fachbuchverlag, Druckdienstleistungen und Projektagentur tätig. Seine persönlichen Themenschwerpunkte sind B2B-Marketing, Medien und Kommunikationsstrategien.

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